Empfohlene Lagermenge Der Planungsservice „SPP: Service empfohlene Lagermenge“ ermittelt die empfohlene Lagermenge (RSQ), damit die Lagerverwaltung einplanen kann, wie viel Platz ein Produkt an einer bestimmten Lokation ungefähr in Anspruch nehmen wird.
Sie haben im Customizing des
Advanced Planning and Optimization
unter
ein Serviceprofil definiert. Diesem Serviceprofil haben Sie eine Zeitreihenkennung für Prognosedaten zugeordnet. Außerdem können Sie in der Spalte
Fixbed.
angeben, ob das System
Fixbedarfe
bei der empfohlenen Lagermenge berücksichtigen soll. Wenn Sie angegeben haben, dass das System Fixbedarfe berücksichtigen soll, können Sie in der Spalte
Horizont
angeben, die Fixbedarfe wie vieler Tage das System berücksichtigen soll.
Sie haben im Planungsservice-Manager (PSM) den Planungsservice „SPP: Service empfohlene Lagermenge“ (SPP_INVP_RSQ_SERVICE) eingeplant. Weitere Informationen finden Sie unter Nutzung des Planungsservice-Managers für die Ersatzteilplanung und unter PSM-Services für die Bestandsplanung .
Der Bestandsplanungsservice ermittelt die empfohlene Lagermenge nach folgender Formel:
RSQ = Sicherheitsbestand + optimale Bestellmenge – (optimale Bestellmenge aller Unterlokationen mit dem Kennzeichen
Geplant als Push)
Wenn Sie im Serviceprofil für die empfohlene Lagermenge angegeben haben, dass das System Fixbedarfe bei der Ermittlung der empfohlenen Lagermenge berücksichtigen soll, berechnet es die empfohlene Lagermenge nach folgender Formel:
RSQ = Sicherheitsbestand + optimale Bestellmenge – (optimale Bestellmenge aller Unterlokationen mit dem Kennzeichen
Geplant als Push
) + Fixbedarfe
Wenn eine Distributionsstruktur (BOD) Lokationen mit dem Deployment-Kennzeichen
Geplant als Push
beinhaltet, werden nicht alle
Fixbedarfe
der Lokationen tatsächlich an den Lokationen gelagert.Das System ermittelt die Menge der tatsächlichen Fixbedarfe, die an den Lokationen gelagert werden, mit Hilfe der Verhältniszahlen (VHZ) der
Prognosedisaggregation
.
Beispiel
Folgende Grafik stellt eine dreistufige BOD dar. Lokation 1 ist die Eingangslokation. Ihr untergeordnet befinden sich auf der zweiten Ebene die Lokationen 2, 3 und 4.
Lokation 2 hat als Deployment-Kennzeichen
Geplant als Push
und als Disaggregationsverhältniszahl der Prognose 0,6.
Lokation 3 hat als Deployment-Kennzeichen
Geplant als Pull
und als Disaggregationsverhältniszahl der Prognose 0,3.
Lokation 4 ist eine virtuelle Unterlokationmit der Disaggregationsverhältniszahl der Prognose 0,1.
Lokation 5 hat als Deployment-Kennzeichen
Geplant als Push
und als Disaggregationsverhältniszahl der Prognose 0,45.
Lokation 6 hat als Deployment-Kennzeichen
Geplant als Pull
und als Disaggregationsverhältniszahl der Prognose 0,35.
Lokation 7 ist eine virtuelle Unterlokation mit der Disaggregationsverhältniszahl der Prognose 0,2.

Für die Lokationen dieser BOD sind in den Stammdaten oder der DRP-Matrix folgende Fixbedarfe (FB) gesichert:
L 1: FB = 50
L 2: FB = 30
L 4:FB = 40
L 5: FB = 30
L 7: FB = 20
Tatsächlich lagern Sie aber nur an den Lokationen 1, 2 und 5 Ware ein. Deshalb berechnet das System die Fixbedarfe für diese drei Lokationen:
tats. FB L 1 = (1 – VHZ L 2) x FB L 1 + FB L 4 = (1 – 0,6) x 50 + 10 = 30
tats. FB L 2 = VHZ L 2 x (1 – VHZ L 5) x FB L1 + (1 – VHZ L 5) x FB L 2 + FB L 7 = 0,6 x (1 – 0,45) x 50 + (1 – 0,45) x 30 + 20 = 53
tats. FB L 5 = VHZ L 2 x VHZ L 5 x FB L 1 + VHZ L 5 x FB L 2 + FB L 5 = 0,6 x 0,45 x 50 + 0,45 x 30 + 30 = 57
Auf der Basis dieser tatsächlichen Fixbedarfe ermittelt das System dann die empfohlenen Lagermengen für diese Lokationen.
Die empfohlene Lagermenge, die das System ermittelt hat, können Sie für jedes Lokationsprodukt in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte
SPP Bestandsplanung
im Feld
Empfohlene Lagermge.
ansehen. In diesem Feld können Sie die empfohlene Lagermenge, die das System ermittelt hat, auch für jedes Lokationsprodukt manuell überschreiben.