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 Umlagerung mit regelbasierter ATP-Prüfung

Verwendung

Aus der ATP-Prüfung einer Verkaufsbelegposition heraus kann automatisch eine Umlagerung ausgelöst werden.

Beispiel Beispiel

Ihr Unternehmen arbeitet mit Distributions- und Produktionswerken. Sie möchten, dass bei mangelnder Verfügbarkeit des angeforderten Produkts im Distributionswerk automatisch eine Umlagerung aus dem Werk, in dem das Produkt bestätigt werden kann, in das Distributionszentrum durchgeführt wird.

Ende des Beispiels.

Integration

Diese Funktion wird mit Hilfe der Produktions- und Feinplanung (PP/DS) umgesetzt.

Voraussetzungen

Stammdaten
  • Beide Lokationen (Start- und Ziellokationen) dürfen sich nicht in unterschiedlichen OLTP-Systemen befinden.

  • Sie haben eine Transportbeziehung zwischen der Lokation, aus der umgelagert werden soll (Startlokation), und der Lokation, in die umgelagert werden soll (Ziellokation), gepflegt. Wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Transportbeziehungen Ende des Navigationspfads . Weitere Informationen finden Sie unter Transportbeziehungen .

PP/DS
  • Sie haben das Standardplanungsverfahren 5 für die beteiligten Lokationsprodukte im Produktstamm ausgewählt.

  • Sie haben einen Einplanungshorizont für die Umsetzung von ATP-Baumstrukturen angelegt. Wählen Sie im Customizing des SAP Supply Chain Management (SAP SCM) Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Supply-Chain-Planung Navigationsschritt Produktions- und Feinplanung (PP/DS) Navigationsschritt Globale Einstellungen Navigationsschritt Globale Parameter und Vorschlagswerte pflegen. Ende des Navigationspfads

Globale ATP
  • Sie haben im Prüfmodus den Produktionstyp Standard eingestellt. Weitere Informationen finden Sie unter Prüfmodus pflegen .

  • Sie haben in der Prüfvorschrift die Aktivierung der regelbasierten ATP-Prüfung eingestellt. Sie haben den Aufruf von PP/DS nicht eingestellt, weder in der Prüfvorschrift noch in der Lokationsfindungsaktivität der entsprechenden Regel. Weitere Informationen finden Sie unter Prüfvorschrift pflegen.

    Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden des SAP SCM unter Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Globale Verfügbarkeitsprüfung (Globale ATP-Prüfung) Navigationsschritt Allgemeine Einstellungen Navigationsschritt Prüfvorschrift pflegen Ende des Navigationspfads .

  • Sie haben eine Regel angelegt und dieser Regel ein Lokationsfindungsschema vom Typ Fächer zugeordnet.

    In diesem Lokationsfindungsschema legen Sie fest, durch welche Lokationen die Wunschlokation ersetzt werden kann.(z.B. 0001 wird durch 0002 ersetzt, 0001 wird durch 0003 ersetzt etc.). Beachten Sie, dass die Wunschlokation (Ziellokation) Ausgangspunkt für alle Ersetzungen (Startlokationen) sein muss.

    Dem Lokationsfindungsschema ordnen Sie eine Lokationsfindungsaktivität zu. In der Lokationsfindungsaktivität haben Sie über das Kennzeichen Umlagerung festgelegt, dass im Falle einer Lokationsersetzung eine Umlagerung stattfinden soll. Sie können angeben, mit welchem Transportmittel die Umlagerung durchgeführt werden soll. Geben Sie keines an, wird das Transportmittel aus der Transportbeziehung gelesen.

    In der Lokationsfindungsaktivität darf nicht der Aufruf von PP/DS eingestellt sein.

    Weitere Informationen finden Sie unter Integrierte Regelpflege .

Funktionsumfang

Die Umlagerung wird mit Hilfe einer Lokationsersetzung über die regelbasierte ATP-Prüfungim SAP APO durchgeführt. Es werden während der Prüfung keine Umlagerungsbestellanforderungen angelegt. Erst beim Sichern des Kundenauftrags werden die Prüfungsergebnisse in Form von ATP-Baumstrukturen auf der Datenbank gesichert. Um Umlagerungsbestellanforderungen zu erzeugen, müssen die ATP-Baumstrukturen im PP/DS mit Hilfe eines Reports umgesetzt werden. Abhängig vom Einplanungshorizont können die ATP-Baumstrukturen beim Sichern des Kundenauftrags sofort umgesetzt werden. Somit werden folgende Funktionen unterstützt:

Beispiel

Sie arbeiten mit dem Distributionszentrum (Werk 0001) und dem Produktionswerk (Werk 0002).

  1. Sie legen im ERP-System einen Kundenauftrag für einen Bedarf im Werk 0001 an.

  2. Im SAP APO wird der Bedarf in Werk 0001 geprüft.

    Die ATP-Prüfung kann den Bedarf nicht bestätigen.

  3. Es wird eine regelbasierte ATP-Prüfung mit Lokationsfindung durchgeführt.

    Das System ersetzt das Werk 0001 durch das Werk 0002. Es prüft, ob die Bedarfsmenge in Werk 0002 bestätigt werden kann. Über die Lokationsfindungsaktivität haben Sie eingestellt, dass die für die bestätigte Menge automatisch eine Umlagerung in das Werk 0001 stattfinden soll. In diesem Beispiel wird der Bedarf im Werk 0002 bestätigt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung .

  4. In der Ergebnisübersicht übernehmen Sie die Bestätigung und kehren in die Kundenauftragsbearbeitung zurück.

  5. Im ERP-System liegt die Bestätigung für Werk 0001 vor.

    Es ist nur dann sinnvoll die Umlagerung einzusetzen, wenn zusätzlich eine ATP-Prüfung in der Eingabelokation stattfindet, um ein vielfaches Anlegen von Umlagerungen zu vermeiden.

  6. Sie sichern den Kundenauftrag im ERP-System.

  7. In SAP APO wurde abhängig vom Einplanungshorizont eine Umlagerungsbestellanforderung angelegt.

    Die Prüfungsergebnisse werden in Form von ATP-Baumstrukturenpersistent auf die Datenbank geschrieben und müssen im PP/DS über einen Report umgesetzt werden. Befindet sich der Bedarfstermin zeitlich im Zeitraum des Einplanungshorizontes, dann werden die ATP-Baumstrukturen beim Sichern des Kundenauftrags sofort umgesetzt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Umsetzung von ATP-Baumstrukturen .

  8. In der Produktsicht überprüfen Sie die Aufträge.

    Für das Werk 0001 wurde ein Zugangselement ( BS-ANF : Umlagerungsbestellanforderung ) angelegt. Für das Werk 0002 wurde ein entsprechendes Bedarfselement ( BA-ABR , Umlagerungsbestellanforderung ) angelegt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Produktsicht.