Fixiertes Pegging und Nettobedarfsrechnung Im Rahmen der Nettobedarfsrechnung kann das System ein nicht fixiertes Zugangselement, das mit einem Bedarf über eine fixierte Pegging-Beziehung verknüpft ist, nur dann reduzieren, wenn die Menge des Zugangselementes höher ist als die Pegging-Menge. Wenn die Zugangsmenge kleiner oder gleich hoch ist wie die Pegging-Menge, dann kann das System das Zugangselement weder reduzieren noch löschen, um ihn an eine geänderte Planungssituation anzupassen. Das System betrachtet das Zugangselement genauso, als ob es fixiert wäre.
Bei der Nettobedarfsrechnung wird im ersten Schritt die fixierte Pegging-Menge herausgerechnet. Nur die Bedarfs-, Zugangs- und Bestandsmengen, für die keine fixierten Pegging-Beziehungen vorliegen, fließen in die Nettobedarfsrechnung ein.
Ein nicht fixiertes Zugangselement, das durch fixierte Pegging-Beziehungen mit einem Bedarf verbunden ist, kann bei der Planung in der Nettobedarfsrechnung reduziert werden, wenn die Zugangsmenge größer ist als die fixierte Pegging-Menge. Die Pegging-Menge, die durch fixiertes Pegging einem Bedarf zugeordnet ist, wird von der Planung als fixiert betrachtet. Wenn sich der Bedarf erhöht oder nicht vollständig von der Pegging-Menge gedeckt wird, dann wird im Planungslauf ein neues Zugangselement für die fehlende (nicht durch fixiertes Pegging zugeordnete Bedarfsmenge) angelegt.
Hinweis
Fixiertes Pegging und Periodische Losgröße
Die Verwendung von fixiertem Pegging bei periodischer Losgröße ist bei diesem Losgrößenverfahren nicht sinnvoll. Fixiertes Pegging bewirkt bei der Nettobedarfsrechnung, dass die zugeordneten Zugangselemente, wie z.B. Planaufträge, in Höhe der Pegging-Menge als fixiert betrachtet werden. Wenn sich das Bedarfselement erhöht, dann legt das System ein neues Zugangselement in Höhe der Differenzmenge an, da das System fixierte Zugangselemente nicht mehr ändern darf. Dies bewirkt, dass auch bei periodischer Losgröße in einer Periode mehr als ein Zugangselement vorkommen kann. Da bei diesem Losgrößenverfahren die Zuordnung zwischen Bedarf und Zugangselement bereits durch die Periode gegeben ist, ist eine Zuordnung über fixiertes Pegging nicht notwendig.
Sie haben eine fixierte Pegging-Beziehung mit einer Pegging-Menge von 50 Stück zwischen einem Bedarf und einem Zugangselement angelegt. Die Bedarfsmenge beträgt 60 Stück, dieMenge des Zugangselementes beträgt 100 Stück.
Sie führen anschließend einen MRP-Lauf durch. Die Nettobedarfsrechnung reduziert die Zugangsmenge im Zugangselement um 50 Stück (nur die fixierte Pegging-Menge in Höhe von 50 Stück bleibt erhalten). Die Planung legt anschließend ein neues Zugangselement in Höhe von 10 Stück an, um den Bedarf von 60 Stück decken zu können.