Zuordnung der Aktionspunkte Diese Funktion können Sie nutzen, um die Positionen an der Linie zu definieren, zu denen Sie später Rückmeldungen durchführen möchten oder bestimmte Aktionen aus der Aktionssteuerung im APO anstoßen wollen.
Sie können Aktionspunkte für ein Liniennetz, für eine Linie oder für einen Linienabschnitt im Register
Aktionspunkte
definieren.
Durch die entsprechenden Eingaben weisen Sie dem Aktionspunkt seine Funktionen zu:
Wenn Sie einen
Aktionspunkt
als
Zählpunkt für die Rückmeldung
verwenden wollen, dann geben Sie einen
Zählpunkttyp
an. Mit dem Zählpunkttyp steuern Sie, wie die Rückmeldung erfolgen soll.
Wenn Sie einen
Aktionspunkt
nur zum Anstoßen von
Aktionen aus der Aktionssteuerung
im APO verwenden wollen, dann brauchen Sie keinen
Zählpunkttyp
zuordnen. Die weiteren Daten zum Aktionspunkt, wie z.B. die auszuführenden Aktionen, müssen Sie nach der Datenübertragung in den APO direkt im Aktionspunkt nachpflegen.
Wenn Sie den Aktionspunkt sowohl für die Rückmeldung, als auch für die Aktionssteuerung im APO nutzen wollen, dann müssen Sie einen
Zählpunkttyp
angeben und die Daten für den Aktionspunkt im APO nachpflegen.
Die Erfassung der Rückmeldedaten führen Sie im APO-System durch, und die Buchung der Warenbewegungen erfolgt dann im Automotive-System. Siehe auch: Produktionsrückmeldung .
Sie haben im Customizing des integrierten Produkt- und Prozeß-Engineerings die Zählpunkttypen definiert.
Aktionspunkte für die Rückmeldung (Zählpunkte)
Sie können Aktionspunkte für die Rückmeldung jeweils am Anfang und am Ende einer Linie oder eines Linienabschnitts definieren. Zu diesen als Zählpunkten verwendeten Aktionspunkten können Sie dann Rückmeldungen durchführen, wenn Sie einen Zählpunkttyp zuordnen. Der Zählpunkttyp bestimmt, ob an dem Aktionspunkt
der Wareneingang des fertigen Produkts gebucht wird.
Diese Eigenschaft ist nur am Ende einer Linie sinnvoll, da Sie nach dem Wareneingang keine weiteren Rückmeldungen mehr erfassen können.
die Kapazitäten der Ressourcen abgebaut werden
Einen Aktionspunkt(Zählpunkt) mit dieser Eigenschaft können Sie einer Linie oder Linienabschnitten zuordnen. Der erste Zählpunkt mit dieser Eigenschaft an einer Linie baut bereits die Kapazitäten ab:
automatisch Rückmeldungen zu den Vorgängeraktionspunkten erfaßt werden.
Wird bei der Mengenprüfung einer Rückmeldung zu einem Aktionspunkt (Zählpunkt) dieser Eigenschaft festgestellt, daß für einen Vorgängerzählpunkt noch nicht die notwendige Menge rückgemeldet wurde, so wird für diesen Vorgänger eine automatische Rückmeldung über die fehlende Menge erzeugt.
Ein automatisch rückgemeldeter Vorgängerzählpunkt kann anschließend nicht mehr manuell rückgemeldet werden, sondern wird mit jeder weiteren Rückmeldung zu diesem Zählpunkt erneut automatisch rückgemeldet werden.
Beispiel
Die Aktionspunkte ZP1, ZP2 und ZP3, die als Zählpunkte verwendet werden sollen,sind in dieser Reihenfolge in einer Linie angeordnet, wobei ZP3 ein Zählpunkt dieser Eigenschaft ist. Für ZP1 wurden bereits 8 ST manuell rückgemeldet und für ZP2 1 ST. ZP3 ist noch nicht rückgemeldet. Eine Rückmeldung zu ZP3 über eine Menge von 5 ST bewirkt eine automatische Rückmeldung zu ZP2 über 4 ST. ZP2 kann anschließend nicht mehr manuell rückgemeldet werden. Eine erneute Rückmeldung zu ZP3 über 5 ST erzeugt weitere Rückmeldungen über 5 ST zu ZP2 und über 2 ST für ZP1. Von nun an kann auch ZP1 nicht mehr manuell rückgemeldet werden.
die Stückliste aufgelöst wird und die verbauten Komponenten retrograd entnommen werden.
Wenn Sie zu einem Aktionspunkt(Zählpunkt) eine Rückmeldung erfassen, bestimmt die Struktur der Linie, welche Komponenten das System retrograd entnimmt. Dabei ermittelt es in der Linienstruktur, welche Einbauorte in der Hierarchieebene und der betreffenden Sequenz vor dem rückgemeldeten Zählpunkt aber nach dem Vorgängerzählpunkt liegen. Für diese Einbauorte bestimmt es die Komponenten, über die Zuordnung " .
Achtung
Einem Linienabschnitt, der zwei nachfolgende Linienabschnitte hat (parallele Verzweigung), dürfen Sie nur dann einen Aktionspunkt(Zählpunkt) zuordnen, wenn dessen Typ die retrograde Entnahme vorsieht. Wenn Sie die Komponenten an diesem Linienabschnitt nicht entnehmen, kann es durch folgende Aktionspunkte(zählpunkte) zu einer doppelten Entnahme der Komponenten kommen.

Hinweis
Wenn Sie bei einer Linienstruktur die Aktionspunkte(Zählpunkte) auf unterschiedlichen Hierarchieebenen definieren, müssen Sie beachten, daß diese physisch am selben Punkt der Linie sein können. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie auf Linienebene einen Aktionspunkt(Zählpunkt) am Ende der Linie definieren und auf der darunter liegenden Ebene einen Aktionspunkt(Zählpunkt) am Ende des letzten Linienabschnitts. Falls dieser Fall in einer Linienstruktur auftritt, zeigt das System bei der Rückmeldung nur einen der beiden Aktionspunkte (Zählpunkte) an.

Das Beispiel zeigt die Zuordnung der Komponenten zu den Aktivitäten und die Zuordnung der Aktivitäten zu den Linienabschnitten. Bei einer Zählpunktmeldung zum Zählpunkt
ZP2
bucht das System die retrograde Entnahme für die Komponenten
K7
,
K6
,
K5
und
K4
.
