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Allgemeines ModellierungskonzeptLocate this document in the navigation structure

Verwendung

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen das allgemeine Modellierungskonzept vor, an dem sich das Design von Process-Integration-Szenarien im Enterprise Services Builder orientiert.

  • An einem Process-Integration-Szenario (= kollaborativer Prozess) sind mehrere logische Teilnehmer beteiligt. Diese Teilnehmer werden durch Anwendungskomponenten dargestellt.

  • Innerhalb der einzelnen Anwendungskomponenten laufen lokale (private) Prozesse ab.

    • Im Process-Integration-Szenario müssen die Teile des lokalen Prozesses abgebildet werden, die im Gesamtprozess öffentlich sichtbar sind (d.h. von anderen Teilnehmern gesehen bzw. verwendet werden).

    • Alle anderen Teile des lokalen Prozesses sind private Teile der Anwendungskomponente. Sie werden nur dann im Process-Integration-Szenario abgebildet, wenn dies für das Verständnis unbedingt nötig ist.

    • Zur Abbildung der lokalen Prozesse dienen Actions (= in der Anwendungskomponente ablaufende Funktionen) und Sequences.

  • Im Process-Integration-Szenario werden zusätzlich die Interaktions- und Synchronisationspunkte zwischen den einzelnen Anwendungskomponenten abgebildet. Man spricht dabei auch von einem globalen Modell.

  • Dazu muss das Process-Integration-Szenario alle Kommunikationsschritte enthalten, die im Prozess potenziell auftreten können.

    • Kommunikationsschritte werden durch Verbindungen zwischen Actions verschiedener Anwendungskomponenten dargestellt.

    • Synchrone Kommunikation wird durch einen horizontalen Doppelpfeil dargestellt. Beide Actions befinden sich dabei in der Grafik auf der gleichen Ebene.

    • Asynchrone Kommunikation wird durch einen Pfeil dargestellt, der versetzt nach unten führt. Die Folge-Action liegt dabei auf einer tieferen Ebene als die Quell-Action.

  • Die Anordnung der Actions und Verbindungen in vertikaler Richtung (von oben nach unten) implizieren eine logische Reihenfolge zwischen den Schritten. Dies ist vergleichbar mit den UML Sequence Diagrams.

  • Das den Process-Integration-Szenarien zugrundeliegende Metamodell ist konform zur Beschreibung mit BPEL4WS. Dies erlaubt, auf einfache Weise aus einem Process-Integration-Szenario korrekte BPEL4WS -Dokumente zu erstellen, die den Prozess beschreiben.

Die Modellierung Ihrer Process-Integration-Szenarien muss den hier dargestellten Modellierungsgrundsätzen folgen. In den weiteren Abschnitten zur Modellierung finden Sie detaillierte Hinweise zur Modellierung der einzelnen Objekte innerhalb eines Process-Integration-Szenarios.