Verrechnungsverfahren In welcher Reihenfolge die Nettobedarfsrechnung Bedarfe und Zugänge verrechnet, hängt wie folgt vom verwendeten Verrechnungsverfahren ab:
FIFO-Verfahren
Beim FIFO-Verfahren (FIFO steht für
First in first out
) verrechnet das System Bedarfe und fixierte Zugänge in zeitlicher Reihenfolge.
Überschüsse vermeiden
Dieses Verfahren verwendet eine Verrechnungslogik, die möglichst wenig Überschüsse erzeugt.
Verspätungen vermeiden
Dieses Verfahren verwendet eine Verrechnungslogik, die möglichst wenig Verspätungen erzeugt.
In den Einstellungen der Heuristiken, welche die Standardnettobedarfsrechnung verwenden, können Sie zwischen den Verfahren wählen. Die Heuristik für die
Planung von Unterdeckungsmengen
und die
Aktionen
, die neue oder geänderte Sekundärbedarfe sofort decken sollen, verwenden das Verfahren
Überschüsse vermeiden
.
Wenn Sie die
Merkmalsabhängigen Planung
(CDP) einsetzen, beachtet die Nettobedarfsrechnung die Merkmalsanforderungen und -bewertungen der Bedarfe bzw. Zugänge. Aber auch hier verarbeitet die Nettobedarfsrechnung die Bedarfe und Zugänge streng nach der durch Reihenfolge, die das Verrechnungsverfahren vorgibt. Die Nettobedarfsrechnung versucht nicht, eine für den Materialfluss günstigere Lösung zu finden. Eine günstigere Reihenfolge kann es geben, wenn Sie Merkmale mit Mehrfachbewertungen, Merkmale mit Intervallen oder Merkmale ohne Bewertungen verwenden. Beachten Sie hierzu den SAP-Hinweis 526883.