
Die Process-Integration-Szenario-Designumgebung im Enterprise Services Builder erlaubt keine qualifizierte Darstellung von Verzweigungen (AND, OR, XOR) oder anderer komplexer Prozessmodellierungskonstrukte.
Bei der Darstellung verschiedener Ablaufvarianten muss ein guter Kompromiss zwischen der Verständlichkeit von Process-Integration-Szenarien einerseits und der Anzahl von getrennt definierten Process-Integration-Szenarien andererseits gefunden werden.
Es gelten folgende Konventionen:
Gibt es optionale Actions (und Kommunikationsschritte), die durchlaufen werden können oder auch nicht, dann sollten diese in das Process-Integration-Szenario aufgenommen werden und in der Dokumentation als optional deklariert werden. Das Process-Integration-Szenario wird so verstanden, dass die optionalen Schritte nicht unbedingt zur Ausführung kommen müssen.
Gibt es verschiedene Branches in der Prozesslogik (OR, XOR), deren Zweige in verschiedenen Anwendungskomponenten liegen, dann sollten beide Zweige in das Process-Integration-Szenario aufgenommen und in der Dokumentation erklärt werden.
Gibt es verschiedene Branches in der Prozesslogik (OR, XOR), deren Zweige in derselben Anwendungskomponente liegen, dann sollte überlegt werden, ob die Branches unbedingt modelliert werden müssen.
Die Process-Integration-Szenario-Designumgebung im Enterprise Services Builder erlaubt kein explizites Variantenmanagement. Daher wird empfohlen, verschiedene Varianten möglichst in ein Process-Integration-Szenario aufzunehmen. Sollte jedoch dadurch die Komplexität unverhältnismäßig zunehmen, oder sollte das Verständnis unverhältnismäßig erschwert werden, dann wird die Modellierung der Variante als separater Component View desselben Process-Integration-Szenarios empfohlen.