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 Wiederverwendungsmodus

Definition

Einstellung, die steuert, wie eine Beschaffungsplanungsheuristik bereits vorhandene Beschaffungsvorschläge verarbeitet.

Verwendung

Folgende Tabelle zeigt die Beschaffungsplanungsheuristiken, für die der Wiederverwendungsmodus relevant ist:

Name

Beschreibung

Algorithmus

SAP_PP_002

Planung von Standardlosen

/SAPAPO/HEU_PLAN_STANDARDLOTS

SAP_PP_003

Planung von Unterdeckungsmengen

/SAPAPO/HEU_PLAN_DEFICITS

SAP_PP_004

  • Planung von Standardlosen in drei Horizonten

  • /SAPAPO/HEU_PEGID_PERIODIC_LOT

SAP_PP_005

Stück-Perioden-Ausgleich

/SAPAPO/HEU_PART_PERIOD

SAP_PP_006

Least-Unit-Cost-Verfahren (Fremdbeschaffung)

/SAPAPO/HEU_PUR_PLANNING

SAP_PP_013

Groff-Verfahren

/SAPAPO/HEU_PART_PERIOD

SAP_PP_C001

Planung von Standardlosen bei kontinuierlichen Bedarfen und Zugängen

/SAPAPO/HEU_PLAN_COPRODUCTS

SAP_PP_SL001

Planung von Standardlosen mit Berücksichtigung der Haltbarkeitsdaten

/SAPAPO/HEU_PLAN_STANDARDLOTS

Folgende Wiederverwendungsmodi stehen zur Verfügung:

  • Passende Zugänge verwenden

  • Nicht fixierte Zugänge löschen

  • Nicht fixierte Zugänge löschen, fixierte neu auflösen

  • Plan neu auflösen

Die Wiederverwendungsmodi sind in folgenden Abschnitten beschrieben.

Passende Zugänge verwenden

Bei diesem Wiederverwendungsmodus unterscheidet sich die Standardheuristik SAP_PP_003 zur Planung von Unterdeckungsmengen wie folgt von anderen Beschaffungsplanungsheuristiken:

  • Andere Heuristiken

    Die Heuristik ermittelt durch Nettobedarfsrechnung die ungedeckten Bedarfe. Dabei berücksichtigt die Heuristik nur die fixierten Zugänge, d.h. Zugänge mit dem Status PP-fixiert. Durch Beschaffungsmengenberechnung und Bezugsquellenermittlung ermittelt die Heuristik anschließend für die ungedeckten Bedarfe Beschaffungsvorschläge. Bevor die Heuristik aber einen neuen Beschaffungsvorschlag anlegt, sucht sie im Wiederverwendungsintervall nach einem bereits existierenden, nicht fixierten Beschaffungsvorschlag, der "passt". Passend bedeutet, dass der Zugang die gleiche Bezugsquelle, die gleiche Zugangsmenge und die gleichen Merkmalsanforderungen hat. Bei Produkten mit diskreten Zugängen muss auch die Auftragspriorität übereinstimmen. Wenn im Wiederverwendungsintervall mehrere passende Zugänge existieren, wählt die Heuristik den Zugang anhand seines Verfügbarkeitstermins und der eingestellten Wiederverwendungsstrategie . Die Heuristik legt einen neuen Beschaffungsvorschlag nur dann an, wenn sie im Wiederverwendungsintervall keinen passenden Zugang findet.

  • Heuristik für die Planung von Unterdeckungsmengen

    Die Heuristik ermittelt durch Nettobedarfsrechnung die ungedeckten Bedarfe. Dabei berücksichtigt die Heuristik nicht nur die fixierten, sondern auch die nicht fixierten Zugänge. Nicht fixierte Zugänge gelten also für die Nettobedarfsrechnung als "passend". Anschließend ermittelt die Heuristik für die ungedeckten Bedarfe neue Beschaffungsvorschläge oder reduziert überschüssige Zugänge, die nicht fixiert sind. Da die Heuristik nicht fixierte Zugänge bereits bei der Nettobedarfsrechnung wiederverwendet, sind das Wiederverwendungsintervall und die Wiederverwendungsstrategie nicht relevant.

Nicht fixierte Zugänge löschen

Bei diesem Wiederverwendungsmodus löscht die Heuristik bereits vorhandene, nicht fixierte Zugänge. Auch bei dieser Aktion unterscheidet sich die Heuristik für die Planung von Unterdeckungsmengen wie folgt von anderen Heuristiken:

  • Andere Heuristiken

    Die Heuristik ermittelt durch Nettobedarfsrechnung die ungedeckten Bedarfe und legt für die ungedeckten Bedarfe Beschaffungsvorschläge an.

  • Heuristik für die Planung von Unterdeckungsmengen

    Bei der Nettobedarfsrechnung berücksichtigt die Heuristik die nicht fixierten Zugänge. Nach der Nettobedarfsrechnung löscht die Heuristik die nicht fixierten Zugänge und ersetzt sie durch neue Zugänge gleicher Menge.

Nicht fixierte Zugänge löschen, fixierte neu auflösen

Die Heuristik führt die Planung wie beim Wiederverwendungsmodus Nicht fixierte Zugänge löschen durch. Zusätzlich löst sie für die fixierte Eigenfertigungsaufträge den Plan (PPM-Plan, iPPE-Prozessstruktur oder PP/DS-Laufzeitobjekt) neu auf, sofern der Status der Aufträge dies erlaubt. Für eine Neuauflösung darf ein Auftrag keinen der folgenden Status haben:

  • Input fixiert

  • Termin fixiert

  • freigegeben

  • angefangen

  • teilrückgemeldet

  • endrückgemeldet

  • teilgeliefert

  • endgeliefert

Plan neu auflösen

Die Heuristik führt eine Planung wie bei Passende Zugänge verwenden durch. Anschließend löst die Heuristik für nicht fixierte und fixierte Eigenfertigungsaufträge den Plan neu auf. Die Neuauflösung eines fixierten Eigenfertigungsauftrags ist nur möglich, wenn der Status des Auftrags dies zulässt (siehe oben).

Ermittlung des Wiederverwendungsmodus

Vor einem Heuristiklauf bestimmt das System den Wiederverwendungsmodus automatisch mit folgenden Wiederverwendungsmodi:

  • Wiederverwendungsmodus in der Planungsvormerkdatei

  • Wiederverwendungsmodus in den Einstellungen der Beschaffungsplanungsheuristik

  • Wiederverwendungsmodus in den Einstellungen der MRP-Heuristik

    Dieser Wiederverwendungsmodus ist nur relevant, wenn Sie die Beschaffungsplanungsheuristik über eine MRP-Heuristik aufrufen.

Weitere Informationen finden Sie unter Ermittlung des Wiederverwendungsmodus .

Siehe auch

SAP-Hinweis 557731