
Kunden oder Partner müssen Datentyp-Erweiterungen in einer eigenen Software-Komponentenversion und einen eigenen Namensraum anlegen. Diese Software-Komponentenversion muss auf der SAP-Software-Komponentenversion basieren, in der der zu erweiternde Datentyp definiert ist.
Weitere Informationen: Zusätzliche Softwareabhängigkeiten definieren .
Der ES Builder erkennt Änderungen an bereits importierten Software-Komponentenversionen nicht. Wenn Sie also nachträglich Abhängigkeiten zwischen Software-Komponentenversionen definieren, die bereits importiert wurden, müssen Sie die überliegende Software-Komponentenversion nochmals in den ES Builder importieren. Bereits angelegte Objekte gehen dabei nicht verloren.
SAP-Anwendungen können es Kunden erlauben, den Quellcode der Anwendung modifikationsfrei zu erweitern damit kundenspezifische Anforderungen erfüllt werden können, die über die Standard-Auslieferung hinaus gehen. Die Anwendungen können hierfür beispielsweise Business Add-Ins (BAdIs) verwenden. Darüber hinaus können Kunden Datentyp-Erweiterungen für Datentypen der Klassifikation frei modellierter Datentyp oder aggregierter Datentyp im ES Repository definieren. Wenn die dort entwickelten Service-Interfaces für den Austausch von Messages genutzt werden, können die Kunden mit Hilfe dieser Erweiterungen zusätzliche Daten mit einer Message übermitteln, auf die sie dann zum Beispiel über BAdIs zugreifen.
Der erweiterte Datentyp wird auf der Registerkarte Erweiterter Datentyp angezeigt.
Verwendung von Datentyp-Erweiterungen in ABAP
Um eine Datentyp-Erweiterung zu verwenden, legen Sie mit der ABAP-Proxy-Generierun Proxy-Objekte für die Datentyp-Erweiterung im Anwendungssystem an. (Beziehen Sie sich dabei auf die kundenspezifische Software-Komponentenversion.) Die ABAP-Proxy-Generierung bildet Datentyp-Erweiterungen auf APPEND-Strukturen im ABAP Dictionary ab.
Die ABAP-Proxy-Generierung legt keine generischen BAdIs im Anwendungssystem für den Zugriff auf die APPEND-Strukturen an.
Verwendung von Datentyp-Erweiterungen in Java
Es gibt kein Erweiterungskonzept in Java. Sie können nichtsdestotrotz Proxies für Service-Interfaces nachgenerieren, die auf Datentyp-Erweiterungen verweisen.
Die Elemente und Attribute der Erweiterung werden zwar von der Generierung erkannt, aber nicht besonders behandelt. Die generierten Objekte lassen keine Rückschlüsse zu, welche Klassen oder Attribute von der Datentyp-Erweiterung stammen. Es gibt also keine eigenen Java-Objekte für Erweiterungen.
Die Java-Proxy-Generierung kann nur Proxy-Objekte aus Service-Interfaces erzeugen. Gibt es mehrere Datentyp-Erweiterungen zu einem Datentyp, legt die Generierung einfach Proxy-Objekte für alle Datentyp-Erweiterungen an.
Die Java-Proxy-Generierung ist Teil des SAP NetWeaver Developer Studio.