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 Fixiertes Pegging als Grundlage für die Feinplanung

Einsatzmöglichkeiten

In diesem Szenario wird das fixierte Pegging verwendet, um die Feinplanung zu unterstützen. Das Ziel dieses Szenarios ist es, Kundenaufträge unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit von Kapazitäten und Komponenten zuverlässig bestätigen zu können. Eine Online-Bestätigung ist nur im Rahmen eines Lagerfertigungsszenarios möglich, wenn bereits genug Bestand am Lager vorhanden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollen die neu hereinkommenden Aufträge mit Hilfe der Feinplanung unter Berücksichtigung der Kapazitätsverfügbarkeit und Materialverfügbarkeit eingeplant werden. Die Kundenaufträge werden erst nach der Planung und Optimierung bestätigt.

Voraussetzungen

Sie haben die für dieses Szenario erforderlichen Einstellungen vorgenommen.

Ablauf

  1. Auftragseingang

    Sie legen die Kundenaufträge an. Wenn Sie mit Lagerfertigung arbeiten und genügend Bestände bzw. Zugangselemente vorhanden sind, können Sie bereits bei Auftragseingang eine ATP-Prüfung durchführen und das System kann den Auftrag ggf. sofort bestätigen. Bei Kundeneinzelfertigung ist dies jedoch nicht möglich.

  2. MRP-Lauf durchführen

    Sie führen einen infiniten MRP-Lauf durch. Das System plant dabei die Produkte, für die eine Planungsvormerkungvorliegt. Das System legt mehrstufig die fehlenden Zugangselemente an.

  3. Materialfluss mehrstufig fixieren

    Sie führen die Heuristik SAP_PP_019 unter Berücksichtigung der Auftragsprioritäten mehrstufig aus. Das System legt ausgehend vom Endprodukt für jede Stücklistenstufe fixierte Pegging-Beziehungen zwischen den Bedarfs- und Zugangselementen an. Beachten Sie, dass Sie in der Selektion des Planungslaufes alle Produkte der gesamten Stücklistenstruktur auswählen müssen, damit das System auf allen Stücklistenstufen fixierte Pegging-Beziehungen anlegen kann. Das Ergebnis dieses Bearbeitungsschrittes ist eine mehrstufige Pegging-Struktur, die das System ausgehend vom Endprodukt erstellt hat.

  4. Feinplanung durchführen

    Anschließend führen Sie eine finite Planung durch, um einen machbaren Produktionsplan zu erstellen. Hierfür stehen die PP/DS-Optimierung und Feinplanungsheuristiken zur Verfügung. Die Feinplanung plant die Aufträge auf Grundlage der fixierten Pegging-Beziehungen so ein, dass sie rechtzeitig oder mit minimaler Verspätung zu den Kundenaufträgen liegen. Die Qualität der Feinplanungsergebnisse hängen davon ab, nach welchen Kriterien Sie mit Hilfe der Heuristik SAP_PP_019 zuvor fixierte Pegging-Beziehungen angelegt haben.

  5. Löschen der fixierten Pegging-Beziehungen

    Anschließend löschen Sie alle fixierten Pegging-Beziehungen mit Hilfe der Heuristik SAP_PP_011.

  6. Rückstandsbearbeitung

    Im letzten Schritt führen Sie eine Rückstandsbearbeitung(BOP) durch, um für die unbestätigten Kundenaufträge bestätigte Termine ermitteln zu können. Mit Hilfe der Rückstandsbearbeitung wird eine ATP-Prüfung durchgeführt. Sie können für die ATP-Prüfung den Produktionstyp Standard oder Merkmalsauswertung verwenden. Sie können die ATP-Prüfung auch gegen den Prüfhorizontdurchführen sowie den Prüfumfangberücksichtigen. Das System ermittelt für die unbestätigten Kundenaufträge einen bestätigten Termin. Die bereits bestätigten Kundenaufträge werden nochmals überprüft und erhalten ggf. einen neuen Bestätigungstermin.