Zugang durch Kauf
Der Zugang einer Anlage durch Kauf ist ein Geschäftsvorfall, der aus dem Erwerb einer Anlage von einem Geschäftspartner resultiert (im Gegensatz zu Zugang Eigenleistung
). Der Zugang einer fremdbezogenen Anlage kann auf verschiedene Arten und in verschiedenen organisatorischen Einheiten (Anwendungskomponenten) gebucht werden:
in der Anlagenbuchhaltung ohne Bestellbezug, aber integriert mit der Kreditorenbuchhaltung
in der Anlagenbuchhaltung ohne Bestellbezug und ohne Integration mit der Kreditorenbuchhaltung (gegen Verrechnungskonto - mit/ohne Ausziffern)
mit Einkaufsbestellbezug im Wareneingang oder Rechnungseingang der Materialwirtschaft
Bei parallelem Einsatz der Kreditorenbuchhaltung bietet es sich an, die Integrationsvorteile zu nutzen und bei einem Anlagenzugang (ohne Bestellbezug) direkt Anlage an Kreditor
zu buchen. Dies bedeutet, dass in einer Transaktion der Anlagenzugang und die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditoren gebucht wird. Hierdurch wird der Aufwand für die Datenerfassung und die Möglichkeit für Unstimmigkeiten minimiert.
Neben der integrierten Vorgehensweise beim Buchen eines Anlagenzugangs ohne Bestellbezug können Sie einen Anlagenzugang auch unter Einschaltung eines Verrechnungskontos abwickeln. Hierbei lassen sich zwei Fälle unterscheiden:
Der Anlagenzugang erfolgt vor dem Rechnungseingang. Die Gegenbuchung soll automatisch erfolgen.
Als Zugangsbetrag muss hier immer der tatsächlich zu aktivierende Nettobetrag angegeben werden. Unabhängig von der verwendeten Belegart (brutto/netto) führt das System hier keinen Skontoabzug durch.
Der Anlagenzugang erfolgt nach dem Rechnungseingang. Die Rechnung wurde als offener Posten gegen ein Verrechnungskonto gebucht.
Wenn Sie das verwendete Verrechnungskonto kontokorrent führen, können Sie gleichzeitig mit der Zugangsbuchung den entsprechenden offenen Posten auf dem Verrechnungskonto (Kreditorenrechnung) manuell ausziffern. Die entsprechende Transaktion bietet die Möglichkeit, je Verrechnungskonto (Kontoart S = Sachkonto), alle offenen Posten nach unterschiedlichen Kriterien zu selektieren.
Beim integrierten Buchen eines Anlagenzugangs mit der Kreditorenbuchhaltung können Sie durch Wahl der entsprechenden Belegart bestimmen, ob Sie die Rechnung brutto (ohne Skontoabzug) oder netto (mit Skontoabzug) buchen möchten.
Bei Verwendung einer Belegart, die Nettobuchen vorsieht, ermittelt das System anhand der vorgegebenen Zahlungsbedingungen automatisch den Skontoabzug und aktiviert auf der Anlage den Rechnungsbetrag abzüglich Mehrwertsteuer und Skonto.
Siehe auch: Grafik: Brutto-/Nettobuchen.
Wenn Sie für das neue Hauptbuch die Belegaufteilung aktiviert haben, wird eine evtl. bei der Zahlung auftretende Differenz (es wurde zu viel oder zu wenig Skonto abgezogen) automatisch auf Anlage aktiviert. Eine automatische Korrektur zum Zeitpunkt der Zahlung erfolgt nur, wenn Sie diese Einstellung aktiviert haben. Sie können dennoch diese AHK-Korrekturen mit einer Sammelverarbeitung im Hauptbuch durchführen. Wählen Sie dazu im SAP Easy Access-Menü .
Hinweis
Diese Transaktion ist nur dann im Menü sichtbar, wenn Sie keine Aktivierung vorgenommen haben.
Bei einer Zugangsbuchung ohne Integration muss auf der Anlage der tatsächliche AHK-Betrag (ohne Skonto) aktiviert werden. Die Skontoabwicklung wird in diesem Fall rein kreditorenseitig durchgeführt.
Wenn Sie Anlagen zugehen lassen möchten, die nicht nur über AHK, sondern auch bereits über Wertberichtigungen verfügen, können Sie Zugänge auch brutto buchen. Setzen Sie hierzu in der verwendeten Bewegungsart das Kennzeichen Zugang brutto
. Das System ermöglicht Ihnen dann bei der Buchung des Zugangs mit der Transaktion Buchung sonstige
AHK und zugehörige Wertberichtigungen einzugeben.