Berechnung der Kapazitätsbedarfe einer Aktivität Der Kapazitätsbedarf einer Aktivitätbeschreibt, wie viel der Produktivzeitund der Kapazität einer Ressource zur Bearbeitung der Aktivität eingesetzt werden muss. Da zur Durchführung einer Aktivität verschiedene Ressourcen erforderlich sein können, kann es zu einer Aktivität mehrere Kapazitätsbedarfe geben (für jede Ressource im Modus einen). Hierbei ist jeder Kapazitätsbedarf durch die Nettodauer und den jeweiligen Ressourcenverbrauch der Aktivität bestimmt.
Das System berechnet die Nettodauer, die Ressourcenverbräuche und damit die Kapazitätsbedarfe einer Aktivität,
wenn es die Bezugsquellefür die Eigenfertigung auflöst, d.h.
wenn ein Auftrag angelegt wird
wenn die Auftragsmenge geändert wird
wenn der Auftragstermin so geändert wird, dass die aktuelle Eigenfertigungsbezugsquelle nicht mehr gültig ist (siehe Beachten der Auftragsgültigkeit )
wenn Sie einen Vorgang rückmelden
Hier ermittelt das System Kapazitätsbedarfe für die Restmengen.
Auf der Basis der Kapazitätsbedarfe und des Wunscheinplanungstermins ermittelt das System bei der
Feinplanung
für die Aktivität den
Modus
und den Einplanungstermin. Hierbei berücksichtigt das System, dass die Ressourcen nicht ununterbrochen zur Verfügung stehen, z.B. wegen Pausen, und dass der
Nutzungsgradvon 100 Prozent abweichen kann. Die Bruttodauer der Aktivität, d.h. die Zeitspanne zwischen Start- und Endtermin, ist daher von der Nettodauer verschieden. Maßgeblich für die Terminierung sind die Arbeitszeitdaten und der Nutzungsgrad der Ressource, die im Modus als
Kalenderressource
gekennzeichnet ist.
Bei finiter Planung können Sie eine Aktivität nur in ausreichend lange Zeitintervalle einplanen, in denen auf allen Ressourcen, die zur Durchführung der Aktivität erforderlich sind, gleichzeitig genügend Kapazität zur Verfügung steht. Bei infiniter Planung berücksichtigt das System die beschränkte Kapazität einer Ressource nicht; eine Aktivität kann daher unabhängig vom Ressourcenverbrauch zu beliebigen Terminen eingeplant werden.