Berücksichtigung reihenfolgeabhängiger Rüstaktivitäten Bucket-orientierte Kapazitätsprüfung und Terminierung ist eine Grobplanung. Das heißt, die Vorgänge werden auf die Ressourcen ohne bestimmte Reihenfolge, u. U. auch aufeinander gestapelt, eingelastet. Daher würde das System bei reihenfogleabhängigen Rüstaktivitäten eine unrealistisch hohe Rüstzeit in den
Rüstmatrizen
ermitteln. Aus diesem Grund wird bei der Bucket-orientierten Kapazitätsprüfung eine
durchschnittliche Rüstdauer
eingesetzt oder ein Kapazitätsabschlag verwendet:
Die durchschnittliche Rüstdauer wird aus der
fixen
und
variablen Dauer
, die Sie für die
Rüstaktivität
im Plan (PPM oder PDS) gepflegt haben, gemäß folgender Formel berechnet:
Durchschnittliche Rüstdauer = Fixe Dauer + Variable Dauer x Auftragsmenge/ Output-Menge
Wenn Sie keine fixe oder variable Dauer für die Rüstaktivität gepflegt haben, dann wird die reihenfolgeabhängige Rüstaktivität bei der Bucket-orientierten Kapazitätsprüfung nicht berücksichtigt.
Auch nach der Durchführung der Feinplanung belastet die durchschnittliche Rüstdauer die Bucket-Kapazität. Daher können Kapazitätsauslastung und Kapazitätsangebot bei der zeitkontinuierlichen Kapazität und der Bucket-Kapazität unterschiedlich sein.
Alternativ kann der Kapazitätsbedarf der reihenfolgeabhängigen Rüstaktivität mit Hilfe eines
Bucket-Kapazitätsabschlags
, den Sie im Feld Bucket-Faktor an der Ressource angeben, bei der Bucket-orientierten Kapazitätsprüfung berücksichtigt werden. Hierfür muss der Anteil des Kapazitätsbedarfs der reihenfolgeabhängigen Rüstaktivität am gesamten Kapazitätsbedarf anhand von historischem Wert geschätzt werden. Das Bucket-Kapazitätsangebot der Ressourcewird dann prozentual um diesen Anteil reduziert.
Wenn die reihenfolgeabhängige Rüstaktivität mit Hilfe des Bucket-Kapazitätsabschlags bei der Planung berücksichtigt wird, wird häufig der
PP/DS-Bucket-Überlast-Alert
ausgelöst, da das Kapazitätsangebot der PP/DS-Bucket-Kapazität geringer ist als das Kapazitätsangebot derzeitkontinuierlichen Kapazität. Wenn die Kapazitätsauslastung der zeitkontinuierlichen Kapazität sich dem Wert 100 % nähert, ist die PP/DS-Bucket-Kapazität überlastet. Deshalb sollten Sie einen
Schwellenwert
im
PP/DS-Alert-Profil
für den
PP/DS-Bucket-Überlast-Alert
definieren, der den Bucket-Kapazitätsabschlag berücksichtigt.