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 Umsetzung von SNP- und CTM-Aufträgen in PP/DS-Aufträge

Verwendung

Wenn Sie die Zugänge, die Sie mit Supply Network Planning (SNP) oder mit Capable-to-Match (CTM) angelegt haben, in der Produktions- und Feinplanung (PP/DS) detailliert planen wollen, müssen Sie die SNP- oder CTM-Aufträge in PP/DS-Aufträge umsetzen. Bei der Umsetzung erzeugt das System aus SNP- oder CTM-Aufträgen PP/DS-Aufträge und löscht anschließend die SNP-/CTM-Aufträge. Für die Umsetzung haben Sie folgende Optionen:

  • Sie können mit einer Massenumsetzung alle SNP-/CTM-Aufträge umsetzen, die im PP/DS-Horizont oder in einem größeren Umsetzungshorizont beginnen.

  • Sie können in der interaktiven Planung gezielt einzelne SNP-/CTM-Aufträge umsetzen , die innerhalb oder außerhalb des PP/DS-Horizonts liegen.

Sie führen die Umsetzung innerhalb einer Planversion durch. Beim Anlegen der PP/DS-Aufträge beachtet das System den aktuellen Propagierungsbereich .

Voraussetzungen

Sie haben für SNP und für PP/DS Ressourcen und Bezugsquellen definiert, die aufeinander abgestimmt sind. Weitere Informationen finden Sie unter Integration von SNP und PP/DS .

Folgende Aufträge können Sie nicht in PP/DS-Aufträge umsetzen:

  • TP/VS-Aufträge

  • Produktersetzungsaufträge des SNP

Funktionsumfang

Für die Umsetzung verwenden Sie i.Allg. eine spezielle Heuristik auf der Basis des Algorithmus /SAPAPO/RRP_SNP2PPDS, z.B. die Standardheuristik SAP_SNP_SNGL. Die Massenumsetzung, die Sie im Bereichsmenü der Produktionsplanung aufrufen können, stellt eine Ausnahme dar: Wenn Sie einen Upgrade auf SAP APO 4.0 durchgeführt haben, führt das System hier die Massenumsetzung mit dem Report /SAPAPO/RRP_SNP2PPDS durch, der schon in SAP APO 3.1 zur Verfügung stand.

Beschaffungsmengenberechnung

Um aus der Zugangsmenge eines SNP-/CTM-Auftrags die Beschaffungsmengen der PP/DS-Aufträge zu ermitteln, führt PP/DS bei der Umsetzung eine Beschaffungsmengenberechnung ("Losbildung") durch. Hierfür stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, z.B. eine 1:1-Umsetzung oder eine von SNP unabhängige Neuermittlung der Beschaffungsmengen anhand der Losgrößeneinstellungen aus dem Lokationsproduktstamm. Weitere Informationen finden Sie unter Beschaffungsmengenberechnung bei der SNP-PP/DS-Umsetzung .

Bezugsquellenermittlung

Mit welchen Bezugsquellen PP/DS die PP/DS-Aufträge anlegt, hängt vom gewählten Verfahren ab. Sie haben folgende Optionen:

  • PP/DS ermittelt die Bezugsquellen unabhängig von SNP mit der automatischen Bezugsquellenermittlung des PP/DS.

  • PP/DS ermittelt die Bezugsquelle aus dem umzusetzenden SNP-/CTM-Auftrag.

Weitere Informationen finden Sie unter Bezugsquellenermittlung bei der SNP-PP/DS-Umsetzung .

Auftragsstatus

Sie können in den Einstellungen festlegen, mit welchem Status das System die PP/DS-Aufträge anlegen soll. Sie haben folgende Optionen:

  • Die PP/DS-Aufträge bekommen den Status Output fixiert.

    Die Zugangsmengen von PP/DS-Aufträgen mit dem Status Output fixiert können Sie nur manuell ändern.

  • Das System setzt für die PP/DS-Aufträge das Umsetzungskennzeichen.

    Planaufträge und Bestellanforderungen mit gesetztem Umsetzungskennzeichen setzt das System nach der Übertragung in ein angeschlossenes SAP-R/3-System sofort automatisch in Produktionsaufträge bzw. in Bestellungen um.

    Wenn Sie die Umsetzung in der aktiven Planversion 000 durchführen, führt das System vor dem Setzen des Umsetzungskennzeichens die in der Umsetzungsregel definierten Umsetzungsprüfungen durch, z.B. eine ATP-Prüfung. Das System setzt das Umsetzungskennzeichen nur dann, wenn der PP/DS-Auftrag die Prüfungen ohne Fehler besteht. Weitere Informationen finden Sie unter Umsetzung von Aufträgen .

Einplanung der PP/DS-Aufträge

Wenn Sie Vorwärtsterminierung eingestellt haben, geht das System standardmäßig vom Starttermin der ersten Aktivität des SNP-/CTM-Auftrags aus. Bei Rückwärtsterminierung geht das System standardmäßig vom Endtermin der Periode aus, in welcher der Verfügbarkeitstermin des umzusetzenden SNP-CTM-Auftrags liegt.

Für Rückwärtsterminierung können Sie eine Sicherheitszeit angeben. Das System beginnt die Rückwärtsterminierung dann nicht am Periodenende, sondern bei einem entsprechend früheren Termin.

Siehe auch

SAP-Hinweis 481906