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 Fixiertes Pegging im CTP-Prozess

Einsatzmöglichkeiten

Sie können das fixierte Pegging auch im Rahmen des CTP-Prozesses einsetzen. Auf diese Weise erreichen Sie, dass die Zuordnung des Kundenauftrages zu einem bestimmten Zugangselement, die von der CTP-Prüfung vorgenommen wurde, durchgängig erhalten bleibt. Darüber hinaus können Sie den Materialfluss mehrstufig festlegen, d. h. bei knappen Komponenten kann das System die bereits einem Auftrag zugeordnete Komponentenmenge nicht mehr einem neu hereinkommenden Auftrag zuteilen. Die Stabilität des CTP-Prozesses kann dadurch erhöht werden.

Hinweis Hinweis

Das fixierte Pegging bleibt in diesem Szenario durchgängig in allen Prozessschritten erhalten. Insbesondere führen Belegwechsel im Gesamtablauf der Produktionsplanung und -durchführung nicht zu einem Verlust der fixierten Pegging-Beziehungen. Weitere Informationen über die Erhaltung von fixierten Pegging-Beziehungen finden Sie im SAP-Hinweis 698427.

Ende des Hinweises

Voraussetzungen

Sie haben die Einstellungen für den CTP-Prozess vorgenommen.

Ablauf

  1. Auftragseingang mit CTP-Prüfung

    Sie legen den Kundenauftrag im R/3-System an und geben die gewünschte Menge und den Wunschtermin an. Sie führen eine CTP-Prüfung für den Kundenbedarf durch. Das System prüft dabei, ob die Menge zum Bedarfstermin bestätigt werden kann. Wenn die Wunschmenge nicht oder nur zum Teil bestätigt werden kann, dann ruft SAP APO die Produktions- und Feinplanung auf.Das PP/DS erzeugt ein Zugangselement in Höhe der fehlenden Menge. Das System ermittelt die bestätigte Menge und einen bestätigten Termin. Nach dem Sichern des Kundenauftrages legt das System automatisch eine fixierte Pegging-Beziehung zwischen der bestätigten Kundenauftragsposition und dem zugeordneten Zugangselement an. Auf diese Weise wird die Produktzuordnung auf der obersten Fertigungsstufe fixiert. Das Zugangselement kann dadurch nicht mehr einem anderen Kundenbedarf zugeordnet werden.

    Je nach Einstellung im Planungsverfahren führt das System im Rahmen der CTP-Prüfung eine mehrstufige Planung durch, um die Verfügbarkeit von wichtigen Komponenten zu überprüfen und ggf. auch dafür neue Zugangselemente anzulegen. Das System legt dann für diese Komponenten ebenfalls fixierte Pegging-Beziehungen zwischen den Sekundärbedarfen und den Zugangselementen, die in der CTP-Prüfung dem Sekundärbedarf zugeordnet wurden, an.

    Wenn Sie feststellen, dass die vorherige CTP-Prüfung nicht die gewünschten Planaufträge angelegt hat, sondern z. B. nur Planaufträge in der Vergangenheit angelegt hat, können Sie die interaktive CTP-Heuristik (SAP_CTP_DLG) in der Produktsicht ausführen. Sie können diese Heuristik interaktiv verwenden, um Zugänge mit genauerer zeitlicher Abstimmung anzulegen.

  2. MRP-Lauf durchführen

    Für die Komponenten mit Planungsverfahren 4 führen Sie einen infiniten MRP-Lauf durch. Das System plant dabei die Komponenten, für die eine Planungsvormerkungvorliegt. Das System legt mehrstufig die fehlenden Zugangselemente an.

  3. Komponentenzuordnung fixieren

    Sie führen die Heuristik SAP_PP_019 mehrstufig aus. Bei den Heuristik-Einstellungen sollten Sie zuvor das Kennzeichen Primärbedarfe berücksichtigen gesetzt haben. Das System legt mehrstufig ausgehend vom Endprodukt auf jeder Stücklistenstufe fixierte Pegging-Beziehungen zwischen den Bedarfs- und Zugangselementen an. Beachten Sie, dass Sie in der Selektion des Planungslaufes alle Produkte der gesamten Stücklistenstruktur auswählen müssen, damit das System auf allen Stücklistenstufen fixierte Pegging-Beziehungen anlegen kann. Das Ergebnis dieses Bearbeitungsschrittes ist eine Pegging-Struktur, die das System für das Endprodukt erstellt hat.

  4. Feinplanung durchführen

    Optional können Sie eine finite Planung durchführen, um einen machbaren Produktionsplan zu erstellen. Für die finite Planung stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

    • PP/DS-Optimierung

    • Feinplanungsheuristiken