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FunktionsdokumentationAusnahmen-Workbench

 

Sie verwenden diese Funktion, um Ausnahmen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen, zu unterschiedlichen Lokationen, Produkten und Bestellvorschlägen zu bearbeiten. Im Normalfall müssen Sie nicht auf alle Ausnahmen, sondern nur auf diejenigen Ausnahmen zugreifen können, die Ihre Aufgaben betreffen. Sie können in der Ausnahmen-Workbench durch spezifische Einstellungen auf einen Vorrat von Ausnahmen zugreifen, der für Ihr Aufgabengebiet relevant ist. Sie können Ihren Arbeitsvorrat anhand betriebswirtschaftlicher und technischer Kriterien definieren.

Voraussetzungen

  • Im System sind Ausnahmen vorhanden.

  • Sie haben eine Selektion ausgeführt.

Funktionsumfang

In der Ausnahmen-Workbench stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung

  • Hierarchie des Navigationsbaums konfigurieren

  • Anzeige- und Änderungsmodus

  • Ausnahmensubskription

  • Ausnahmen anzeigen

Die Ausnahmen-Workbench ist in zwei Bildbereiche gegliedert:

Navigationsbaum

Das System stellt die mit den Ausnahmen verknüpften Business-Objekte des Selektionsergebnisses in einem Navigationsbaum in Gruppen strukturiert dar.

Sie können den Navigationsbaum an Ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen und komplett ausblenden. Das System kann im Navigationsbaum folgende Geschäftsbereiche anzeigen:

  • Systemadministration

  • Customizing

  • Stammdaten

  • Bedarfseinflussfaktoren

  • Bestandsführung

  • Verbrauch

  • Prognose

  • Nachschub

  • Bedarfsmengenoptimierung

  • Bestellvorschlagsverwaltung

  • Freigabeverwaltung für Bestellvorschläge

Das System zeigt im Navigationsbaum der Ausnahmen-Workbench die nach den von Ihnen gewählten Kriterien selektierten Business-Objekte pro Geschäftsbereich an (und weiter untergliedert entsprechend den jeweiligen spezifischen Einstellungen). Für die Konfiguration des Navigationsbaums haben Sie folgende Auswahlmöglichkeiten:

  • auf der Ebene der Knotenhierarchie:

    Geschäftsbereich, Verkäufer, Warenempfänger, Prozesslaufzeit, Produktnummer, ausnahmeerzeugender Prozess, Warengruppe, Bestellvorschlagsnummer, Disponent, Lieferant, Lieferantenteilsortiment.

Im Bildbereich des Navigationsbaums stehen Ihnen neben den Standardfunktionen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Navigationsbaum-Konfiguration

  • Selektion des Arbeitsvorrats definieren

Ausnahmenliste

In der Ausnahmenliste zeigt das System die Ausnahmen an, die Sie im Navigationsbaum ausgewählt haben. Sie können anhand der angezeigten Ausnahmen einschätzen, welche Konsequenzen mit den jeweiligen Ausnahmen verbunden sind.

Ausnahmen können mit einer oder mit mehreren verursachenden (untergeordneten) Ausnahmen verknüpft sein. Wenn die aufgelisteten Ausnahmen mit verursachenden Ausnahmen verknüpft sind, können Sie auf technische Ursachen der in der Ausnahmenliste angezeigten Ausnahmen schließen.

Das System zeigt standardmäßig die im Navigationsbaum mittels Ankreuzfeld selektierten zugehörigen Ausnahmen im SAP List Viewer an. Sie können die Ansicht der Ausnahmenliste ändern. Im Bildbereich der Ausnahmenliste stehen Ihnen neben den Standardfunktionen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Layout ändern/wählen

  • Ausnahmen in Abhängigkeit von der Priorität ausblenden

  • Ausnahmen in Abhängigkeit von der Bestellvorschlagsrelevanz ausblenden

  • E-Mail versenden

Sie unterscheiden Ausnahmen in der Ausnahmenliste nach Ebenen:

  • Ausnahmen höherer Ebene

    Das System zeigt in der Ausnahmenliste diejenigen aufgetretenen Ausnahmen höherer Ebene an, die dem von Ihnen im Navigationsbaum gewählten Geschäftsbereich zugeordnet sind.

  • Verursachende Ausnahmen untergeordneter Ebene

    Wenn das System in der Spalte Verursachende Ausnahmen zugeordnet? (VA) zu einer Ausnahme ein Symbol anzeigt, können Sie von der Ausnahme zu einer oder mehreren zugeordneten verursachenden Ausnahmen verzweigen.

Das System zeigt folgende Nachrichtentypen in der Ausnahmen-Workbench mit einem Symbol an:

  • Informationsnachricht

  • Fehlermeldung

  • Warnung

  • Abbruchmeldung

Sie können den Status einer Ausnahme ändern, indem Sie in der Spalte Status der Ausnahme ein Kennzeichen setzen. Die so gekennzeichnete Ausnahme erhält den Status bearbeitet und ist damit zum Löschen freigegeben.

Sie können Ausnahmen, an denen Sie vorübergehend nicht interessiert sind, bis zu einem selbst definierten Wiedervorlagedatum ausblenden. Sie können pro Ausnahme ein Wiedervorlagedatum erfassen. Dieses Wiedervorlagedatum ist benutzerabhängig, d. h. das System blendet die Ausnahme für andere Anwender nicht aus. Zusätzlich zeigt das System das Erstellungsdatum pro Ausnahme und den Namen des Anwenders an, der zum Zeitpunkt der Erstellung angemeldet war.

Wenn Ausnahmen für Dritte relevant sind (z. B. Anwender, die SAP F&R nicht benutzen), können Sie Ausnahmen per E-Mail weiterleiten.

Aktivitäten

  1. Sie wählen ein Alert-Gesamtprofil und eine Selektionsvariante aus.

  2. Sie lassen die zugehörigen Ausnahmen vom System ermitteln.

    Hinweis Hinweis

    Definieren Sie Ihren Arbeitsvorrat so, dass die Ergebnismenge nicht zu umfangreich wird. Die Anzahl der möglichen Knoten des Navigationsbaums ist aus technischen Gründen begrenzt.

    Ende des Hinweises
  3. Sie wählen im Navigationsbaum den gewünschten Objektknoten aus.

  4. Das System zeigt in der Ausnahmenliste die zugeordneten Ausnahmen an.

  5. Sie blenden Ausnahmen mit geringerer Priorität aus.

  6. Sie prüfen und bearbeiten die Ausnahmen.

  7. Wenn verursachende Ausnahmen verknüpft sind, analysieren Sie zusätzlich anhand der verursachenden Ausnahmen die Ursachen der aufgetretenen Ausnahmen.

  8. Sie entscheiden, ob Sie die entsprechende Ausnahme in der Liste zum Löschen freigeben, indem Sie das entsprechende Kennzeichen in der Spalte Nachrichtenstatus setzen.

  9. Wenn die gewählte Ausnahme zurzeit für Sie nicht von Bedeutung ist, geben Sie ein Wiedervorlagedatum ein und sichern Ihre Eingabe.

Beispiel

Zu hoher Bestand auf Grund der vorgeschlagenen Bestellmenge

Wenn sehr hohe Bestellmengen den üblicherweise ausreichenden Bestand eines Produkts weit übertreffen, gibt das System automatisch eine Warnung aus. Das Zusammentreffen folgender Effekte kann zu einer zu hohen Bestellmenge führen:

  • positiver Trend

  • Verkaufsförderungsaktionen

  • Preissenkung

  • spezielle Kalendereffekte

  • Optimierung über eine große Zahl von Bedarfsperioden

  • hoher Mindestbestand

Der produktspezifische Höchstbestand ist in den Stammdaten festgelegt. Wenn Sie trotz der Nachricht der Ansicht sind, dass eine weitere Verarbeitung des Business-Objekts betriebswirtschaftlich vertretbar ist, setzen Sie für die entsprechende Ausnahme in der Spalte Status der Ausnahme ein Kennzeichen. Das System erkennt den Nachrichtenstatus bearbeitet und kann die entsprechende Ausnahme beim nächsten Reorganisationslauf löschen.

Weitere Informationen

F&R-Ausnahmen

Alert Monitor