Produktionsplanung
Um das Planauftragsmanagement einsetzen zu können, haben Sie die Produktionsplanung durchgeführt:
SAP APO arbeitet in der Regel in Verbindung mit einem OLTP-System. Sie verwenden als OLTP-System ein SAP-DI-System (SAP Discrete Industries).
Das OLTP-System versorgt SAP APO über die CIF-Schnittstelle mit den erforderlichen planungsrelevanten Daten.
In SAP APO wird die Planung vorgenommen.
Sie verwenden das integrierte Produkt- und Prozess-Engineering (iPPE) in einem SAP-DI-System (ab Release SAP DI 4.6B) und legen die erforderlichen Stammdaten an.
Wenn Sie die Serienfertigung mit dem iPPE verwenden, legen Sie die Linienstruktur, die Prozessstruktur und die Produktstruktur an.
Wenn Sie die werkstattorientierte Fertigung im iPPE verwenden, legen Sie die Prozessstruktur und die Produktstruktur an. In diesem Fall wird keine Verbindung zu einer Linienstruktur gepflegt. Das System bestimmt die Reihenfolge, in der die einzelnen Aktivitäten in der werkstattorientierten Fertigung aufeinanderfolgen, aus den Anordnungsbeziehungen zwischen den Aktivitäten, die in der Prozessstruktur festgelegt werden.
Sie erfassen Kundenaufträge und Vorplanungsbedarfe im SAP-DI-System.
Damit das SAP-DI-System SAP APO über die CIF-Schnittstelle mit den erforderlichen planungsrelevanten Daten versorgt, haben Sie ein Integrationsmodell angelegt. Um ein Integrationsmodell anzulegen, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access
aus .
Sie übertragen die iPPE-Daten an SAP APO.
Bei der Serienfertigung wird zu jeder Linie, die Sie im SAP-DI-System anlegen, in SAP APO eine Linienressource generiert. Die Linienressource bildet die Grundlage für die Produktionsplanung für die getaktete Fließ- und Serienfertigung in SAP APO.
Bei der werkstattorientierten Fertigung wird zu jeder iPPE-Produktionsressource, die Sie einer Aktivität im Modus zugeordnet haben, in SAP APO eine Ressource (z.B. eine Single-Activity-Ressource) generiert. Diese Ressource bildet die Planungsgrundlage für die werkstattorientierte Fertigung in SAP APO.
Sie nehmen in SAP APO die Einstellungen für die interaktive Planung im PP/DS vor, z.B. den Fabrikkalender und den Propagierungsbereich.
Sie übertragen die erforderlichen Bewegungsdaten, wie z.B. Planprimärbedarfe, Kundenaufträge, Bestände.
Sie definieren die planungsrelevanten Stammdaten in SAP APO nach folgenden Aktivitäten:
Im Produktstamm legen Sie fest, ob die Planung mit Einzelauflösung des iPPE oder mit Matrixauflösung erfolgen soll.
Für die Ressource definieren Sie gegebenenfalls Raten, Schichtmodelle und Pausenzeiten.
Sie führen für das zu planende Produkt einen Planungslauf in SAP APO durch:
Um die Bedarfe der erforderlichen Komponenten zu ermitteln, können Sie festlegen, dass beim Planungslauf das iPPE einzeln aufgelöst werden soll.
Den Planungslauf können Sie ausgehend von der Produktsicht oder ausgehend von der Produktplantafel starten oder als Hintergrundplanung durchführen.
Sie starten den Modell-Mix-Planungslauf, um die Planung für eine Planversion und eine Linienstruktur durchzuführen. Mithilfe der Modell-Mix-Planung erzeugt SAP APO für die Kundenaufträge passende Planaufträge, bestimmt die Reihenfolge dieser Planaufträge auf einer Linie und damit die Start- und Endtermine.
Die Planung der für die Aufträge erforderlichen Komponenten ist in den Planungslauf der Modell-Mix-Planung integriert. Je nach Einstellung im Produktstamm des zu planenden Produktes ermittelt SAP APO die erforderlichen Komponenten mithilfe der Planungsmatrix oder durch Einzelauflösung des iPPE.
Weitere Informationen über den Planungsprozess für die Serienfertigung von konfigurierbaren und nicht konfigurierbaren Produkten mit SAP APO und SAP DI finden Sie unter Serienfertigung mit dem integrierten Produkt- und Prozess-Engineering (iPPE).