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Funktionsdokumentation Text zu BI-Objekten übersetzen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Um die Kurz- und Langtexte von BI-Metadaten-Objekten zu übersetzen, verwenden Sie spezielle Funktionen der Data Warehousing Workbench Ihres BI-Systems sowie der Übersetzungsumgebung, die der SAP Web Application Server (ABAP) bereitstellt.

Vorgehensweise

Folgende Schritte sind notwendig:

Schritt

Beschreibung

1

Sammeln der zu übersetzenden BI-Metadaten-Objekte sowie aller abhängigen Objekte im Funktionsbereich Übersetzung der Data Warehousing Workbench

2

Erzeugen einer Stückliste mit den zu übersetzenden Objekten im Funktionsbereich Übersetzung der Data Warehousing Workbench

Hinweis

Das Anlegen einer Stückliste ist der Normalfall. Da allerdings in einem System, das global auf „nicht-änderbar“ gesetzt wurde, keine Stücklisten angelegt werden können, haben Sie in diesem Fall die Möglichkeit, einen Workbench-Auftrag zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 885571.

3

Erzeugen einer Objektliste in der Übersetzungsumgebung

4

Bearbeiten des Arbeitsvorrats in der Übersetzungsumgebung

5

Erzeugen der M-Version der BI-Objekte mit Hilfe des Programms RSO_AFTER_TRANSLATION im ABAP-Editor

Anschließend können Sie die übersetzten Objekte in andere Systeme transportieren.

Gehen Sie im einzelnen wie folgt vor:

1. Sammeln der zu übersetzenden Objekte in der Data Warehousing Workbench

...

       1.      Rufen Sie die Data Warehousing Workbench auf. (Wählen Sie dafür z.B. vom Bild SAP Easy Access aus Modellierung Data Warehousing Workbench: Modellierung.) Wählen Sie im Navigationsfenster oder aus dem Menü Springen den Funktionsbereich Übersetzung.

Hinweis

Die Vorgehensweise der Schritte 2-5 entspricht weitgehend der Vorgehensweise zum Sammeln von Objekten. Weitere Informationen finden Sie unter Objekte sammeln.

       2.      Wenn Sie Quellsysteme zuordnen möchten, wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Zuordnung Quellsysteme. Sie gelangen auf das Dialogfenster Quellsysteme als Default auswählen.

       3.      Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen in den Auswahllisten Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Gruppierung und Sammelmodus vor.

       4.      Wählen Sie im Navigationsfenster der Data Warehousing Workbench den Eintrag Objekttypen aus. Das System zeigt im mittleren Bildbereich sämtliche Objekttypen des BI-Systems an, die Sie übersetzen können.

Beispiel

Über Gruppierung können Sie alle im Datenfluß vor bzw. nach dem ausgewählten Objekt liegenden Objekte in die Übersetzung einbeziehen und so z.B. ein aufgebautes Szenario vom Quellsystem über InfoSources und InfoCubes bis zu Queries und Arbeitsmappen gemeinsam übersetzen.

       5.      Wählen Sie im mittleren Bildbereich über Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Objekte auswählen des gewünschten Objekttyps das bzw. die Objekte, die Sie übersetzen möchten, und übernehmen Sie diese mit Drag&Drop in den rechten Bildbereich Gesammelte Objekte.

       6.      Das System zeigt im Bildbereich Gesammelte Objekte das bzw. die ausgewählten Objekte mit allen abhängigen Objekten. Für die Übersetzung eines Objektes werden automatisch folgende Objekte in den Arbeitsvorrat aufgenommen:

Arbeitsvorrat zu einem Objekt

Enthaltenes Objekt

Beispiel

BI-Objekt

Z.B. Query

Unterobjekte zu diesem Objekt

Bei einer Query z.B. InfoObjects (Merkmale und Kennzahlen) sowie vordefinierte Strukturen eines InfoProviders.

Mit diesem Objekt verbundenen Objekte

Bei einer Query z.B. diejenigen Arbeitsmappen, in welche die Query eingefügt ist.

Beachten Sie folgende Besonderheiten:

       Das System wird nur die markierten Objekte auf die Stückliste für die Übersetzung schreiben.

       Objekte im SAP-Namensraum (beginnend mit der Ziffer 0) werden automatisch nicht markiert.

       Wie im Funktionsbereich Transportanschluß können Sie über das Kontext-Menü alle Markierungen unterhalb eines Knotens markieren oder die entsprechenden Markierungen löschen.

       Es werden nur Texte von solchen Objekten übersetzt, die in der aktiven Version (A) bzw. in einem Business-Content-Entwicklungssystem in der Auslieferungsversion (D) vorliegen, da nur diese Objekte transportiert werden. Wenn Sie Texte von Objekten geändert haben, müssen Sie diese Objekte vor der Übersetzung aktivieren.

       Navigationsattribute müssen zusätzlich zu den InfoObjects übersetzt werden, falls deren Texte nicht aus dem Attributmerkmal übernommen wurden. Für das Navigationsattribut 0COSTCENTER__0RESP_PERS wird dann nicht 0RESP_PERS übersetzt, sondern das Merkmal 0COSTCENTER und darin der Text dieses Navigationsattributes. Falls die Texte dieser Navigationsattribute nicht in der Übersetzung angeboten werden, führen Sie das Programm RADNTLANG aus. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 480671.

       Die Texte der generierten DDIC-Objekte zu den Metadaten-Objekten werden im BI-System nicht an der Oberfläche angezeigt. Daher brauchen sie nicht übersetzt zu werden.

       7.      Wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Übersetzen. Sie gelangen auf das Dialogfenster Stückliste für die Übersetzung.

2. Erzeugen einer Stückliste in der Data Warehousing Workbench

Hinweis

Die Stückliste mit den zu übersetzenden Objekten wird in der Übersetzungsumgebung benötigt, um einen Arbeitsvorrat zu erzeugen.

...

       1.      Wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Anlegen. Sie gelangen auf das Dialogfenster Auswahl Auftragstyp.

       2.      Wählen Sie Stückliste. Sie gelangen auf das Dialogfenster Auftrag anlegen.

Hinweis

Wenn Sie keine Stückliste verwenden können, weil z.B. das System nicht änderbar ist, können Sie alternativ auch einen Workbench-Auftrag verwenden.

       3.      Geben Sie einen Namen (der Name muss im Kundennamensraum liegen, d.h. mit Y oder Z anfangen) und eine Kurzbeschreibung für die Stückliste ein, und sichern Sie Ihre Eingaben. Sie gelangen auf das Dialogfenster Einstieg in die Objektbearbeitung.

       4.      Wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Weiter. Sie gelangen auf das Dialogfenster Objektkatalogeintrag anlegen.

       5.      Geben Sie ein Paket an, und sichern Sie Ihre Eingaben.

       6.      Wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Weiter. Sie gelangen erneut auf das Dialogfenster Stückliste für die Übersetzung. Sie haben erfolgreich die Stückliste für die Übersetzung angelegt.

       7.      Wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Weiter. Sie gelangen auf das Bild Übersetzungsumgebung (Transaktionscode LXE_MASTER).

3. Erzeugen einer Objektliste in der Übersetzungsumgebung

Hinweis

Um in der Übersetzungsumgebung einen Arbeitsvorrat generieren zu können, müssen Sie zunächst in der Übersetzungsumgebung (Transaktionscode LXE_MASTER) zu der Stückliste eine Objektliste anlegen.

...

       1.      Wählen Sie auf der Registerkarte Auswertungen die Drucktaste Objektlisten. Sie gelangen auf das Dialogfenster Objektlisten.

       2.      Über Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Anlegen können Sie eine neue Objektliste erstellen.

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter Objektliste anlegen im Abschnitt Parameter für Objektliste nach Stückliste pflegen (nur bei ABAP-Entwicklungen).

                            a.      Geben Sie im Feld Beschreibungstext einen Text ein, und wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Sichern. Sie gelangen auf das Dialogfenster Parameter. Die Nummer und Beschreibung der ausgewählten Objektliste wird in der oberen Bildhälfte angezeigt.

                            b.      Wählen Sie im Bereich ABAP-System neben dem Feld Transporte die Drucktaste Keine Einträge, und wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Weiter. Sie gelangen auf das Dialogfenster Transporte/Stücklisten. Die Nummer der ausgewählten Objektliste wird in der oberen Bildhälfte angezeigt.

                            c.      Geben Sie den Namen der Stückliste an, die Sie in die Objektliste aufnehmen möchten. Wenn Sie mehrere Stücklisten auswerten möchten, legen Sie für jede Stückliste einen Eintrag an.

                            d.      Geben Sie in den beiden folgenden Spalten als Transporttyp und als Transportstatus * an; geben Sie keine Werte in die übrigen Felder (Datum und Uhrzeit) ein.

                            e.      Sichern Sie Ihre Eingaben zur Stückliste. Sie gelangen auf das Dialogfenster Parameter zurück. Auf der Drucktaste neben dem Feld Transporte wird die Anzahl der ausgewählten Stücklisten angegeben.

                              f.      Sichern Sie Ihre Eingaben zu den Parametern der Objektliste.

       3.      Generieren Sie die gewünschte Objektliste, indem Sie diese markieren und Aktivieren wählen. Sie gelangen auf das Dialogfenster Startterminwerte und können den Hintergrund-Job einplanen. (Der Name des Jobs ist OBJLIST_xxxx, wobei xxxx die Nummer der Objektliste ist.)

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter Objektliste anlegen im Abschnitt Objektliste generieren.

4. Bearbeiten des Arbeitsvorrats in der Übersetzungsumgebung

...

Hinweis

Wenn der Job zur Generierung der Objektliste beendet ist, können Sie die in dieser Objektliste enthaltenen Objekte über einen Arbeitsvorrat in der Übersetzungsumgebung (Transaktionscode SE63) übersetzen. Im folgenden wird nur der einfachste Fall einer solchen Übersetzung beschrieben.

Weitere Informationen finden Sie unter Werkzeuge für Übersetzer (BC-DOC-TTL), insbesondere in den Abschnitten zum Thema Persönliche Arbeitsvorräte.

       1.      Überprüfen Sie die für Sie als Benutzer festgelegten Standardeinstellungen.

                            a.      Wählen Sie Hilfsmittel Voreinstellungen.

                            b.      Wählen Sie über die Wertehilfe die genaue Version von Quell- und Zielsprache aus (z.B. „deDE“ für Deutsch und „enUS“ für English US).

       2.      Rufen Sie über Arbeitsvorrat Standard ihren persönlichen Arbeitsvorrat auf. Sie gelangen auf das Dialogfenster Mein Arbeitsvorrat: Parameter.

                            a.      Legen Sie die Parameter (Quellsprache, Zielsprache, Arbeitsvorratsnummer) fest.

Wenn Sie einen bestehenden persönlichen Arbeitsvorrat und/oder eine Reservierungsnummer für den Aufruf eines persönlichen Arbeitsvorrats zurücksetzen möchten, aktivieren Sie das Ankreuzfeld Arbeitsvorrat/Reservierung zurücksetzen.

                            b.      Wählen Sie Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Übernehmen.

Sie gelangen auf das Bild Arbeitsvorrat holen.

       3.      Wählen Sie die Registerkarte Objektliste.

                            a.      Wählen Sie zum Feld Objektliste diejenige Objektliste, aus der Sie Objekte in Ihren persönlichen Arbeitsvorrat aufrufen möchten.

                            b.      Markieren Sie die Option Selektion deaktivieren.

                            c.      Wählen Sie Objekte laden.

Hinweis

Weitere Informationen über die Vorgehensweise im einzelnen finden Sie unter Persönlichen Arbeitsvorrat aufrufen im Abschnitt Persönlichen Arbeitsvorrat über Objektliste aufrufen.

Sie gelangen auf das Bild Arbeitsvorrat mit den zu übersetzenden Objekten Ihrer Objektliste.

       4.      Geben Sie zu den zu übersetzenden Objekten einen Text in der Zielsprache ein, sichern Sie Ihre Eingaben und setzen Sie über Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt den Standard-Qualitätsstatus „S“.

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter Objekte über einen Arbeitsvorrat übersetzen.

       5.      Wenn Sie die Übersetzung abgeschlossen haben, sichern Sie den gesamten Arbeitsvorrat.

5. Nachbereitung mit Programm im ABAP-Editor

Hinweis

Die Übersetzung der Texte erfolgt nur für Objekte in der A- bzw. D-Version. Texte von Objekten in der überarbeiteten Version (M) werden nicht übersetzt. Wenn Sie die Pflege-Transaktionen in der Zielsprache aufrufen, zeigt das System daher zu diesen Objekten zunächst - sofern vorhanden - die alten Texte an.

Mit Hilfe eines Programmes können Sie die neu übersetzten Texte auch für die Objekte in der überarbeiteten Version (M) in Ihrem System zur Verfügung stellen.

...

       1.      Rufen Sie den ABAP-Editor (Transaktionscode SE38) auf.

       2.      Führen Sie das Programm RSO_AFTER_TRANSLATION mit folgenden Parametern aus:

Auftrag/Aufgabe: Name der Stückliste

Sprachenschlüssel: Quellsprache

Sprachenschlüssel: Zielsprache

Das System kopiert die Texte für die Objekte der Stückliste.

Ergebnis

Die übersetzten Texte stehen Ihnen in Ihrem BI-System zur Verfügung.

Transport der übersetzten Texte in der Data Warehousing Workbench

Wenn Sie die neuen Texte in einem anderen System zur Verfügung stellen möchten, können Sie diese über den Funktionsbereich Transportanschluss der Data Warehousing Workbench transportieren:

...

       1.      Sammeln Sie die übersetzten Objekte.

       2.      Um die übersetzten Texte zu transportieren, wählen Sie aus dem Kontextmenü Alles unterhalb transportieren. Damit schreiben Sie alle gesammelten Objekte explizit nochmals auf einen Auftrag. Dies ist auch dann nötig, wenn einige Objekte bereits transportiert wurden und daher standardmäßig nicht angekreuzt sind.

Achtung

Beim Transport werden die gesamten Objekte (nicht nur die Texte) transportiert. Je nach der Anzahl der Objekte kann es daher zu längeren Laufzeiten beim Import kommen.

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter BI-Objekte transportieren.

 

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