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Funktionsdokumentation Manuelle Modellauswahl  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Sie treffen eine manuelle Modellauswahl, um eine bestimmte Prognosestrategie festzulegen. Dies ist dann sinnvoll, wenn der mit den automatischen Modellen generierte Zeitreihenverlauf nicht zu dem von Ihnen gewünschten Ergebnis führt.

Voraussetzungen

Sie müssen zunächst den bisherigen Zeitreihenverlauf analysieren, um eine bestimmte Regelmäßigkeit oder einen Trend festzustellen. Entsprechend definieren Sie dann Ihr Prognosemodell.

Funktionsumfang

Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie auf unterschiedliche Zeitreihenverläufe mit den Mitteln der Prognose reagieren können:

Konstanter Zeitreihenverlauf

Bei einem konstanten Zeitreihenverlauf können Sie die Modelle Konstantmodell und Konstantmodell mit Anpassung der Glättungsfaktoren wählen. Die Prognoserechnung beider Modelle wird anhand der exponentiellen Glättung erster Ordnung durchgeführt. Dabei werden bei der Anpassung der Glättungsfaktoren verschiedene Parameterkombinationen durchgerechnet, und es wird die Parameterkombination gewählt, die die geringste mittlere absolute Abweichung aufweist.

Außerdem können Sie die Modelle des gleitenden Mittelwerts und des gewichteten gleitenden Mittelwerts wählen, die im Fall eines konstanten Verlaufs ebenfalls sinnvoll sein können.

Beim Modell des gewichteten gleitenden Mittelwerts haben Sie die Möglichkeit, die einzelnen Vergangenheitswerte zu gewichten, so daß das System bei der Berechnung der Prognosewerte die Vergangenheitswerte nicht gleichmäßig berücksichtigt. Dadurch können Sie erreichen, daß wie bei der exponentiellen Glättung ältere Vergangenheitswerte weniger stark berücksichtigt werden als jüngere.

Trendförmiger Zeitreihenverlauf

Bei einem trendförmigen Zeitreihenverlauf ist es sinnvoll, das Trendmodell oder ein Modell der exponentiellen Glättung zweiter Ordnung auszuwählen. Das System berechnet beim Trendmodell die Prognosewerte anhand des Verfahrens der exponentiellen Glättung erster Ordnung.

Bei den Modellen der exponentiellen Glättung zweiter Ordnung können Sie wählen zwischen einem Modell mit oder ohne Parameteroptimierung.

Saisonaler Zeitreihenverlauf

Bei einem saisonalen Zeitreihenverlauf können Sie das Saisonmodell vorgeben. Das System errechnet beim Saisonmodell die Prognosewerte mit Hilfe der exponentiellen Glättung erster Ordnung.

Trendsaisonaler Zeitreihenverlauf

Bei einem trendsaisonalen Zeitreihenverlauf können Sie das Trend-Saison-Modell auswählen. Dabei errechnet das System die Prognosewerte mit Hilfe der exponentiellen Glättung erster Ordnung.

Unregelmäßiger Zeitreihenverlauf

Bei einem unregelmäßigen Zeitreihenverlauf sind keine der obengenannten Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. Wenn bei einem unregelmäßigen Verlauf überhaupt eine Prognose durchgeführt werden soll, dann sind in der Regel die Modelle des gleitenden Mittelwerts bzw. des gewichteten gleitenden Mittelwerts am sinnvollsten.

Prognosemodelle bei verschiedenen Verlaufsformen der Vergangenheitszeitreihe

Zeitreihenverlauf

Prognosemodell

Konstanter Verlauf

Konstantmodell
Konstantmodell mit Anpassung der Glättungsfaktoren

Modell des gleitenden Mittelwerts
Modell des gewichteten gleitenden Mittelwerts

Trendförmiger Verlauf

Trendmodell
(exponentielle Glättung 1. Ordnung)

Modell der exponentiellen Glättung
2. Ordnung (mit und ohne Parameteroptimierung)

Saisonaler Verlauf

Saisonmodell (Verfahren nach Winter)

Trendsaisonaler Verlauf

Trend-Saison-Modell
Modell der exponentiellen Glättung 1. Ordnung

Unregelmäßiger Verlauf

Keine Prognose

Modell des gleitenden Mittelwerts
Modell des gewichteten gleitenden Mittelwerts

 

Siehe auch:

Automatische Modellauswahl

Modellinitialisierung