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FunktionsdokumentationFestlegen des Zielservicegrads

 

Ein Ziel der Bestandsplanung ist, für jedes Lokationsprodukt einen bestimmten Zielservicegrad zu gewährleisten. Der Zielservicegrad definiert, wie viel Prozent der eingehenden Aufträge Sie auf jeden Fall erfüllen sollten.

Wenn Sie für ein Lokationsprodukt einen Zielservicegrad festlegen, kann ein Kriterium für die Höhe des Zielservicegrads z. B. der Preis des Lokationsprodukts sein. So ist bei einem sehr teuren Lokationsprodukt ein niedriger Zielservicegrad z. B. in vielen Fällen sinnvoller, als ein sehr hoher Zielservicegrad.

Funktionsumfang

Damit das System jedem Lokationsprodukt einen Zielservicegrad zuordnen kann, definieren Sie Regeln für die Zuordnung eines Zielservicegrads. Dazu wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus unter Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Planung Navigationsschritt Bestandsplanung Navigationsschritt EOQ und Sicherheitsbestand Navigationsschritt Werte des Ziel-SB und Zielservicegrads Ende des Navigationspfads. Um den Zielservicegrad zuzuordnen, führt das System folgende Prüfungen durch:

  • Das System prüft zuerst die Regeln auf Lokationsproduktebene, die Sie unter Lokationsprod. Ziel-SB angeben können.

    Wenn Sie Regeln auf Lokationsproduktebene definieren, können Sie dabei auch berücksichtigen, auf welcher Ebene der Distributionsstruktur (BOD) sich die Lokation des Lokationsprodukts befindet. Das heißt, Sie können Regeln abhängig davon definieren, ob es sich bei der Lokation um eine Eingangslokation, eine übergeordnete Zwischenlokation oder um eine Unterlokation handelt.

  • Wenn unter Lokationsprod. Ziel-SBkeine Regeln definiert sind, prüft das System die Regeln auf Lokationsebene, die Sie unter Glob./lok. Ziel-SB Regeln definieren können, indem Sie eine Version und eine Lokation angeben.

    Wenn Sie Regeln auf Lokationsebene definieren, können Sie dabei auch berücksichtigen, auf welcher Ebene der BOD sich die Lokation befindet.

  • Wenn auch auf Lokationsebene keine Regeln definiert sind, prüft das System die Regeln auf Versionsebene. Diese können Sie unter Glob./lok. Ziel-SB Regeln definieren, indem Sie nur eine Version und keine Lokation angeben.

  • Wenn auch hier keine Regeln angegeben sind, wählt das System die Werte, um den Zielservicegrad zu bestimmen, die Sie unter Globale SB-Rückfallwerte angegeben haben.

Als globale Rückfallwerte sowie als Werte auf Versions-, Lokations- und Lokationsproduktebene können Sie folgende Daten angeben:

  • Sie können angeben, wie viel Prozent der eingehenden Aufträge der Zielservicegrad abdecken soll.

  • Sie können einen Mindestsicherheitsbestand (Mindest-SB) definieren, der nur über die Wiederbeschaffungszeit gültig ist, und den das System über diese Zeit einhalten muss.

  • Sie können angeben, wie viele Tage die minimale und die maximale Reichweite des SB betragen sollen.

  • Sie können angeben, wie hoch der Sicherheitsbestand (SB) mindestens sein muss, und wie hoch er höchstens sein darf.

  • Sie können angeben, wie viel Prozent des SB der Oberlokation das System an Push-Unterlokationen weitergeben darf. Diesen Prozentsatz bezieht das System jedoch nicht auf den gesamten SB der Oberlokation, sondern nur auf den Teil des SB, den das System aufgrund eines Push-Bedarfs für die Oberlokation geplant hat.

  • Sie können angeben, für wieviele Bedarfstage das System einen zusätzlichen Sicherheitsbestand einplanen soll. Diesen Wert können Sie auch in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte SPP Bestandsplanung angeben. Wenn Sie den Wert sowohl hier als auch in den Lokationsproduktstammdaten angeben, berücksichtigt das System nur den Wert, den Sie hier angeben.

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie den Wert hier angeben, können Sie für dasselbe Lokationsprodukt aber abhängig von der BOD-Ebene, auf der es sich befindet (Eingangslokation, übergeordnete Zwischenlokation, Unterlokation) eine unterschiedliche Anzahl an Bedarfstagen definieren.

    Ende des Hinweises
  • Wenn Sie die kombinierte Planung von EOQ und SB unter Annahme der Poisson-Verteilung durchführen möchten, können Sie einen statistischen Koeffizienten für den zusätzlichen SB sowie einen Grenzwert für den daraus resultierenden zusätzlichen SB angeben. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Zusätzlicher Sicherheitsbestand.

Zusätzlich können Sie auf Lokations- und Versionsebene folgende Regeln definieren:

  • Sie können angeben, in welcher Reihenfolge das System die hier definierten Regeln anwenden soll.

  • Sie können einen Mindestbedarf angeben, den ein Lokationsprodukt, soll es dieser Regel folgen, nicht unterschreiten darf.

  • Sie können die maximalen Beschaffungskosten angeben, die ein Lokationsprodukt, soll es dieser Regel folgen, nicht unterschreiten darf.

  • Sie können Produktgruppenkombinationen angeben, denen ein Lokationsprodukt, soll es dieser Regel folgen, zugehören muss. Sie können links im Navigationsbaum unter Produktgruppenkomb. (Ziel-SB) Produktgruppenkombinationen anlegen, indem Sie ihnen eine Version, eine Bezeichnung sowie eine Beschreibung zuordnen. Unter Produktgruppeneinträge (Ziel-SB) können Sie den definierten Produktgruppenkombinationen Produktgruppenarten und Produktgruppen zuordnen.