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Funktionsdokumentation Replikation von DataSources  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Im SAP Quellsystem ist die DataSource das BI-relevante Metaobjekt, das die Quelldaten in einer flachen Struktur zur Datenübertragung ins BI zur Verfügung stellt. Eine DataSource kann im Quellsystem in der SAP-Auslieferungsversion (D-Version: Objekttyp R3TR OSOD) und der aktiven Version (A-Version: Objekttyp R3TR OSOA) vorliegen.

Die Metadaten von SAP Quellsystemen sind unabhängig von den Metadaten des BI. Es gibt keine implizite Zuordnung der Objekte über Namensgleichheit. Im Quellsystem werden nur die für die Datenextraktion benötigten Informationen gehalten. Über die Replikation werden die relevanten Metadaten im BI bekannt gemacht, um das Nachlesen zu beschleunigen. Die Zuordnung von Quellsystem-Objekten zu BI-Objekten erfolgt ausschließlich und zentral im BI.

Im BI gibt es zwei Typen von DataSources. Eine DataSource kann entweder als DataSource (R3TR RSDS) oder als DataSource 3.x (R3TR ISFS) vorliegen. Da es nicht möglich ist, dass eine bestimmte DataSource in einem bestimmten Quellsystem zur selben Zeit in beiden Objekten im System vorhanden ist, und da im Quellsystem diese Objekte nicht unterschieden werden, muss zum Zeitpunkt der Replikation entschieden werden, in welches Objekt die Metadaten repliziert werden.

Integration

Replizierte DataSources 3.x können im BI emuliert verwendet werden, um eine Migration der DataSource 3.x in eine DataSource vorzubereiten. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine migrierte DataSource zu einer DataSource 3.x wiederhergestellt werden.

Siehe auch:

Emulation, Migration und Wiederherstellen von DataSources

Voraussetzungen

Sie haben das Quellsystem korrekt ans BI angeschlossen.

Funktionsumfang

Je nach Bedarf können Sie die gesamten Metadaten eines SAP-Quellsystems (Anwendungskomponentenhierarchie und DataSources), die DataSources einer Anwendungskomponente eines Quellsystems oder einzelne DataSources eines Quellsystems ins BI-System replizieren.

Beim Anlegen eines SAP-Quellsystems erfolgt eine automatische Replikation der Metadaten.

Bei einer Datenanforderung erfolgt eine automatische Replikation der DataSource, wenn sich die DataSource im Quellsystem verändert hat.

Ablauf der Replikation

Im ersten Schritt werden die D-Versionen repliziert.

Dabei werden im BI ausschließlich die DataSource-Kopftabellen von BI Content-DataSources als D-Version gesichert. Die Replikation der Kopftabellen ist Voraussetzung für das Sammeln und Aktivieren des BI Content.

      Wenn im BI Schatten-Content für das D-TLOGO-Objekt SHDS vorhanden ist, werden die relevanten Metadaten in die DataSource (R3TR RSDS) repliziert.

Hinweis

Die Replikation wird nur dann durchgeführt, wenn für die DataSource keine A- (oder M-)Version des anderen Objekttyps R3TR ISFS existiert.

      Wenn im BI Schatten-Content für das D-TLOGO-Objket SHMP (Mapping der DataSource 3.x) vorhanden ist, werden die relevanten Metadaten in die DataSource 3.x (R3TR ISFS) repliziert.

Hinweis

Die Replikation wird nur dann durchgeführt, wenn für die DataSource keine A- (oder M-)Version des anderen Objekttyps R3TR RSDS existiert.

      Wenn für eine DataSource (R3TR OSOD) im BI kein BI Content in der D-Version vorhanden ist, findet keine Replikation der D-Version statt, da diese Version im BI nur für die BI-Content-Aktivierung verwendet wird.

Im zweiten Schritt werden die A-Versionen repliziert.

DataSources (R3TR RSDS) werden dabei im BI mit allen relevanten Metadaten in der M-Version gesichert. Damit wird vermieden, dass unnötig viele DDIC-Objekte generiert werden, solange die DataSource noch nicht verwendet wird, d.h. solange noch keine Transformation zur DataSource besteht.

DataSources 3.x (R3TR ISFS) werden dabei im BI mit allen relevanten Metadaten in der A-Version gesichert.

      Grundsätzlich folgt der Objekttyp der A-Version der D-Version. Wenn es die DataSource bereits in der A- oder D-Version im BI gibt, wird die DataSource also in das bestehende Objekt repliziert.

      Wenn es die DataSource noch nicht im BI gibt, führt das System die Replikation nach der folgenden Logik durch:

...

                            a.      Wenn es sich um Hierarchie-, Export-DataSources handelt, ist der Objekttyp für die Replikation bestimmt:

       Hierarchie-DataSources werden in DataSources 3.x repliziert.

       Export-DataSources (8*) werden in DataSources 3.x repliziert.

                            b.      Wenn es im BI eine D-Version für ein Mapping (R3TR ISMP) gibt, erfolgt die Replikation in die DataSource 3.x (R3TR ISFS).

                            c.      Ansonsten fragt das System den Benutzer, in welchen Objekttyp die DataSource repliziert werden soll.

Achtung

Beachten Sie, dass Sie die DataSource korrekt replizieren: Wenn Sie z.B. den Datenfluss mit 3.x-Objekten des BI Contents modeliert haben und somit Übertragungs- und Fortschreibungsregeln verwenden, achten Sie darauf die DataSource in eine DataSource 3.x zu replizieren. Wenn Sie die DataSource falsch replizieren, können Sie das BI-Content-Datenmodell nicht mehr verwenden.

Löschen von DataSources während der Replikation

DataSources werden während der Replikation nur dann gelöscht, wenn Sie die Replikation für ein ganzes Quellsystem oder für eine bestimmte DataSource durchführen. Während der Replkation von DataSources für eine bestimmte Anwendungskomponente werden keine DataSources gelöscht, da evtl. die DataSource inzwischen einer anderen Anwendungskomponente zugeordnet ist.

Wenn das System bei der Replikation feststellt, dass die D-Version einer DataSource im Quellsystem oder der zugehörige BI Content (Schattenobjekte der DataSource R3TR SHDS bzw. Schattenobjekte des Mappings R3TR SHMP) im BI nicht (mehr) vorhanden ist, löscht das System die D-Version im BI ohne Abfrage.

Wenn das System bei der Replikation feststellt, dass die A-Version einer DataSource im Quellsystem nicht (mehr) vorhanden ist, fragt das BI-System, ob die DataSource im BI gelöscht werden soll. Wenn Sie die Löschung der DataSource bestätigen, löscht das System zusätzlich die abhängigen Objekte PSA, InfoPackage, Transformation, ggf. Datentransferprozess sowie im Fall der DataSource 3.x das Mapping und die Transferstruktur,  soweit diese vorhanden sind.

Achtung

Bevor Sie die Löschung der DataSource mit ihren abhängigen Objekten bestätigen, stellen Sie sicher, dass sie die zu löschenden Objekte wirklich nicht mehr verwenden. Wenn die Replikation der DataSource nur vorübergehend nicht möglich ist, kann die Löschbestätigung dazu führen, dass relevante Objekte verloren gehen.

Automatische Replikation bei Datenanforderung

Über eine Einstellung in der InfoPackage-Pflege unter Zusätze  Metadaten synchronisieren können Sie festlegen, dass bei einer Datenanforderung ein automatischer Abgleich der Metadaten im BI mit den Metadaten im Quellsystem erfolgt. Wenn das Kennzeichen gesetzt ist, wird die DataSource bei einer Datenanforderung aus dem BI automatisch repliziert, wenn sie sich im Quellsystem verändert hat.

Diese Funktion stellt sicher, dass Requests nicht im Quellsystem aufgrund des dort standardmäßig vorgenommenen Zeitstempelvergleichs zurückgewiesen werden, obwohl sich substantiell an der DataSource nichts geändert hat.

Bei der Replikation muss unterschieden werden zwischen den DataSource-Typen sowie zwischen den Arten der Änderung im Quellsystem.

DataSource (R3TR RSDS)

Wenn ein Request im InfoPackage erzeugt wird, wird die DataSource im BI aktualisiert, wenn die DataSource im Quellsystem einen höheren Zeitstempel hat als die DataSource im BI. Zusätzlich wird die DataSource im BI aktiviert (inkl. Transferstrukturgenerierung im Quellsystem),  wenn sie älter ist, als die DataSource im Quellsystem. Sie wird jedoch nur aktiviert, wenn der Objektstatus nach der Replikation „aktiv“ war.

Dies ist nicht der Fall, wenn im Quellsystem eine Änderung der Feldeigenschaft erfolgt ist (Name, Länge, Typ) oder ein Feld von der Übertragung ausgenommen worden ist (z.B. durch das Kennzeichen Feld ausblenden in der Feldliste der DataSource oder durch Ändern der Feldeigenschaft in der Extraktstruktur). In diesen Fällen, wird die DataSource im BI deaktiviert.

Falls die DataSource nach der Replikation nicht aktiv ist, gibt das System eine Fehlermeldung aus; die DataSource muss dann manuell aktiviert werden.

DataSource 3.x (R3TR ISFS)

Wenn ein Request im InfoPackage erzeugt wird, wird das DataSource-Replikat im BI aktualisiert, wenn die DataSource im Quellsystem einen höheren Zeitstempel hat als das DataSource-Replikat im BI. Zusätzlich wird die Transferstruktur im BI aktiviert,  wenn sie älter ist, als die DataSource im Quellsystem. Sie wird jedoch nur aktiviert, wenn der Objektstatus nach der Replikation „aktiv“ war.

Dies ist nicht der Fall, wenn im Quellsystem eine Änderung der Feldeigenschaft erfolgt ist (Name, Länge, Typ) oder ein Feld von der Übertragung ausgenommen worden ist (z.B. durch das Kennzeichen Feld ausblenden in der Feldliste der DataSource oder durch Ändern der Feldeigenschaft in der Extraktstruktur). In diesen Fällen, wird die Transferstruktur im BI deaktiviert.

Falls die Transferstruktur nach der Replikation nicht aktiv ist, z.B. weil eine Feldeigenschaft geändert wurde, keine Transferstruktur vorhanden ist, oder die Transferstruktur wegen einer Änderung im Datenfluss deaktiviert worden ist, gibt das System eine Fehlermeldung aus; die Transferstruktur muss dann manuell aktiviert werden.

Aktivitäten

Replikation der gesamten Metadaten (Anwendungskomponentenhierarchie und DataSources) eines Quellsystems

      Wählen Sie in der Data Warehousing Workbench im Quellsystem-Baum über das Kontextmenü des Quellsystems DataSources replizieren.

oder

      Wählen Sie in der Data Warehousing Workbench im DataSource-Baum über das Kontextmenü des Wurzelknotens DataSources replizieren.

Wenn Sie die gesamten Metadaten eines Quellsystems replizieren, werden auch die Schalter der im Switch Framework des Quellsystems vorhandenen Business Functions repliziert. Die Schalter steuern die Sichtbarkeit von Querybestandteilen in Queries des Business Content. Weitere Informationen finden Sie unter Schalter replizieren.

Replikation der Anwendungskomponentenhierarchie eines Quellsystems

Wählen Sie in der Data Warehousing Workbench im DataSource-Baum über das Kontextmenü des Wurzelknotens Baum-Metadaten replizieren.

Replikation der Metadaten (DataSources und ggf. Anwendungskomponenten) einer Anwendungskomponente

Wählen Sie in der Data Warehousing Workbench im DataSource-Baum über das Kontextmenü einer Anwendungskomponente Metadaten replizieren.

Replikation einer DataSource eines Quellsystems

      Wählen Sie in der Data Warehousing Workbench im DataSource-Baum über das Kontextmenü einer DataSource Metadaten replizieren.

oder

      Wählen Sie im Einstiegsbild des DataSource Repositories (Transaktion RSDS) das Quellsystem und die DataSource aus und wählen Sie anschließend DataSource   DataSource replizieren.

Über diese Funktion können Sie auch eine einzelne bisher noch nicht im BI-System vorhandene DataSource replizieren. Dies ist in der Sicht des DataSource-Baums nicht möglich, da eine bisher noch nicht replizierte DataSource hier nicht angezeigt wird.

Fehlerbehandlung

Wenn eine DataSource in den falschen Objekttyp R3TR RSDS repliziert wurde, können Sie über die Wiederherstellung der DataSource im DataSource-Repository den Objekttyp korrigieren.

Weitere Informationen: DataSource 3.x wiederherstellen

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