Ratenabhängige TaktzeitDiese Funktion können Sie einsetzen, wenn Sie eine Änderung der Produktionsvolumen mit einer Änderung der Geschwindigkeit Ihrer Fertigungslinie ausgleichen. Das bedeutet, daß Sie nicht nur weniger oder mehr Produkte pro Zeit auf die Fertigungslinie auflegen, sondern auch die Bandgeschwindigkeit verändern. Damit ist die Zeit, die in einem Takt zur Bearbeitung eines Produktes zur Verfügung steht, abhängig von aktuell gültigen Produktionsrate.
Die ratenabhängige Taktterminierung ist die Form der Taktterminierung, die in der Praxis am meisten Anwendung findet.
Die Terminierung mit der ratenabhängigen Taktzeit können Sie für die
Modell-Mix-Planung
und für die Taktterminierung, die Sie ausgehend von der
Produktplantafel
aufrufen können, einsetzen
Sie haben in der Linienressource im Register
Standardkapazität
das Kennzeichen
ratenunab. Taktz
. nicht selektiert.
Sie haben die Produktionsrate festgelegt, indem Sie bei der Pflege der Linienressource ein
Ratenmodell
unter
Definitionen
angelegt haben, wo Sie die Produktionsrate in den Feldern
Anzahl Mengeneinheiten
und
Anzahl Zeiteinheiten
angeben. Anschließend haben Sie das Ratenmodell der
aktiven Angebotsvariante
zugeordnet. Die
aktive Angebotsvariante
haben Sie im Register
Allgemeine Daten
der Linienressource eingetragen.
Bei der Taktterminierung multipliziert das System die Taktzeit mit der Taktanzahl des längsten Pfades durch die Linie. Wenn zum Zeitpunkt der Terminierung eine gültige Produktionsrate existiert, bestimmt der Kehrwert dieser Rate die Taktzeit. Diese Taktzeit bestimmt, in welchen Zeitabständen ein Produkt auf die Linie kommt und sie wieder verläßt. Weiterhin bestimmt Sie, welche Zeit in einem Takt der Linie zur Bearbeitung des Produkts zur Verfügung steht.
Wenn Sie für die aktuelle Periode keine gültige Produktionsrate angegeben haben, verwendet das System die Basisrate der Linie statt dessen. Sie sollten also die Basisrate als Standardrate für eine normale Beschäftigung auslegen und beispielsweise für saisonale Schwankungen eine Produktionsrate definieren.
Die Taktterminierung mit ratenabhängiger Taktzeit läßt sich anhand folgender Formel verdeutlichen:
Hinweis
Die hier angegebenen Formel ist vereinfacht. Das System berücksichtigt bei der Taktterminierung auch Arbeitspausen und Wartezeiten, die sich beispielsweise in einem Puffer ergeben können.
Das folgende Beispiel zeigt ein einfaches Beispiel für die Taktterminierung mit ratenabhängiger Taktzeit. Die Linie hat insgesamt 3 Takte und die Produktionsrate ist 6 St/h. Aus dem Kehrwert der Produktionsrate ergibt sich eine Taktzeit von 10 Minuten. Die Basisrate wird in diesem Fall nicht berücksichtigt.