Datenübertragung von Netzplankapazitätsbedarfen
Achtung
Folgendes gilt ebenfalls hauptsächlich für die Änderungsübertragung, Übertragungen zu Vergleichszwecken und die Auffrischungsübertragung. Auftretende Differenzen sind dokumentiert unter Änderungsübertragung und Löschung bei Projektaufträgen/Netzplänen , Übertragung zum Vergleich von Projektaufträgen/Netzplänen und Auffrischungsübertragung zur Aktualisierung von Projektauftrags-/Netzplandaten .
Kapazitätsbedarfe im Arbeitsplatz in SAP R/3 werden auf die Ressource in SAP APO abgebildet.
Der Kapazitätsbedarf für SAP APO wird als Verhältnis der Restarbeit dividiert durch die Restdauer des Vorgangs berechnet. Der Kapazitätsbedarf wird über die gesamte Dauer des Vorgangs verteilt, d.h. es gibt für die Arbeit keine Pufferzeit .
Kapazitätsbedarfe, die in SAP R/3 bestimmt wurden, werden auf eine Multi-Activity-Ressource oder Single-Activity-Ressource übertragen. Bei eine Single-Activity-Ressource werden Kapazitätsbedarfe auf eins gesetzt, d.h. die Dauer des Vorgangs entspricht der Restarbeit (es gibt keine Pufferzeit für die Arbeit). Wenn die Arbeit bei einem Vorgang mit einer Dauer von acht Stunden beispielsweise vier Stunden dauert, ist die Single-Activity-Ressource für die gesamten acht Stunden belegt. Sie können jedoch ein Business Add-In mit Ihrer eigenen Logik implementieren. Weitere Informationen finden Sie unter Erweiterungen für die Integration von Projektaufträgen/Netzplänen .
Bei der Berechnung des Restkapazitätsbedarfs wird die Restarbeit um den Faktor der täglichen Arbeitszeit der Ressource dividiert durch die Dauer eines Tages reduziert, wenn die Restarbeit als Zeiteinheit gepflegt wird, die gleich groß oder größer ist als ein ‚Tag‘.
Beispiel
Eine Dauer von einer Woche auf einer Ressource mit einer täglichen Arbeitszeit von zwölf Stunden wird als 12 / 24 x 7 x 24 = 84 Stunden Dauer übertragen, selbst wenn in SAP R/3 eine Woche = fünf Arbeitstage sind.
Hinweis
Kapazitätsbedarfe werden gelöscht, wenn der entsprechende Vorgang technisch abgeschlossen ist. Dann werden die Kapazitätsbedarfe nicht weiter an SAP APO übertragen, und der Bezug zum Vorgang und zur Ressource geht verloren.
Bei einem Vorgang werden die Kapazitätsbedarfe übertragen, die zum Vorgang in der Datenbank in SAP R/3 gehören. Diese können sich von den Kapazitätsbedarfen unterscheiden, die auf der Oberfläche angezeigt werden. Zum Beispiel wird Arbeitsplatz A eingegeben, eingeplant und gespeichert. Zu einem späteren Zeitpunkt wird Arbeitsplatz B eingegeben und gesichert, jedoch nicht eingeplant. Dennoch ist A der Arbeitsplatz, der in der Datenbank enthalten ist.
Um sicherzustellen, dass die Änderung am Arbeitsplatz in der Datenbank verzeichnet wird, müssen Sie das Kapazitätsbedarfskennzeichen auf dem Netzplankopf setzen und den Netzplan einplanen, bevor Sie ihn sichern. Um einen Netzplan jedes Mal automatisch einzuplanen wenn er gespeichert wird, können Sie das Kennzeichen für die automatische Einplanung auf dem Netzplankopf setzen.
Folgende Daten werden nicht übertragen:
Kapazitätsbedarfe für Ressourcen, die nicht im aktiven Integrationsmodell enthalten sind
Kapazitätsbedarfe, deren entsprechender Netzplan in SAP R/3 eingeplant werden soll, wie durch eine Implementierung in der Methode
CHANGE_NETWORK_DATA
im Business Add-In (BAdI)
BADI_CIF_PS_NETWORK
und in Methode
CHANGE_NETWORK_INBOUND
im BAdI
CIF_PS_NETW_IN
definiert. Weitere Informationen finden Sie unter
Erweiterungen für die Integration von Projektaufträgen/Netzplänen
.
Kapazitätssplits
Kapazitätsbedarfe mit einem Bedarf von Null, es sei denn der entsprechende Vorgang wurde endrückgemeldet, wobei in diesem Fall der Kapazitätsbedarf als 1 übertragen wird. Da jedoch die Restvorgangsdauer Null beträgt, wird der Kapazitätsbedarf nicht belastet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Ressource im Vorgang in SAP APO nicht verloren geht.