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 Datenübertragung von Netzplanvorgängen

Netzplanvorgänge

Achtung Achtung

Folgendes gilt ebenfalls hauptsächlich für die Änderungsübertragung, Übertragungen zu Vergleichszwecken und die Auffrischungsübertragung. Auftretende Differenzen sind dokumentiert unter Änderungsübertragung und Löschung für Projektaufträge/Netzpläne , Übertragung zum Vergleich von Projektaufträgen/Netzplänen und Auffrischungsübertragung zur Aktualisierung von Projektauftrags-/Netzplandaten .

Ende der Warnung.

Hinweis Hinweis

Wenn der Netzplan bereits an SAP APO übertragen wurde und die Status ‚Von externem System eingeplant‘ und ‚Eingeplant‘ hat, können Sie in den einplanungsrelevanten Feldern keine Eingaben vornehmen. Um diese Felder zu aktivieren, müssen Sie das Programm PRJ_DEALLOCATE_NETW_ACTIVITIES aus Transaktionscode SE38 ausführen. Dieses Programm löscht die Status, und Sie können in die einplanungsrelevanten Felder Daten eingeben und die Termine während der Einplanung ändern.

Ende des Hinweises

Vorgangselemente und Unterobjekte (wie beispielsweise Kapazitätsbedarfe für ein Vorgangselement) werden nicht an SAP APO übertragen.

Vorgänge mit einer Dauer von Null (wie beispielsweise Kostenvorgänge) werden mit einer Dauer von 1 Sekunde übertragen.

Wenn ein Arbeitsplatz in einem Vorgang angegeben wird und die Dauer der Zeiteinheit gleich oder größer ist als ‚Tag‘, wird die Dauer um den Faktor für die tägliche Arbeitszeit der Ressource dividiert durch die Dauer eines Tages reduziert und anschließend an SAP APO übertragen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Start- und Endtermin und die Uhrzeiten in SAP R/3 und SAP APO übereinstimmen.

Beispiel Beispiel

Eine Dauer von einer Woche auf einer Ressource mit einer täglichen Arbeitszeit von zwölf Stunden wird als 12 / 24 x 7 x 24 = 84 Stunden Dauer übertragen, selbst wenn in SAP R/3 eine Woche = fünf Arbeitstage sind.

Ende des Beispiels.

Wenn in einem Vorgang kein Arbeitsplatz angegeben wird, wird die Dauer als Nettodauer interpretiert und übertragen. Gleiches geschieht, wenn ein Arbeitsplatz angegeben wird und die Dauer die Zeiteinheit ‚Tag‘ unterschreitet.

Wenn ein Vorgang endrückgemeldet ist, wird die Restdauer 0 an SAP APO übertragen. Der Vorgang kann dann in SAP APO nicht mehr geändert werden.

Wenn ein Vorgang technisch abgeschlossen ist, wird er mit dem Status ‚Endrückgemeldet‘ an SAP APO gesendet. Dadurch wird sichergestellt, dass der Vorgang in SAP APO sichtbar bleibt. Er kann jedoch nicht mehr geändert werden. Darüber hinaus gilt:

  • Die Kapazitätsdatensätze für technisch abgeschlossene Vorgänge werden in SAP R/3 gelöscht, also nicht an SAP APO übertragen, und die Referenz vom Vorgang auf die Ressource ist nicht mehr sichtbar.

  • Wenn für einen Vorgang keine Rückmeldungen vorhanden waren, als dieser technisch abgeschlossen war, wird der geplante Termin als Isttermin an SAP APO gesendet.

  • In SAP APO wird der Vorgang als ‚Endrückgemeldet‘ angezeigt, der Netzplan kann jedoch nur dann den Status ‚Teilrückgemeldet‘ oder ‚Endrückgemeldet‘ haben, wenn der entsprechende Status im Netzplankopf in SAP R/3 gesetzt wurde.

Wenn ein Vorgang in SAP R/3 einem PSP-Element zugeordnet ist, wird diese Zuordnung an den Vorgang in SAP APO übertragen. Inder Transaktion /SAPAPO/PRJ1 können Sie Projektaufträge über das PSP-Element auswählen. Weitere Informationen zu dieser Transaktion finden Sie unter Auswahl von Projektaufträgen in SAP APO .

Der SAP-R/3-Vorgangstext wird an SAP APO übertragen. Der Vorgangstext wird in der Standardsprache des RFC-Benutzers übertragen. Wenn keine Standardsprache angegeben wurde, verwendet das System die Anmeldesprache des Benutzers, der die Datenübertragung aus SAP R/3 an SAP APO anstößt.

Hinweis Hinweis

Wenn in Ihrem Unternehmen mehr als eine Sprache verwendet wird, können Sie Business Add-In (BAdI) /SAPAPO/PRJ_INBOUND, Methode CHANGE_DATA_BEFORE_LC_UPDATE implementieren, um Kopien von Texten (Parameter CT_OPRTEXT) in weiteren Sprachen zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Erweiterungen für die Integration von Projektaufträgen/Netzplänen .

Ende des Hinweises

In SAP APO werden alle Netzplanvorgänge mit der Kategorie Verarbeitung angelegt.

In SAP APO werden Vorgänge standardmäßig als Eingeplant angelegt. Wenn ein Vorgang in SAP APO ausgeplant wird, bleibt er auch dann ausgeplant, wenn der Auftrag erneut übertragen wird.

Die Restverarbeitungszeit aus SAP R/3 wird in Sekunden auf die Restverarbeitungszeit in SAP APO übertragen.

Wenn ein Projektauftrag in SAP R/3 eingeplant werden soll, was bedeutet, dass keine Kapazitätsbedarfe an SAP APO übertragen werden, werden die Vorgänge mit fixierten Terminen und dem Status Fixiert angelegt.

In SAP APO bleiben fixierte Vorgänge nach nachfolgenden Änderungsübertragungen fixiert, wenn sich die Vorgangsdauer nicht ändert.

In SAP APO wird ein teilrückgemeldeter Vorgang fixiert, wenn er nicht unterbrochen wird. Der Vorgang wird jedoch in der Vorgangsdarstellung als fixiert angezeigt.

Vorgänge ohne Kapazitätsbedarfe

Vorgänge ohne Kapazitätsbedarfe (d.h. Dummy-Vorgänge) werden ebenfalls mit den Projektaufträgen gespeichert. Im Einzelnen sind dies Vorgänge

  • die in SAP R/3 ohne Arbeitsplatz eingegeben wurden.

  • für die der Arbeitsplatz nicht an SAP APO übertragen wurde (beispielsweise ist der Arbeitsplatz nicht im aktiven Integrationsmodell enthalten, d.h. dass die Kapazitätsplanung für diesen Arbeitsplatz nicht in SAP APO erfolgen sollte, oder der Arbeitsplatz ist durch ein Business Add-In ausgeschlossen).

Im Vergleich zu anderen Auftragsarten sind in SAP APO Dummy-Vorgänge notwendig, da die Anordnungsbeziehungen in diesen Projektaufträgen weitaus komplexer sind. Bei der Einplanung eines solchen Vorgangs wird die Situation durch die Anordnungsbeziehungen zu anderen Vorgängen bestimmt. Diese Vorgänge werden ohne Kalender eingeplant, d.h. die Ressourcen sind permanent verfügbar. Solche Vorgänge werden nicht im Ressourcendiagramm in der Plantafel angezeigt. Sie können sie jedoch im Vorgangsdiagramm sehen.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie einzelne oder besondere Dummy-Vorgänge auf einem Fabrikkalender oder einem anderen Kalender einplanen und die Dummy-Vorgänge in der Plantafel sichtbar machen möchten, können Sie mit Hilfe von Kalenderressourcen Dummy-Kapazitätsbedarfe anlegen indem Sie ein Business Add-In (BAdI) implementieren. Sie können das BAdI in SAP R/3 oder in SAP APO implementieren. In SAP R/3 implementieren Sie BAdI BADI_CIF_PS_NETWORK , Methode CHANGE_OUTBOUND_DATA . In SAP APO implementieren Sie BAdI /SAPAPO/PRJ_INBOUND , Methode CHANGE_CIF_DATA .

Die Implementierung eines dieser BAdIs kann die Performance der Plantafel und anderer SAP-APO-Anwendungen beeinträchtigen, wenn für eine große Anzahl an Aufträgen dieselbe Ressource verwendet wird. Dies wird durch eine große Anzahl an Aufträgen in der Umfeldermittlung der Ressource verursacht.

Weitere Informationen zu BAdIs finden Sie unter Erweiterungen für die Integration von Projektaufträgen/Netzplänen .

Ende des Hinweises
Vorgangsdaten

Die geplanten Start- und Endtermine sowie die Iststart- und Istendtermine werden an SAP APO übertragen.

Einplanungseinschränkungen wie ‚Muss starten am‘ werden nicht an SAP APO übertragen. Der geplante Starttermin und der geplante Endtermin werden in SAP R/3 folgendermaßen gefüllt:

  • Geplanter Start-/Endtermin = Frühester Start-/Endtermin, wenn das Kennzeichen ‚Material spätester Termin‘ in den Einplanungsparametern der Netzplanart nicht ausgewählt wurde.

  • Geplanter Start-/Endtermin = Spätester Start-/Endtermin, wenn das Kennzeichen ‚Material spätester Termin‘ in den Einplanungsparametern der Netzplanart ausgewählt wurde.

Wenn für den Vorgang Rückmeldungen vorhanden sind, werden die Iststart- und Istendtermine aus den Rückmeldungen an SAP APO übertragen. Bei technisch abgeschlossenen Vorgängen ohne Rückmeldungen werden der geplante Starttermin und der geplante Endtermin in die Felder für die Iststart- und Istendtermine eingegeben.

In SAP APO:

  • Für in SAP APO eingeplante Netzpläne:

    • Vorgänge ohne Rückmeldung: Der geplante Starttermin aus SAP R/3 wird auf den Starttermin des Vorgangs in SAP APO abgebildet. Der geplante Endtermin aus SAP R/3 wird auf den Endtermin des Vorgangs in SAP APO kopiert.

    • Teilrückgemeldete Vorgänge: Der rückgemeldete Starttermin (Iststarttermin) wird auf den Starttermin des Vorgangs in SAP APO übertragen. Der rückgemeldete Endtermin (Istendtermin) wird auf das Rückmeldedatum übertragen, das in der Vorgangsplanung als Starttermin des Vorgangs (Starttermin der Restdauer für die Planung) angezeigt wird.

    • Endrückgemeldete Vorgänge: Der rückgemeldete Endtermin wird als Starttermin und Endtermin des Vorgangs angezeigt.

    • Unterbrechung in SAP APO: Teilbestätigte Vorgänge können in der Plantafel manuell unterbrochen werden. Wenn ein teilrückgemeldeter Vorgang in SAP APO unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut aus SAP R/3 an SAP APO übertragen wird, prüft SAP APO, ob der Vorgang aus SAP R/3 noch immer den Status ‚teilrückgemeldet‘ hat und der geplante Start-/Endtermin des Vorgangs aus SAP R/3 mit dem Start-/Endtermin in SAP APO übereinstimmt. Ist dies der Fall, werden Start-/Endtermin und Status in SAP APO nicht geändert. Ist dies nicht der Fall, wird die Unterbrechung entfernt. Dies bedeutet, dass die Unterbrechung bei einem unterbrochenen Vorgang entfernt wird, wenn eine Rückmeldung eingegeben oder storniert wird.

  • Für in SAP R/3 eingeplante Netzpläne:

    • In SAP APO werden die Start- und Endtermine für alle Vorgänge aus den geplanten Start- und Endterminen in SAP R/3 kopiert.

    • Bei rückgemeldeten Vorgängen wird der entsprechende Netzplan nicht notwendigerweise neu eingeplant. Daraus ergibt sich, dass die geplanten Start- und Endtermine in SAP R/3 nicht an die Isttermine angepasst werden. In SAP R/3 werden Komponentenbedarfe an den geplanten Start- und Endterminen ausgerichtet, weshalb die geplanten Start- und Endtermine in SAP APO die Start- und Endtermine des Vorgangs festlegen.

    • Teilrückgemeldete Vorgänge haben in SAP APO den Status Gestartet .