Beschaffungsmengenberechnung bei der SNP-PP/DS-Umsetzung Für die Umsetzung von Aufträgen des
Supply Network Planning
(SNP) oder des
Capable-to-Match
(CTM) in Aufträge der
Produktions- und Feinplanung
(PP/DS) können Sie festlegen, wie PP/DS aus der Zugangsmenge eines SNP/CTM-Auftrags die Beschaffungsmengen der PP/DS-Aufträge ermittelt. Sie können zwischen folgenden Verfahren wählen:
PP/DS ermittelt die Beschaffungsmengen gemäß den Einstellungen im Lokationsproduktstamm.
PP/DS erzeugt einen PP/DS-Auftrag mit der Zugangsmenge des SNP-/CTM-Auftrags.
PP/DS ermittelt die Beschaffungsmengen aus dem Losgrößenintervall der PP/DS-Bezugsquelle, die durch das SNP-PPM vorgegeben ist.
PP/DS verwendet für die Beschaffungsmengenberechnung die Methode RRP_USEX_SNP2PPDS_LOTS, die Sie im BAdI /SAPAPO/RRP_SNP_CONV implementiert haben.
Hier ermittelt PP/DS die Beschaffungsmengen der PP/DS-Aufträge aus der Zugangsmenge des SNP/CTM-Auftrags, dem Baugruppenausschuss und den Losgrößeneinstellungen im Lokationsproduktstamm der Planversion. Als Losgrößenverfahren können Sie nur feste und exakte Losgröße verwenden. Wenn Sie ein anderes Losgrößenverfahren eingestellt haben, verwendet PP/DS automatisch die exakte Losgröße. Bei exakter Losgröße beachtet PP/DS die Mindestlosgröße, die maximale Losgröße und die Rundungsparameter. Andere Parameter (z.B. den Sicherheitsbestand) beachtet PP/DS nicht:
Hier erzeugt PP/DS einen PP/DS-Auftrag mit der Zugangsmenge des SNP-/CTM-Auftrags. Bei eigengefertigten Produkten beachtet PP/DS den Baugruppenausschuss aus dem Lokationsproduktstamm. Die Beschaffungsmenge eines Eigenfertigungsauftrags ist also entsprechend größer. PP/DS beachtet die Rundungseinstellungen aus dem Lokationsproduktstamm. Die Mindestlosgröße und die maximale Losgröße beachtet PP/DS nicht.
Diese Option können Sie nur verwenden, wenn PP/DS die durch SNP/CTM vorgegebenen Bezugsquelle (PP/DS-PPM oder Transportbeziehung) verwenden soll. In der PP/DS-Bezugsquelle müssen Sie dazu die minimale und die maximale Losgröße explizit angegeben haben, d.h. Sie dürfen keine Default-Werte verwenden. (Wenn die minimale oder die maximale Losgröße nicht explizit angegeben ist, verwendet das System die Losgrößeneinstellungen aus dem Lokationsproduktstamm der Planversion; siehe oben.)
Das System unterscheidet zwischen folgenden Fällen:
Die Zugangsmenge des SNP-Auftrags ist kleiner als die minimale Losgröße .
Hier legt PP/DS einen PP/DS-Auftrag mit einer Zugangsmenge in Höhe der minimalen Losgröße an, d.h. PP/DS rundet die Zugangsmenge auf.
Die Zugangsmenge des SNP-Auftrags ist größer als die minimale Losgröße und kleiner oder gleich der maximalen Losgröße .
Hier legt PP/DS einen PP/DS-Auftrag an, der dieselbe Zugangsmenge wie der SNP-Auftrag hat.
Die Zugangsmenge des SNP-Auftrags ist größer als die maximale Losgröße .
Hier splittet PP/DS die Zugangsmenge des SNP-Auftrags in Teilmengen von der Größe der maximalen Losgröße und legt PP/DS-Aufträge mit dieser Zugangsmenge an. Für die Restmenge legt PP/DS einen Auftrag an, dessen Zugangsmenge PP/DS nach den Fällen 1 und 2 ermittelt.
PP/DS beachtet den Baugruppenausschuss und die Rundungseinstellungen aus dem Lokationsproduktstamm. Die Mindestlosgröße und die maximale Losgröße aus dem Lokationsproduktstamm beachtet PP/DS nicht.
Um die PP/DS-Aufträge anzulegen, verwendet PP/DS die Bezugsquelle, die es mit der automatischen Bezugsquellenermittlung des PP/DS ermittelt, oder die durch SNP vorgegeben ist. Weitere Informationen finden Sie unter Bezugsquellenermittlung bei der SNP-PP/DS-Umsetzung.