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Zustellmodus der Eingangsverarbeitung konfigurierenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Über den Zustellmodus beeinflussen Sie Schritt 3 der Eingangsverarbeitung: Zustellung der Message an existierende Prozessinstanzen oder Starten einer neuen Prozessinstanz.

Weitere Informationen über Grundlagen der Eingangsverarbeitung finden Sie unter Eingangsverarbeitung konfigurieren

Für den Zustellmodus können Sie zwischen folgenden Einstellungen wählen:

  • Klassische Einstellung: Eingangsverarbeitung mit Zwischenspeichern (Voreinstellung)
  • Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern
    Hinweis

    Wir empfehlen, dass Sie die Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern verwenden, wenn die unten beschriebenen Voraussetzungen dies nicht ausschließen.

Klassische Einstellung: Eingangsverarbeitung mit Zwischenspeichern

Bei dieser Einstellung wird eine Message einer existierenden Prozessinstanz zugestellt, wenn diese eine passende aktive Korrelation hat. Dies geschieht unabhängig davon, ob ein entsprechender Empfangsschritt aktiv ist. Ist gerade kein Empfangsschritt aktiv, der diese Message empfangen kann, wird die Message in einer separaten, prozessinstanz-spezifischen Queue zwischengespeichert. Sobald der entsprechende Empfangsschritt erreicht wird, stellt das System ihm automatisch die zuerst empfangene Message aus dieser Queue zu, die die entsprechende Korrelation erfüllt.

Bei dieser Einstellung kann der Fall auftreten, dass eine Message aus dem Zwischenspeicher nicht mehr zugestellt wird, weil die entsprechende Prozessinstanz den Empfangsschritt nicht mehr erreicht. Diese Situation können Sie im CCMS-Alert-Monitor Unprocessed XML Messages erkennen.

Weitere Informationen: CCMS-Alert-Monitor

Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern

Bei der Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern erhält der qRFC-Eintrag einen Fehlerstatus, wenn eine Message zugestellt werden soll, für die kein Empfangsschritt aktiv ist. Die Message bleibt in der qRFC-Queue und die Message-Verarbeitung für diesen Prozesstyp wird gestoppt.

Die oben beschriebene Situation führt bei der Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern zu einem fehlerhaften Eintrag in der qRFC-Queue und kann somit leichter erkannt und behandelt werden.

Bestimmte Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern verwendet werden kann. Ist zum Zeitpunkt der Zustellung einer Message eine Korrelation aktiv, muss auch ein aktiver Empfangsschritt vorhanden sein. Unter Umständen müssen Sie die Definition des Prozesses anpassen.

Voraussetzungen für Eingangsverarbeitung ohne Zwischenspeichern

  • Die vorgesehene Verarbeitungsreihenfolge in der Prozessdefinition muss mit der Reihenfolge übereinstimmen, in der die Messages der Prozessinstanz zugestellt werden. Diese Reihenfolge muss durch den Quality of Service beim Senden der Message sichergestellt sein.
  • Die Verarbeitung, die auf einen Empfangsschritt folgt, muss synchron bis zum nächsten Empfangsschritt fortgesetzt werden können. In den beiden folgenden Fällen ist dies nicht gewährleistet:
    • Mit einem Warteschritt ist eine Verzögerung in den Prozess eingebaut. Die nächste Message kann nicht empfangen werden, bevor die angegebene Wartezeit verstrichen ist, weil der dazugehörige Empfangsschritt erst nach dem Warteschritt angelegt wird.

      Weitere Informationen: Warteschritt

    • Ein Empfangsschritt für die nächste Message ist in einen Terminüberwachungszweig eingebaut. Sie kann also so lange nicht empfangen werden, bis die definierte Frist für die Terminüberwachung überschritten wird.

      Weitere Informationen: Terminüberwachung

Können diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, prüfen Sie, ob Sie die Prozessdefinition anpassen können, wie folgendes Beispiel zeigt:

Der Prozess soll Message_1 vor Message_2 verarbeiten. Die Sendereihenfolge kann jedoch nicht beeinflusst werden. In diesem Fall fügen Sie die Empfangsschritte für Message_1 und Message_2 in zwei parallelen Zweigen eines parallelen Abschnitts ein und definieren, dass beide Zweige durchlaufen werden müssen, um den parallelen Abschnitt zu beenden.

Vorgehensweise

Sie können die Eingangsverarbeitung pro Prozesstyp und Mandant konfigurieren.

...

  1. Wählen Sie die Transaktion SWF_INB_CONF.

    Sie sehen nach Komponenten gruppiert alle Prozesse, die im Laufzeit-Cache vorhanden sind. Haben Sie für einen Prozess noch keine Konfigurationseinstellungen festgelegt, sehen Sie den Prozess in der Baumdarstellung unter dem Eintrag Initiale Konfiguration.

    Prüfen Sie die Statusanzeige für den Prozesstyp, für die Sie die Einstellungen ändern möchten. Solange der Status Rekonfiguration läuft (gelb) angezeigt wird, können Sie keine Änderungen vornehmen.

  2. Navigieren Sie zu dem Prozesstyp, für den Sie die Einstellungen ändern möchten.
  3. Um die Einstellungen für den gewünschten Prozesstyp anzuzeigen, markieren Sie den Prozesstyp und drücken die Eingabetaste.
  4. Wechseln Sie in den Änderungsmodus und wählen Sie im Feld Zustellmodus die gewünschte Option.

    Diese Transaktion prüft nochmals, ob die Queue gesperrt ist und kein Eintrag im Fehlerzustand vorliegt.

    Hinweis

    Die Einstellung Ohne Zwischenspeichern (veraltet) beschreibt eine Verarbeitungsstrategie, die durch die Strategie Ohne Zwischenspeichern abgelöst wurde. Sie steht nur vorübergehend aus Kompatibilitätsgründen zur Verfügung und sollte nicht gesetzt werden.