Feste LosgrößeSie wählen eine feste Losgröße, wenn fertigungs- oder prozessbedingte Einschränkungen, wie z.B. Palettengröße oder Tankinhalte, dies erfordern. Bei diesem Losgrößenverfahren muss die Beschaffungsmenge eines Zugangs gleich der festen Losgröße sein. Um einen ungedeckten Bedarf zu decken, muss das System abhängig von der Bedarfsmenge mindestens einen Zugang mit einer Beschaffungsmenge in Höhe der festen Losgröße anlegen, wobei der Wunschverfügbarkeitstermin der Zugänge der Bedarfstermin ist.
Sie können dieses Losgrößenverfahren nicht mit Mindestlosgröße , maximaler Losgröße oder mit Rundung kombinieren.
Hinweis
Beachten Sie, dass im SAP R/3 die feste Losgröße anders interpretiert wird; der Unterschied macht sich bei eigengefertigten Produkten bemerkbar, bei denen Baugruppenausschuss anfällt: Im SAP R/3 ist nicht die Beschaffungsmenge, sondern die Gutmenge eines Zugangs gleich der festen Losgröße. Mit Baugruppenausschuss ist die Beschaffungsmenge eines Zugangs daher größer als die feste Losgröße.
Damit das System dieses Losgrößenverfahren verwendet, müssen Sie an der für die Applikation relevanten Stelle (z.B. Lokationsproduktstamm oder Heuristikeinstellungen) das Losgrößenverfahren
Feste Losgröße
und einen Wert für die feste Losgröße angegeben haben.
Sie haben für ein eigengefertigtes Produkt eine feste Losgröße von 50 Stück eingestellt. Das System darf also zur Deckung von Bedarfen nur Zugänge mit einer Beschaffungsmenge von jeweils 50 Stück anlegen. Um einen ungedeckten Bedarf von 100 Stück zu decken, müssen mit Berücksichtigung eines Baugruppenausschusses von 20 % insgesamt 125 Stück produziert werden. Das System legt also drei Zugänge mit je 50 Stück an, wobei die Gutmenge jedes Zugangs 40 Stück beträgt.