Formularbasierte Planung
Mit Merkmalsbeziehungen für Real-time-fähige InfoCubes ist es möglich, die gültigen Kombinationen von Merkmalswerten zu modellieren. Diese Information kann das System nutzen, um in eingabebereiten Queries Merkmalskombinationen vorzuschlagen, für die noch keine Werte gesichert wurden. Um nur die gültigen Kombinationen von Merkmalswerten zu erzeugen, verwendet das System aktuell genutzte Werte aus dem Filter der Query und die Relationen aus den Merkmalsbeziehungen.
Sie haben Merkmalsbeziehungen modelliert (siehe Merkmalsbeziehungen).
Sie haben eine eingabebereite Query definiert (siehe Eingabebereite Query).
Im BEx Query Designer können Sie in den Eigenschaften eines Merkmals die Zugriffsart für Ergebniswerte festlegen. Zur Verfügung stehen die folgenden Optionen
● Bebuchte Werte
● Merkmalsbeziehungen
● Stammdaten
Die erste Option ist die Voreinstellung. Wenn Sie den Kombinationsvorschlag für die Planung nutzen möchten, wählen Sie die Option Merkmalsbeziehungen.

Weitere Informationen finden Sie unter Eigenschaften des Merkmals.
Um den oben beschriebenen Kombinationsvorschlag erzeugen zu lassen, wählen Sie die Option Merkmalsbeziehungen. Falls ein Merkmal in einer Relation nicht enthalten sein sollte, greift das System auch bei der Option Merkmalsbeziehungen auf die Stammdaten zurück, um die gültigen Kombinationen zu erzeugen.
Falls Sie jedoch für eine eingabebereite Query die Option Stammdaten wählen, erzeugt das System zunächst alle möglichen, nur durch Zeitmerkmale und Navigationsattribute eingeschränkten Kombinationen. Dann wird für jede Zelle geprüft, ob sie eine gültige Kombination nach den relevanten Merkmalsbeziehungen und damit eingabebereit ist.

Beachten Sie, dass bei den Optionen Merkmalsbeziehungen bzw. Stammdaten leicht eine erhebliche Anzahl von Kombinationen erzeugt werden kann. Entsprechend restriktiv sollten daher für solche Merkmale die Einschränkungen im Filter sein. Für Merkmalsbeziehungen können pro Real-time-fähigen InfoCube eine maximale Anzahl von Kombinationen angegeben werden.
Für eine Absatzplanung planen Sie Mengen (ggf. rollierend) für die Perioden eines vorgegebenen Zeitintervalls (z.B. ein Jahr). Die Produkte sind in einer Produkthierarchie enthalten, die Sie über Merkmalsbeziehungen modelliert haben. Produkte gehören einer Produktgruppe an und diese wiederum einer Produktlinie. Verwenden Sie diese Merkmale in den Zeilen einer eingabebereiten Query. In den Spalten verwenden Sie die Kennzahl Absatzmenge und das Zeitmerkmal Geschäftsjahr/Periode im Aufriss. Für diese vier Merkmale wählen Sie unter Zugriffsart für Ergebniswerte die Option Merkmalsbeziehungen. Dann erzeugt die System in den Zeilen genau die gültigen Kombinationen; für das Merkmal Periode/Jahr ermittelt das System alle gültigen Perioden aus den Stammdaten, die im Filter enthalten sind, und erzeugt entsprechend viele Kombinationen der Kennzahlstruktur mit den Periodenwerten.
Die folgende Graphik zeigt ein Beispiel für eine solche formularbasierte Planung:


Beachten Sie, dass die Sonderperioden bei Geschäftsjahresvarianten gültige Stammdaten sind. Das System wird im Fall der Selektion 1.2006 - 12.2007 bei Nutzung der Geschäftsjahresvariante K4 also auch die Sonderperioden 13.2006, … 16.2006 und die Periode 0.2007 vorschlagen. Wenn Sie diese Werte nicht planen möchten, müssen Sie diese entsprechend aus der Selektion entfernen.