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Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Beispiele: Inverse Formel  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Im folgenden wird an Hand einiger einfacher Beispiele verdeutlicht, wie das System Werte gemäß der im BEx Query Designer zu einer eingabebereiten Formel definierten inversen Formeln berechnet.

Hinweis

Die Vorgehensweise, wie Sie im BEx Query Designer eingabebereite und inverse Formeln anlegen, finden Sie unter Eingabebereite Query; die Beschreibung mit Hilfe einer mathematischen Notation und die Regeln im einzelnen finden Sie unter Inverse Formel definieren. Weitere Beispiele finden Sie im SAP-Hinweis 1236347.

Beispiel 1: Durchschnittspreis

Das erste Beispielszenario ist folgendes: Sie möchten mit folgenden Kennzahlen planen: Menge, Umsatz und Durchschnittspreis. Die Kennzahl Durchschnittspreis wird wie folgt berechnet:

‘Durchschnittspreis’ = NDIV0( ‘Umsatz’ / ‘Menge’ )

Hinweis

Um Fehler aufgrund einer Division durch Null zu vermeiden, verwenden wir hier die Funktion NDIV0.

Da die Kennzahl Durchschnittspreis eine berechnete Kennzahl ist und eingabebereit sein soll, benötigt das System Regeln, die beschreiben, wie eine Änderung des Wertes des Durchschnittpreises entweder auf die Menge oder auf den Umsatz zurückgerechnet werden soll. Diese Regeln werden durch inverse Formeln festgelegt. Das System benötigt eine inverse Formel für jeden Operanden der eingabebereiten Formel Durchschnittspreis.

Wir nehmen an, dass beide Operanden, Menge und Umsatz, eingabebereite Kennzahlen sind. In diesem Fall müssen Sie folgende inverse Formeln definieren:

‘Umsatz’ = ‘Durchschnittspreis’ * ‘Menge’

und

‘Menge’ = NDIV0( ‘Umsatz’ / ‘Durchschnittspreis’ )

Hinweis

Falls nur der Wert für den Durchschnittspreis geändert wird, ist es zunächst nicht eindeutig, ob das System auf die Menge oder auf den Umsatz zurückrechnen soll. In diesem Fall wendet das System die inverse Formel mit der höchsten Priorität an. Die Formelpriorität wird durch die Anordnung der inversen Formeln in der Formelgruppe bestimmt: Die Formel mit der höchsten Priorität steht an oberster Stelle in der Liste der inversen Formeln.

Beispiel 2: Prozentualer Anteil  

Das zweite Beispielszenario ist folgendes: Sie möchten mit folgenden Kennzahlen planen: Betrag und prozentualer Anteil des Betrages in Hinsicht auf die Gesamtsumme. Der prozentualer Anteil soll ebenfalls eingabebereit sein.

Dieser Fall kann wie Beispiel 1 mit einer eingabebereiten Formel und der Definition einer inversen Formel modelliert werden. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, die Funktion ‘%GT’ (d.h. prozentualer Anteil an der Gesamtsumme) mit einigen zusätzliche Funktionen zu nutzen:

Definieren Sie im Query Designer folgende Formel:

‘% Anteil’ = %GT ‘Betrag’

Wählen Sie die Option Eingabebereit. Eine inverse Formel brauchen Sie nicht anzulegen.  

Beispiel 3: Symmetrischer Rechenmodus und Durchschnittspreis   

Formeln werden immer dann berechnet, wenn der OLAP-Prozessor ein neues Ergebnis berechnet.

Wenn der Wert einer eingabebereiten Formel geändert wird, z.B. der Wert der berechneten Kennzahl Durchschnittspreis, muss das System die inverse Formel ausrechnen. In diesem Fall berechnet das System entweder die Formel für Umsatz oder die Formel für Menge.

Wenn jedoch der Wert eines Operanden einer eingabebereiten Formel wie z.B. der Kennzahl Umsatz geändert wird, berechnet das System keine inversen Formeln. Das System errechnet einen neuen Durchschnittspreis, wenn der OLAP-Prozessor das Ergebnis aktualisiert.

Es gibt Anwendungsfälle, in denen ein anderes Verhalten erwünscht ist: Wenn der Wert eines Operanden wie z.B. der Kennzahl Umsatz geändert wird, soll der Wert für den Durchschnittspreis beibehalten und die Änderung auf die Kennzahl Menge zurückgerechnet werden. Dieses Verhalten können Sie mit dem sog. symmetrischen Rechenmodus erreichen.

Hinweis

Um den symmetrischen Rechenmodus einzuschalten, wählen Sie im BEx Query Designer in den Eigenschaften der Query auf der Registerkarte Planung die Eigenschaft Berechnung von inversen Formeln.

Sinnvoll ist dieser Modus insbesondere in komplexen Szenarios, die mit vielen verschachtelten eingabebereiten Formeln arbeiten, um die geforderte Geschäftslogik abzubilden. In solchen Szenarios kann es sinnvoll sein, eine Möglichkeit zu haben, um ausdrücklich festzulegen, in welcher Reihenfolge die Berechnungen der Formelgruppen auszuführen sind. Dazu dient der Hinweis für Berechnung.

Hinweis

Wenn Sie den symmetrischen Rechenmodus eingeschaltet haben, können Sie in den Eigenschaften der Querybestandteile auf der Registerkarte Planung für jeden eingabebereiten Operanden einschließlich der sie verwendenden eingabebereiten Formeln die Formelpriorität festlegen. Im Feld Hinweis für Berechnung können Sie zusätzlich festlegen, mit welcher Priorität die Formelgruppe bezogen auf andere Formelgruppen berechnet werden soll.

 

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