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Funktionsdokumentation Ablegen der Sperrtabelle  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Die Selektionstabellen müssen zentral für alle Benutzer und Applikationsserver abgelegt und verwaltet werden. Der SAP Standard-Sperrserver kann keine Sperren verwalten, die auf Selektionstabellen beruhen. Daher sind hier für die Ablage der Sperren, die durch Selektionstabellen beschrieben werden, eigene Einstellungen vorzunehmen.

In einer Sperrtabelle wird festgehalten, welche Sperren derzeit bestehen. Auf der Registerkarte Sperrtabelle können Sie festlegen, wo die Sperrtabelle abgelegt werden soll. Es gibt drei Optionen zur Ablage der Sperrtabelle; je nach der Art der Ablage können Sie einen geeigneten Server auswählen.

Funktionsumfang

Ablegen der Sperrtabelle im SAP Standard-Sperrserver

Die Selektionstabellen werden komprimiert in der Sperrtabelle des SAP Standard-Sperrservers abgelegt.

Die Kollisionsprüfung von Sperren erfolgt dabei nicht durch den Sperrserver selbst, sondern durch ein ABAP-Programm. Diese Prüfung erfordert einen Kopiervorgang der Selektionstabellen in den Benutzerkontext. Die Kollisionsprüfung erfolgt voreingestellt auf dem Server der Anmeldung. Wenn Sie statt dessen einen anderen, festen Server auswählen, dann wird die Kollisionsprüfung dort mittels RFC-Aufruf durchgeführt.

Dies kann dann sinnvoll sein, wenn der Enqueue-Prozess nicht auf der Zentralinstanz, sondern auf einem anderen (möglichst schnellen) Server installiert ist, um den Kopiervorgang von Selektionen aus der Sperrtabelle in den Benutzerkontext eventuell zu beschleunigen. Der Server mit dem Enqueue-Prozess ist in der Server-Auswahl speziell als solcher gekennzeichnet.

Hinweis

In der SAP-Sperrverwaltung (Transaktionscode SM12) können Sie die komprimierten Sperrsätze über den Tabellennamen RSPLS_S_LOCK anzeigen lassen; die gesperrten Selektionen selbst finden Sie in der Transaktion RSPLSE (siehe Anzeige der aktiven Sperren).

Empfehlung

Diese Option verlangt den geringsten Administrationsaufwand. Sie ist für kleine und mittlere Installationen geeignet. Die Größe der Sperrtabelle kann über den Profilparameter enque/table_size eingestellt werden.

Ablegen der Sperrtabelle im Shared Object Memory eines Applikationsservers (Voreinstellung des Systems)

Die Selektionstabellen werden unkomprimiert in einem Shared-Object-Memory-Bereich abgelegt. Dies ist die Voreinstellung des Systems, es sei denn, Sie verwenden den SAP Standalone Engine Server; dann ist die obige Option (Ablegen der Sperrtabelle im SAP Standard-Sperrserver) voreingestellt.

Dieser Bereich ist an einen Applikationsserver gebunden. Der SAP Standard-Sperrserver enthält in diesem Fall nur einen Zeiger (genau einen Sperrsatz pro Selektionstabelle) auf die Selektion. Sie müssen einen Server angeben, der die Sperrtabelle im Shared Object Memory enthalten und auf dem die Kollisionsprüfung erfolgen soll. (Voreingestellt ist der Enqueue-Server.) Dadurch ist der Kopiervorgang von Selektionen aus der Sperrtabelle in den Benutzerkontext nicht mehr notwendig. Wenn Sie auf einem anderen Server angemeldet sind, dann wird die Kollisionsprüfung dort mittels RFC-Aufruf durchgeführt.

Auch hier kann es sinnvoll sein, den Enqueue-Prozess nicht auf der Zentralinstanz, sondern auf einem (möglichst schnellen) Server zu installieren. Denn bei einem Sperrvorgang werden die Selektionen im Shared Object Memory mit den Zeigern im SAP Standard-Sperrserver synchronisiert. Diese Synchronisation geschieht am schnellsten, wenn der Server mit dem Enqueue-Prozess derselbe wie der mit der Sperrtabelle ist. Daher ist diese Option in der Regel auch voreingestellt.

Hinweis

In der SAP-Sperrverwaltung (Transaktionscode SM12) finden Sie pro gesperrter Selektion nur einen Sperrsatz über den Tabellennamen RSPLS_S_LOCK_SYNC; die gesperrten Selektionen selbst finden Sie in der Transaktion RSPLSE (siehe Anzeige der aktiven Sperren).

Empfehlung

Diese Option hat eine bessere Performance als das Ablegen der Sperrtabelle im SAP Standard-Sperrserver. Allerdings muss die Verfügbarkeit des Servers mit der Sperrtabelle sichergestellt werden, wenn Bewegungsdaten über Selektionen gesperrt werden sollen. Die Größe des Shared Object Memory kann über den Profilparameter abap/shared_objects_size_MB eingestellt werden.

Ablegen der Sperrtabelle im SAP liveCache

Die Selektionstabellen werden im SAP liveCache abgelegt.

Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn der SAP liveCache installiert worden ist. In diesem Fall wird auch die Kollisionsprüfung im liveCache durchgeführt.

Empfehlung

Diese Option ist für große Installationen geeignet, wenn sehr viele und komplexe Selektionen gesperrt werden müssen. Verwenden Sie den SAP liveCache im BW-Sperrserver (siehe SAP-Hinweis 816730) nur dann, wenn Sie vom Support oder von der Entwicklung der SAP ausdrücklich dazu aufgefordert wurden. In der Regel ist die wesentlich einfacher zu aktivierende Shared Memory Lösung ausreichend.

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