Bucket-orientierte Kapazitätsprüfung Die Bucket-Orientierte Kapazitätsprüfung stellt ein Verfahren dar, das es ermöglicht, im Rahmen einer CTP-Prüfung die Kapazitätsverfügbarkeit von wichtigen Ressourcen zu überprüfen und die notwendige Kapazität zu reservieren. Sie basiert auf den PP/DS-Buckets, die Sie für wichtige Ressourcen (Engpassressourcen) in der anlegen können.
Das Hauptziel der Bucket-orientierten Kapazitätsprüfung in der CTP-Prüfung ist es, die Kapazitätsauslastung zu verbessern, indem eine lückenhafte Kapazitätsbelegung, wie sie bei Verwendung der finiten Planung auf Basis der zeitkontinuierlichen Kapazität entstehen kann, vermieden wird. Siehe auch: Finite Planung auf Basis der zeitkontinuierlichen Kapazität
Durch die Verwendung der Bucket-orientierten Kapazitätsprüfung wird eine bessere Kapazitätsauslastung erreicht, indem das System die verfügbare Kapazität pro Periode (Bucket) prüft und reserviert. Ein Bucket kann dabei z.B. einen Tag oder eine Woche umfassen. Aufgrund der periodenorientierten Kapazitätsprüfung kann das System viel mehr Aufträge einlasten, da das System versucht, die Kapazität eines Buckets, z.B. einen Tag mit 8 h Produktivzeit, möglichst vollständig auszunutzen.
Vorteile der Bucket-orientierten Kapazitätsplanung:
Das System ermittelt realisierbare Liefertermine und legt die Planaufträge mit relativ hoher Kapazitätsauslastung an.
Aufgrund der vereinfachten Kapazitätsprüfung und Terminierung kann das System sehr schnell Planaufträge zur Deckung der Kundenbedarfe generieren. Der Vertriebsmitarbeiter kann unabhängig vom Produktionsplaner Kundenaufträge verbindlich bestätigen.
Innerhalb einer CTP-Prüfung können mehrere Ressourcen finit beplant werden, ohne dass sich die Durchlaufzeit erhöht.
Sie haben die Einstellungen für die Bucket-orientierte Kapazitätsprüfung vorgenommen.
Sie erfassen den Kundenauftrag.
Im CTP-Prozess wird für den neu eingehenden Kundenauftrag in SAP APO eine ATP-Prüfung durchgeführt. Wenn das Produkt in der gewünschten Menge zum Bedarfstermin nicht bestätigt werden kann, dann ruft das System die Produktions- und Feinplanung auf. Der Bedarf wird ans PP/DS übergeben.
Das System legt temporäre Planaufträge an.
Im PP/DS findet eine Bezugsquellenermittlung, eine Planauflösung und eine Terminierung statt. Bei der Terminierung terminiert das System den Planauftrag ausgehend vom Wunschtermin rückwärts. Abhängig von der Losgröße legt das System temporäre Planaufträge an.
Das System führt die Bucket-orientierte Kapazitätsprüfung durch.
Das System prüft ausgehend vom Wunschtermin des Auftrages rückwärts unter Berücksichtigung der Constraints, wie z.B. Anordnungsbeziehungen, Wunschtermin usw., ob ausreichend freie Bucket-Kapazitätfür den Vorgang zur Verfügung steht. Wenn ja, dann wird für den Vorgang die benötigte Bucket-Kapazität reserviert. Parallel wird der Vorgang infinit auf der zeitkontinuierlichen Kapazität terminiert. Daraus kann das System den Verfügbarkeitstermin des Planauftrages ermitteln und einen Bestätigungstermin berechnen.
Wenn zum gewünschten Termin nicht mehr genügend Bucket-Kapazität verfügbar ist, dann sucht das System in Planungsrichtung rückwärts nach freier Kapazität. Ist dies nicht erfolgreich, dann erfolgt die Suche nach freier Kapazität in Planungsrichtung vorwärts.
Sie sichern den Kundenauftrag.
Sie führen zu einem späteren Zeitpunkt die Feinplanung durch.
Die Bucket-orientierte Kapazitätsprüfung im Rahmen des CTP-Prozesses generiert keinen zeitgenauen Produktionsplan, d.h. die Vorgänge der Aufträge können sich zeitlich auf den Ressourcen überlappen.
Wenn Sie einen zeitkontinuierlich finiten Produktionsplan (mit exakten Produktionsterminen) wünschen, dann müssen Sie anschließend eine Feinplanung durchführen. Siehe auch: Bucket-orientierte Kapazitätsprüfung und Feinplanung