Verarbeitung von aus SAP APO empfangenen Netzplänen in SAP R/3 Die Daten, die in den Projektaufträgen der Produktions- und Feinplanung (PP/DS) in SAP APO erzeugt oder geändert wurden, werden an SAP R/3 übertragen. Dieser Vorgang wird als Veröffentlichung von Planungsergebnissen bezeichnet. In SAP APO gibt es zwei Arten der Veröffentlichung: die direkte und die periodische Veröffentlichung. Mit Hilfe der Transaktion /SAPAPO/C4 können sie zwischen den beiden auswählen. SAP APO überträgt Netzplanköpfe, Vorgänge und Komponentenbedarfe an SAP R/3.
Weitere Informationen zu dieser Art der Übertragung finden Sie unter Veröffentlichung von Planungsergebnissen .
Netzplankopf
SAP APO überträgt die Netzplannummer und den Udate-Zähler an SAP R/3.
Während der Verarbeitung der Netzpläne
werden die Netzpläne gesperrt. Wenn ein Netzplan nicht gesperrt werden kann, wird die Verarbeitung abgebrochen und das System versucht automatisch, die Verarbeitung zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.
Auf der Grundlage der Customizing-Einstellungen für den Update-Zähler prüft das System, ob die in SAP APO vorgenommenen Änderungen auf der aktuellen Version des Netzplans in SAP R/3 basieren. Falls nicht, wird die Verarbeitung abgebrochen gemäß der Customizing-Einstellungen oder die nicht aktuellen Netzpläne werden erneut an SAP APO übertragen. Weitere Informationen zu Update-Zählern finden Sie unter Systemübergreifende Update-Logik .
Die Vorgänge des Netzplans werden nicht aktualisiert, wenn der Netzplan explizit in Tabelle
CT_AUFNR_SCHED_IN_R3
in Methode
CHANGE_NETWORK_INBOUND
in BAdI
BADI_CIF_NETW_IN
aufgelistet ist (d.h. die Kapazitätsbedarfe des Netzplans werden in SAP R/3 geplant). Die Vorgänge des Netzplans werden auch dann nicht aktualisiert, wenn die Netzplanvorgangstermine, die aus SAP APO empfangen wurden, sich
nicht
von denen in SAP R/3 unterscheiden.
Der erste Starttermin aller Netzplanvorgänge wird als eingeplanter Starttermin eingegeben, und der letzte Endtermin aller Vorgänge wird als eingeplanter Endtermin eingegeben. Die Felder für den Auftragsstarttermin und den Auftragsendtermin werden nicht geändert.
Netzpläne, die von SAP APO an SAP R/3 gesendet und in SAP R/3 aktualisiert wurden, werden nicht direkt an SAP APO zurückübertragen.
Vorgänge
Während der Verarbeitung der Vorgänge
prüft das System, ob die Vorgänge Aktualisierungen zulassen. Vorgänge mit dem Status ‚gelöscht‘, ‚Löschvormerkung‘, technisch abgeschlossen‘ und ‚gesperrt‘ können nicht aktualisiert werden. In diesen Fällen wird die Verarbeitung der SAP Logical Unit of Work(SAP LUW) abgebrochen.
Die Start- und Endtermine aus SAP APO werden auf die Felder der frühesten und spätesten Termine des Vorgangs in SAP R/3 geschrieben. Der Vorgang erhält dann den Status ‚Termin von externem System gesetzt‘, damit die Einplanung den Vorgang nicht bewegt, und den Status ‚Eingeplant‘, um sicherzustellen, dass einplanungsrelevante Felder nicht geändert werden können. Es werden keine Einplanungstermine gesetzt. Wenn sie die einplanungsrelevanten Felder ändern möchten, müssen Sie für den Netzplan das Programm
PRJ_DEALLOCATE_NETW_ACTIVITIES
in der Transaktion SE38 ausführen. Dieses Programm löscht die Status, und Sie können in die einplanungsrelevanten Felder Daten eingeben und die Termine während der Einplanung ändern.
Das System passt bei der Einplanung der betroffenen Netzpläne die Termine der Objekte unterhalb der Vorgänge wie beispielsweise die Termine der Komponentenbedarfe, Bestellanforderungen, Vorgangselemente etc. an.
Komponentenbedarfe
Während der Verarbeitung der Komponentenbedarfe
werden die oben genannten Daten jedes Mal übertragen, die Daten in SAP APO werden jedoch lediglich durch eine ATP-Prüfung geändert.
Wenn keine SAP-APO-Austauschbarkeit aufgetreten ist, werden die rückgemeldeten Mengen aus der ATP-Prüfung und das Fehlteilkennzeichen aktualisiert.
Die ‚rückgemeldete Menge in SAP R/3‘ = ‚rückgemeldete Menge in SAP APO‘ + ‚Entnahmemenge in SAP R/3‘ ist gesetzt, da sich die rückgemeldete Menge in SAP APO immer auf die noch offene Bedarfsmenge bezieht, während sich die rückgemeldete Menge in SAP R/3 immer auf die Bedarfsmenge bezieht.
Wenn eine SAP-APO-Austauschbarkeit aufgetreten ist, kann eine neue Folgereservierung erstellt und die Bedarfsmenge geändert werden, da ein Teil der ursprünglichen Bedarfsmenge auf die Ersatzkomponente übertragen wird.
Mit Hilfe von BAdIs in SAP R/3 und SAP APO können Sie die Übertragung der Daten steuern. Weitere Informationen finden Sie unter Erweiterungen für die Integration von Projektaufträgen/Netzplänen .