Werksübergreifende Übernahme
Über die Strategiefolge für die werksübergreifende Übernahme bestimmen Sie, wie die Kalkulation bei Sonderbeschaffung vorgehen soll.
Sie hinterlegen die Sonderbeschaffungsart in der Kalkulationssicht des Materialstammsatzes. Wenn Sie keine Sonderbeschaffungsart in dieser Sicht eingetragen haben, wird die Sonderbeschaffungsart aus der Dispositionssicht übernommen.
Folgende Sonderbeschaffungsarten werden für die Übernahme in eine Materialkalkulation berücksichtigt:
Umlagerung aus einem anderen Werk
Produktion in einem anderen Werk
Die Sonderbeschaffungsart gibt an, in welchem Werk das System nach Kalkulationsdaten suchen soll. Die Strategiefolge legt fest, in welcher Reihenfolge das System nach Kalkulationsdaten suchen soll.
Im Customizing der Produktkostenplanung können Sie die Suche weiter einschränken, indem Sie angeben, dass das System
nur innerhalb des aktuellen Geschäftsjahres sucht
nur in einer bestimmten Anzahl Perioden sucht
Materialien ignoriert, die in der Sicht Disposition
des Materialstammsatzes das Sekundärbedarfskennzeichen Ausschließlich Einzelbedarf
haben (d.h. das System übernimmt Kalkulationen nur zu Materialien, die sammelbedarfsgesteuert sind).
Hinweis
Die Ergebnisse der Plankalkulation im zweiten Werk können nur in die Kalkulation im ersten Werk übernommen werden, wenn sie nach demselben Elementeschema wie die Ergebnisse der Plankalkulation im ersten Werk gespeichert sind.
Aus diesem Grund müssen Sie im Customizing der Produktkostenplanung
die Kalkulationsvarianten für die Plankalkulation einem Elementeschema auf Buchungskreisebene zuordnen. Wenn Sie buchungskreisübergreifend kalkulieren, müssen die Elementeschemata im Kostenrechnungskreis gleich sein.
Wenn das System keine Kalkulation selektieren kann, wird das Material auf Basis der Stückliste und des Arbeitsplans im anderen Werk ggf. neu kalkuliert. Ob im anderen Werk kalkuliert wird, hängt davon ab, ob das Werk in einem anderen Buchungskreis liegt und die buchungskreisübergreifende Kalkulation aktiviert ist.