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Funktionsdokumentation Verteilung nach Schlüsseln  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Mit dem Funktionstyp Verteilung nach Schlüsseln können Sie die Merkmalskombinationen, auf die verteilt wird, entsprechend den Stammdaten und Merkmalsbeziehungen erzeugen. Dabei werden die Kennzahlwerte entsprechend den ausdrücklich anzugebenden Verteilungsschlüsseln verteilt. Hierbei handelt es sich um Verteilungsfaktoren, die die Gewichtung der Anteile beim Verteilen bestimmen.

Hinweis

Eine Einführung in die Funktionsweise einer Planungsfunktion vom Typ Verteilen nach Schlüsseln erhalten Sie unter Ablauf einer Planungsfunktion: Verteilung nach Schlüsseln.

Über die Tabelle zur Kennzahlauswahl können Sie festlegen, welche Kennzahlen verteilt werden sollen.

Den Verteilungsvorgang können Sie auf verschiedene Weise steuern:

     Verteilung über eine Top-Down-Variante

     Alles verteilen: Es wird über den gesamten Block aufsummiert.

     Nur nicht zugeordnet verteilen: Es wird lediglich der Wert verteilt, der im aktuellen Block bei allen zu verändernden Merkmalen den Merkmalswert nicht zugeordnet [#] hat.

     Verteilung über manuell erstellte Einträge in der Tabelle Von- und Nach-Werte für den Verteilungsvorgang

Sie können einen oder mehrere Verteilungsvorgänge anlegen, indem Sie manuell die Merkmalseinschränkungen auf den zu verändernden Merkmalen eintragen.

Das System summiert dabei die Werte der Kennzahlen auf der Von-Seite stets über alle Sätze des Blockes, die der Merkmalseinschränkung entsprechen, und verteilt diese Summe dann auf die Nach-Werte.

Über die Tabelle Von- und Nach-Werte für den Verteilungsvorgang können Sie zu den Nach-Werten entweder in der Spalte Faktor einen bestimmten Wert eingeben oder über die Wertehilfe eine Formelvariable auswählen. Das System zeigt diese in der Spalte Faktor Variable Text an.

Wenn die Merkmalseinschränkung eines Nach-Wertes kein Einzelwert ist, gilt dieser Schlüssel für jede Merkmalskombination, die der Merkmalseinschränkung entspricht.

Die Schlüssel werden bei der Verarbeitung normalisiert, das heißt entsprechend ihrer Größenverteilung in Prozentsätze umgerechnet: Das System addiert die Verteilungsfaktoren, die den einzelnen Merkmalswerten zugeordnet sind, zunächst zu einer Summe und setzt diese dann relativ zueinander ins Verhältnis. Hierbei ergeben sich Prozentwerte, die sich immer zu 100 % summieren.

Für alle zu verteilenden Kennzahlen gelten pro Planungsfunktion die gleichen Schlüssel.

Auf der Nach-Seite werden für die angegebenen Merkmalseinschränkungen Kombinationen erzeugt. Dies geschieht in Konsistenz mit den Stammdaten und den auf den InfoProvidern definierten Merkmalsbeziehungen. Wenn das System dabei für einen Block und einen Teilvorgang kein Ziel findet, bricht die Funktion mit einer Fehlermeldung ab.

Hintergrunddokumentation

Das System führt zur Ausführung einer Planungsfunktion vom Typ Verteilung folgende Schritte durch:

...

                                                  i.       Die Summe des gesamten zu verteilenden Betrags wird ermittelt.

                                                ii.       Bei den von den Von-Werten betroffenen Datensätzen werden die Kennzahlwerte gelöscht.

                                               iii.       Entsprechend den Verteilungsschlüsseln werden die Summen auf die Kennzahlwerte der durch die Nach-Werte ausgewählten Datensätze aufaddiert.

Es gelten folgende Regeln:

     Sowohl die Von- als auch die Nach-Werte werden verändert und müssen daher im Filter enthalten sein, der der Planungsfunktion übergeben wird.

Wenn der Von-Wert so angelegt ist, dass er Datensätze auswählen könnte, die nicht im Filter liegen, gibt das System keine Fehlermeldung aus. Die Datensätze gehen nicht in die Verteilung ein.

Wenn der Nach-Wert so angelegt ist, dass er Datensätze auswählen könnte, die nicht im Filter liegen, bricht das System die gesamte Planungsfunktion mit einer Fehlermeldung ab.

Wenn ein Ziel in mehreren Teilvorgängen genannt wird, enthält es nach dem Ausführen der Funktion die entsprechende Summe.

     Rundungsdifferenzen werden gleichmäßig auf diejenigen Zieldatensätze verteilt, die bereits ungleich Null sind.

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