Moduskopplung Bei der automatischen Modusauswahl (z.B. beim Anlegen eines Auftrags) wählt das System den Modus für eine Aktivität automatisch nach Moduspriorität und Verfügbarkeitstermin aus. Sie können aber die Auswahl eines Modus für eine Aktivität davon abhängig machen, auf welchen Modus eine andere Aktivität, zu der eine zeitliche Anordnungsbeziehung besteht, bereits eingeplant ist. Folgende Kopplungstypen stehen zur Verfügung:
Kopplung von Modi, die denselben Modusnamen haben
Diesen Kopplungstyp können Sie nur für die Kopplung von Aktivitäten verschiedener Vorgänge verwenden.
Kopplung von Modi, die dieselbe Primärressource haben
Dieser Kopplungstyp ist für die Kopplung zwischen Aktivitäten eines Vorgangs obligatorisch. Sie können ihn aber auch zur Kopplung von Aktivitäten verwenden, die zu verschiedenen Vorgängen gehören.
Hinweis
Ein Vorgang ist eine einfache, offene Kette von Aktivitäten, die alle auf derselben Primärressource bearbeitet werden, und die durch Ende-Start-Beziehungen verknüpft sind. Jede Aktivität außer der letzten darf nur genau einen vorgangsinternen Nachfolger haben. Die letzte Aktivität darf keinen vorgangsinternen Nachfolger haben. Zwischen die Aktivitäten eines Vorgangs kann kein anderer Vorgang eingeplant werden.
Damit die Modi zweier Aktivitäten bei der Planung gekoppelt sind, sind im Produktionsprozeßmodell (PPM) für diese Aktivitäten folgende Einstellungen notwendig:
Um Modi mit gleichem Namen zu koppeln, müssen Sie
zwischen den Aktivitäten, die zu verschiedenen Vorgängen gehören müssen, eine Anordnungsbeziehung anlegen und der Anordnungsbeziehung den Kopplungstyp 3 (
Gleiche Modusnummer
) zuordnen
für jede der Aktivitäten mindestens einen Modus mit dem gleichen Namen definieren
den gekoppelten Modi dieselbe Priorität zuordnen
Modi mit den Prioritäten A bis O kann das System automatisch beplanen. Für ausschließlich manuell zu beplanende Modi (Moduspriorität Z) ist Moduskopplung nicht möglich.
Um Modi mit gleicher Primärressource zu koppeln, müssen Sie
zwischen den Aktivitäten eine Anordnungsbeziehung anlegen und der Anordnungsbeziehung den Kopplungstyp 2 (
Identische Primärressource
) zuordnen
Das System aktiviert die Primärressourcenkopplung im Vorgang automatisch, wenn Sie zwischen den Aktivitäten eines Vorgangs die obligatorische Ende-Start-Beziehung anlegen.
für jede der Aktivitäten mindestens einen Modus mit derselben Primärressource definieren
Im Vorgang müssen alle Aktivitäten mindestens einen Modus mit derselben Primärressource haben.
in den zu koppelnden Modi für die Primärressource denselben Ressourcenverbrauch angeben, wenn die Primärressource eine Multi-Ressource ist
Gleicher Ressourcenverbrauch ist nur Bedingung für die Kopplung auf Multi-Activity-Ressourcen und Multi-Misch-Ressourcen. Bei Single-Activity-Ressourcen und Single-Misch-Ressourcen beansprucht die Aktivität grundsätzlich die ganze Ressource, d.h. bei Single-Ressourcen ist der Ressourcenverbrauch immer 1.
den gekoppelten Modi dieselbe Priorität zuordnen
Modi mit den Prioritäten A bis O kann das System automatisch beplanen. Für ausschließlich manuell zu beplanende Modi (Moduspriorität Z) ist Moduskopplung nicht möglich.
Unter bestimmten Bedingungen z.B. bei Änderungen in parallelen Modi, kann die Moduskopplung bei der Planung verletzt werden.
Sie können im Alert Monitor mittels dynamischem Alert über diesen Zustand informiert werden. Dazu müssen Sie im Alert-Profil auf der Registerkarte
PP/DS
folgende Alerts auswählen:
Moduskopplung innerhalb eines Auftrags verletzt
(unter
Constraint-Alerts innerhalb Auftrag)
Moduskopplung zwischen Aufträgen verletzt
(unter
Constraint-Alerts ‑ auftragsübergreifend
)