Zeitreihenaggregation für Distributionszentren
Sie verwenden diese Funktion, um aus mehreren Zeitreihen gleicher Art (z.B. Kennzahl CONS_DATA
) eine einzige aggregierte Zeitreihe zu erstellen. Diese Zeitreihe können Sie nur für die Prognose von Distributionszentren (DZs) verwenden.
Die aggregierten Zeitreihen haben folgende Funktionen:
Sie dienen als Grundlage der Prognosen für Distributionszentren. Üblicherweise wird als Prognosebasis für DZs der Warenausgang an Filialen oder Kunden verwendet. Dieser entspricht jedoch nicht unbedingt den tatsächlichen Filialbedarfen, sondern kann aus verschiedenen Gründen von den eigentlichen Bedarfen abweichen:
Bestandslücken im DZ können dazu führen, dass die Warenausgangsdaten nicht die realen Filialbedarfe widerspiegeln.
Die Warenausgänge können verschiedene Sonderbedarfe (z.B. für Aktionen) enthalten, wohingegen für die Prognose nur die regulären Nachschubmengen berücksichtigt werden sollen.
Bestandslücken in den Filialen können eine Unterbeschaffung nach sich ziehen und damit auch zu DZ-Warenausgängen führen, die unter den tatsächlichen Bedarfen liegen.
Aus diesen Gründen kann es sinnvoll sein, als Prognosebasis für DZs statt der historischen Warenausgänge alternative Vergangenheitsdaten zu verwenden, die genauere Rückschlüsse auf die zukünftigen Bedarfe zulassen:
aggregierte historische Filialaufträge aller vom betreffenden DZ belieferten Filialen
aggregierte POS-Daten aller vom betreffenden DZ belieferten Filialen
kundenspezifische alternative Vergangenheitsdaten, die Sie über die Zeitreihen-Schnittstelle bereitstellen können
Sie dienen als Bedarfseinflussfaktoren (BEFs) für DZ-Prognosen. Sie können die folgenden Filialzeitreihen aggregieren, um sie als BEFs für Distributionszentren zu verwenden:
aggregierte Filialprognose
aggregierte Auftragsprognose
Folgendes sollten Sie bei der Aggregation von Zeitreihen beachten:
Um mit aktuellen Daten zu arbeiten, müssen Sie die Aggregation für das entsprechende Distributionszentrum in regelmäßigen Abständen durchführen.
Bei größeren Änderungen der Lieferbeziehungen müssen Sie die Aggregation der Zeitreihen erneut durchführen. Dies ist erforderlich, da sich die Zeitreihen dann aus einer anderen Kombination von Filialen zusammensetzen können und SAP F&R ansonsten eine Deltabehandlung durchführt (d.h. nur die Änderungen, nicht aber die Zeitreihen selbst überträgt).
Bei der erneuten Aggregation finden Berechnungen mit großem Datenvolumen statt. Sie starten die neue Aggregation mit der Transaktion Aggregierte Zeitreihen für Prozess der DZ-Prognose berechnen
, indem Sie das Kennzeichen Neuaggregation der Zeitreihen
setzen und im Feld Startdatum für Aggregation
einen Zeitpunkt in der Vergangenheit angeben, ab dem die Berechnung beginnen soll.
Hinweis
SAP F&R speichert die Bestellvorschläge in der Bestellvorschlagsverwaltung für einen von Ihnen festgelegten Zeitraum. Dementsprechend können Sie den Startpunkt für die Aggregation der Zeitreihen nicht beliebig weit in die Vergangenheit setzen.
Um mit aktuellen Daten zu arbeiten, sollten Sie die Zeitreihen kurz vor der Prognose aggregieren und in der Datenbank ablegen.
Um die Aggregation der Zeitreihen zu starten und die Neuaggregation der Zeitreihen
zu aktivieren, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus:
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