Kundenauftragsmenge erhöhen Es kann vorkommen, dass der Kunde die gewünschte Menge erhöhen will, nachdem Sie den Kundenauftrag bereits geprüft und gesichert haben. Der Prozess beschreibt, wie das System vorgeht, wenn Sie die Auftragsmenge im Kundenauftrag erhöhen und dabei die Funktion Neuanlegen von Zugangselementen nicht einsetzen.
Sie erhöhen die Menge des Kundenauftrages.
Die Änderung wird an SAP APO übertragen. In den meisten Fällen ist das ATP-Customizing so eingestellt, dass SAP APO zunächst eine Verfügbarkeitsprüfung durchführen soll. Die Verfügbarkeitsprüfung findet den bereits vorhandenen Planauftrag.
Für die fehlende Restmenge wird die Produktions- und Feinplanung aufgerufen. Das System legt einen neuen (temporären) Planauftrag zur Deckung der fehlenden Menge an.
Aus dem Ergebnis der Verfügbarkeitsprüfung und der darauffolgenden Produktionsplanung erzeugt das System einen Liefervorschlag.
Nach dem Sichern des Kundenauftrages in R/3 wird der Kundenauftragsänderung ebenfalls in SAP APO gesichert.
In SAP APO wird nach der Verbuchung der Kundenauftragsänderung für das Endprodukt die Planung aufgrund des eingestellten Planungsverfahrens (
Planungsverfahren 3 Sekundärbedarfe sofort decken
) erneut angestoßen.
Diese erneute Planung kann je nach Einstellung und gewähltem Verfahren die Zugangselemente nochmals ändern. Dies kann je nach verwendeter Heuristik zu unerwünschten Nebeneffekten führen, wenn es zu Loszusammenfassungen kommt. Dies ist vor allem bei finiter Planung und/ oder Berücksichtigung von wichtigen Komponenten (
Planungsverfahren 1 Manuell mit Prüfung
) der Fall, wenn Vollieferung gewünscht ist. Bei Vollieferung werden unter Umständen bei der Planung aufgrund der Loszusammenfassung neue Termine ermittelt.
Hinweis
Um Loszusammenfassungen im nachgelagerten Planungsprozess zu vermeiden, verwenden Sie die Heuristik
SAP_PP_CTP
Planung von Unterdeckungsmengen für CTP
. Diese Heuristik bietet den Vorteil, dass in der nachgelagerten Planung die Zugangselemente wiederverwendet werden, auch wenn Sie aus Losgrößensicht nicht passend sind.
Diese Heuristik ist dem Planungsverfahren 3 bereits standardmäßig zugeordnet, d.h. wenn Sie dieses Standardplanungsverfahren dem Endprodukt und wichtigen Komponenten zugeordnet haben, dann können Sie die Nebeneffekte aufgrund von Loszusammenfassungen vermeiden.
Beispiele für die Auswirkungen einer Mengenerhöhung im Kundenauf trag bei Verwendung von loszusammenfassenden Heuristiken