Baugruppenvorplanung im CTP-Prozess Für die Planung wichtiger Baugruppen können Sie im CTP-Prozess die Planungsstrategie
Baugruppenvorplanung
einsetzen. Bei der Baugruppenvorplanung führen Sie bereits vor Eintreffen der Kundenaufträge eine Planung für die wichtigste Baugruppe durch, indem Sie für die Baugruppe
Planprimärbedarfe
erfassen. Für diese
Planprimärbedarfe
wird die Produktion angestoßen. Nach Eintreffen von Kundenaufträgen für die Endprodukte, in die die Baugruppe eingebaut wird, verrechnen sich die
Sekundärbedarfe
der Baugruppe mit den zuvor angelegten Planprimärbedarfen und verbrauchen die Zugangselemente, die das System bereits für die Baugruppe angelegt hat. Wenn der Sekundärbedarf die Planprimärbedarfsmenge übersteigt, dann muss das System beim Planungsverfahren
Sekundärbedarfe sofort decken
ein neues Zugangselement erzeugen bzw. bei
Manuell mit Prüfung
den Sekundärbedarf soweit in die Zukunft terminieren, bis ein passendes Zugangselement gefunden wird.
Sie tragen in SAP APO im Produktstamm der Baugruppe die Strategie
20 Vorplanung mit Endmontage
ein und setzen das Kennzeichen
Baugruppenvorplanung
.
Für eine Komponente/Baugruppe, die mit dem Planungsverfahren
Manuell mit Prüfung
oder
Sekundärbedarfe sofort decken
geplant wird, sollten Sie den
Verrechnungsmodus
Rückwärts-/Vorwärtsverrechnung
einstellen und als
Verrechnungsintervall
999 Tage rückwärts
und
999 Tage vorwärts
einstellen. Damit stellen Sie sicher, dass jeder Sekundärbedarf im Nachhinein auch wirklich verrechnet werden kann.
Das System legt für die Sekundärbedarfe, die innerhalb einer CTP-Prüfung für die Baugruppe mit der Strategie
Baugruppenvorplanung
angelegt werden, die
ATP-Kategorie
ID (Temporärer Bedarf Baugruppenvorplanung) an. Damit wird sichergestellt, dass die Sekundärbedarfe nicht sofort mit den Planprimärbedarfen verrechnet werden. Bei der
Nettobedarfsrechnung
, die auf Grundlage der Planungsverfahren
Sekundärbedarfe sofort decken
oder
Manuell mit Prüfung
während der CTP-Prüfung durchgeführt wird, werden die unverrechneten Planprimärbedarfe ebenfalls nicht berücksichtigt. Dadurch wird eine korrekte Vorwärtsterminierung gewährleistet. Auf diese Weise werden auch Inkonsistenzen vermieden, wenn man die CTP-Prüfung vor dem Sichern abbricht.
Wenn Sie die CTP-Prüfung sichern, dann setzt das System die temporäre ATP-Kategorie ID in die bleibende Kategorie der Sekundärbedarfe AY um.Anschließend stößt das System die Verrechnung der Sekundärbedarfe mit den Planprimärbedarfen an. Bei einer Umlagerung passiert prinzipiell das gleiche. Die "eigentliche" Kategorie des Umlagerungsbedarfs ist BH. Auch hier verwendet das System temporär bei der CTP-Prüfung für den Umlagerungsbedarf die Kategorie ID. Das System ersetzt diese ATP-Kategorie beim Sichern des Kundenauftrages durch die Kategorie BH.