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 Bezugsquellenfindung bei der SNP-PP/DS-Umsetzung

Verwendung

Sie können in den Einstellungen für die Umsetzung von Aufträgen des Supply Network Planning (SNP) oder des Capable-to-Match (CTM) in Aufträge der Produktions- und Feinplanung (PP/DS) festlegen, wie PP/DS die Bezugsquellen für PP/DS-Aufträge ermittelt. Sie haben folgende Optionen:

PP/DS verwendet die automatische Bezugsquellenfindung im PP/DS.

PP/DS ermittelt die Bezugsquelle aus dem umzusetzenden SNP-/CTM-Auftrag.

Funktionsumfang

Automatische Bezugsquellenermittlung des PP/DS

Wenn Sie in den Heuristikeinstellungen das Kennzeichen SNP-Bezugsquellen verwenden nicht setzen, ermittelt PP/DS die Bezugsquelle (PPM-Plan, iPPE-Einstiegsobjekt, Laufzeitobjekt, Transportbeziehung oder Fremdbeschaffungsbeziehung) für einen PP/DS-Auftrag unabhängig von SNP oder CTM. Maßgeblich für die Bezugsquellenwahl sind folgende Faktoren:

die Beschaffungsmenge des PP/DS-Auftrags, die PP/DS zuvor mit der Beschaffungsmengenberechnung ermittelt hat

die im Lokationsproduktstamm festgelegte Beschaffungsart und die Beschaffungspriorität

Wenn PP/DS für die Beschaffungsmenge keine gültige Bezugsquelle findet, kann PP/DS den PP/DS-Auftrag nur dann anlegen, wenn Sie es in der Planversion eingestellt haben; dann legt PP/DS einen Planauftrag ohne Bezugsquelle an.

Ermittlung der Bezugsquellen aus dem SNP-/CTM Auftrag

Wenn Sie in den Heuristikeinstellungen das Kennzeichen SNP-Bezugsquellen verwenden setzen, gibt SNP oder CTM die Bezugsquelle vor, die PP/DS verwenden soll. Wenn Sie diese Option für Eigenfertigung verwenden wollen, müssen Sie im PP/DS mit PPMs planen.

Bei Fremdbeschaffung verwendet PP/DS die Transportbeziehung aus dem SNP-/CTM-Auftrag.

Bei Eigenfertigung ermittelt PP/DS das PP/DS-PPM wie folgt:

Wenn CTM einen Planauftrag mit einem PP/DS-PPM angelegt hat, verwendet PP/DS für den PP/DS-Planauftrag dasselbe PP/DS-PPM.

Wenn SNP oder CTM einen Planauftrag mit einem manuell angelegten SNP-PPM angelegt hat, verwendet PP/DS das PP/DS-PPM, das Sie manuell in diesem SNP-PPM eingetragen haben. Im PP/DS-PPM kann es für einen Vorgang verschiedene Modi geben. Bei der Einplanung des PP/DS-Auftrags wählt PP/DS die Modi automatisch nach Priorität und Termin aus.

Wenn SNP oder CTM einen Planauftrag mit einem automatisch generierten SNP-PPM angelegt hat, verwendet PP/DS das PP/DS-PPM, aus dem Sie das SNP-PPM generiert haben.

Der Plan eines PP/DS-PPMs kann verschiedene Moduskombinationen zulassen. Im PP/DS-Plan können Sie z.B. festlegen, dass eine Aktivität auf den Ressourcen A oder B, die nachfolgende Aktivität auf den Ressourcen C und D durchgeführt werden kann. In diesem Beispiel gibt es für die aufeinanderfolgenden Aktivitäten die Moduskombinationen AC, AD, BC und BD. Mit der automatischen PPM-Generierung können Sie für jede mögliche Moduskombination im Plan eines PP/DS-PPMs ein SNP-PPM generieren. Unter diesen SNP-PPMs kann SNP bei der Bezugsquellenermittlung wählen. Bei der Umsetzung eines SNP-Planauftrags in einen PP/DS-Planauftrag verwendet PP/DS das PP/DS-PPM mit der entsprechenden Moduskombination. Hier legt der SNP/CTM-Auftrag also nicht nur die Bezugsquelle, sondern auch die Modusauswahl fest.

Anschließend bestimmt PP/DS die Beschaffungsmengen der PP/DS-Aufträge und legt die Aufträge mit der Bezugsquelle an, die durch SNP/CTM vorgegeben ist. PP/DS kann diese Bezugsquelle aber nur dann verwenden, wenn sie für die durch PP/DS ermittelte Beschaffungsmenge gültig ist. Stimmen Sie die PP/DS-PPMs und die SNP-PPMs entsprechend aufeinander ab. Weitere Informationen finden Sie unter Integration von SNP und PP/DS .