Prognosen verwalten 
Bei Herstellerfirmen gehen Kundenaufträge oft kurzfristig ein. Der Produktionsprozess kann jedoch lang dauern. Daher planen solche Firmen ihren Einkauf und ihre Produktion meist im Voraus, noch bevor tatsächlich Kundenaufträge eingehen. Dafür dienen Prognosen. Eine Prognose fungiert als zusätzlicher Bedarf. Die Waren werden auf Grundlage der Prognose produziert, und wenn die tatsächlichen Kundenaufträge eingehen, kann die Firma schnell liefern.
Mit SAP Business One können Sie Prognosen auf der Grundlage von Absatzdaten aus der Vergangenheit oder manuell eingegebenen Prognosemengen generieren. Sie können die Prognosen anschließend als zusätzliche Datenquelle für die Dispositionsberechnung verwenden.
Hinweis
Sie können zwar unbegrenzt viele Prognosen definieren, jedoch kann für jedes MRP-Szenario nur eine Prognose ausgewählt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Disposition durchführen - Allgemeiner Prozess, Voraussetzungen und Vorgehensweise.
Zum Hinzufügen, Duplizieren, Aktualisieren oder Löschen einer Dispositionsprognose wählen Sie im Hauptmenü von SAP Business One , und gehen Sie folgendermaßen vor:
Hinweis
Sobald Sie die Prognose gesichert haben, können Sie die Sicht nicht mehr ändern.
In Dispositionsberechnungen können Sie eine Prognose mit Kundenaufträgen oder Rahmenverträgen verbrauchen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Hinweis
Um die Funktion zum Verbrauchen der Prognosemenge zu aktivieren, muss das Kennzeichen Verbrauchsprognose unter Allgemeine Einstellungen: Registerkarte Bestand gesetzt sein.
Um eine Prognose mit Kundenaufträgen zu verbrauchen, wählen Sie im Fenster Kundenauftrag auf der Registerkarte Inhalt für die Spalte Verbrauchsprognose die Option Ja.
Weitere Informationen finden Sie unter Verkaufsbeleg: Registerkarte Inhalt.
Um eine Prognose mit Rahmenverträgen zu verbrauchen, setzen Sie im Fenster Rahmenvertrag Details das Kennzeichen Verbrauchsprognose. Weitere Informationen finden Sie unter Rahmenvertrag Details.
Hinweis
Nur für Rahmenverträge vom Typ Spezifisch kann festgelegt werden, dass sie eine Prognose verbrauchen sollen.
Wechseln Sie in den Hinzufügemodus. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Im Hinzufügemodus arbeiten.
Geben Sie den Code und den Namen der Prognose ein.
Geben Sie das Anfangs- und Enddatum für den Prognosehorizont ein.
Das angegebene Datum kann sich entsprechend dem im Feld Sicht gewählten Wert ändern. Beispiele finden Sie unter Anfangsdatum, Enddatum in Fenster: Prognosen.
Wählen Sie in der Dropdown-Liste Sicht einen Zeitraum für die Verwaltung der Prognose aus.
Hinweis
Nach dem Hinzufügen der Prognose kann die Sicht nicht mehr geändert werden.
Weitere Informationen zu den Sichtoptionen finden Sie unter Sicht in Fenster: Prognosen.
Geben Sie einen oder mehrere Artikel an, die in der Prognose berücksichtigt werden sollen.
Um Prognoseartikel und -mengen anzugeben, führen Sie eine der folgenden Vorgehensweisen aus:
Prognose manuell definieren
Geben Sie einen oder mehrere Artikel an, die in der Prognose berücksichtigt werden sollen.
Geben Sie Prognosemengen für jede Periode in den Verkaufseinheiten der Artikel ein. Die VerkaufsME für Artikel können Sie unter definieren.
Hinweis
Sie müssen nicht für jede Periode einen Wert eingeben. Wenn Sie beispielsweise eine wöchentliche Prognose für sechs Monate erstellen, müssen Sie nicht für jede Woche eine Menge eingeben.
Prognose automatisch generieren
Wählen Sie im Fenster Prognose die Drucktaste Prognose generieren.
Das Fenster Prognosen generieren - Definition wird geöffnet.
Filtern Sie mithilfe der Auswahlkriterien die Artikel, die in der Prognose berücksichtigt werden sollen. Sie können die Artikel nach Artikel, bevorzugtem Lieferanten und Standard-Lager filtern.
Klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen, um das Fenster zu erweitern.
Definieren Sie unter Erweiterte Einstellungen die Absatzdaten einer bestimmten Periode als Berechnungsgrundlage für die Prognosemenge.
Setzen Sie dafür das Kennzeichen Auf Absatzhistorie basieren, und geben Sie die Berechnungsmethode an. Welche Berechnungsmethoden verfügbar sind, richtet sich nach der Definition im Feld Sicht. Weitere Informationen zum Berechnungsalgorithmus für die einzelnen Optionen finden Sie unter Auf Absatzhistorie basieren in Fenster: Prognosen generieren - Definition.
Geben Sie die Verkaufsbelege an, die in die Berechnung einbezogen werden sollen. Sie können Kundenaufträge sowie Lieferungen und Ausgangsrechnungen wählen.
Hinweis
Ausgangsrechnungen, die auf einer Lieferung beruhen, sowie Ausgangsvorausrechnungen werden nicht einbezogen.
Stornierte Belege und Vorausrechnungen werden nicht einbezogen.
Nur Verkaufsbelege mit Buchungsdatum zwischen dem Start- und dem Enddatum der Historie werden berücksichtigt.
Füllen Sie das Feld Startdatum Historie aus. Das Enddatum der Historie wird automatisch berechnet.
Hinweis
Stellen Sie sicher, dass das Datum nicht nach dem Anfangsdatum der Prognose liegt.
SAP Business One passt das eingegebene Startdatum Historie möglicherweise entsprechend Ihrer Definition der Sicht für die Prognose an.
Um die Daten zu sichern und zum Fenster Prognosen zurückzukehren, wählen Sie OK.
SAP Business One füllt dieses Fenster mit den gewählten Artikeln und zeigt die automatisch generierten Prognosemengen für jeden Artikel und jede Periode an.
In einigen Fällen kann es notwendig sein, die Prognosemengen um einen bestimmten Prozentsatz anzupassen. Beispiel: Sie generieren eine Prognose auf der Grundlage der Absatzhistorie der letzten drei Monate. Sie stellen jedoch fest, dass die Prognoseperiode die Spitzenzeit des Jahres sein wird, also beschließen Sie, die Prognosemengen zu verdoppeln. Verwenden Sie in der oberen rechten Ecke des Fensters Prognosen die Symbole
(Prognosemengen erhöhen) und
(Prognosemengen verringern), um die Prognosemengen anzupassen.
Weitere Informationen finden Sie unter „Prognosemenge anpassen“ in Fenster: Prognosen.
Wählen Sie die Drucktaste Hinzufügen, um die Prognoseänderungen zu sichern.
Wechseln Sie in den Suchmodus. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Im Suchmodus arbeiten.
Geben Sie ein Sternchen * ein, und wählen Sie die zu duplizierende Prognose aus der Liste aus.
Wählen Sie die Drucktaste Duplizieren im Menü Daten.
Wechseln Sie in den Suchmodus. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Im Suchmodus arbeiten.
Geben Sie ein Sternchen * ein, und wählen Sie die zu aktualisierende Prognose aus der Liste aus.
Die Prognosedetails werden angezeigt.
Fahren Sie bei Bedarf mit einer der folgenden Varianten fort:
Ändern Sie die Beschreibung der Prognose.
Überschreiben Sie die Daten, um den Horizont der Prognose zu ändern.
Die Periodenwerte werden gelöscht und durch die neuen Werte ersetzt.
Achtung
Wenn Sie den Datumsbereich in den Feldern Startdatum und Enddatum ändern, werden die nicht im Datumsbereich enthaltenen Daten gelöscht.
Aktualisieren Sie den Artikelstammsatz.
Um die Artikelstammdaten für den Artikel anzuzeigen, wählen Sie
(Verknüpfungspfeil) im Feld Artikelnr..
Um den Wert im Feld Artikelnr. zu überschreiben, geben Sie eine neue Artikelnummer ein, oder entfernen Sie den vorhandenen Wert, drücken Sie die Tabulatortaste, und wählen einen Wert aus der Liste aus.
Aktualisieren Sie die Mengen für jeden Artikel in jeder Periode.
Wählen Sie Aktualisieren, um die Änderungen zu sichern.
Wählen Sie OK, um das Fenster zu schließen.
Wechseln Sie in den Suchmodus. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Im Suchmodus arbeiten.
Geben Sie ein Sternchen * ein, und wählen Sie die zu löschende Prognose aus der Liste aus.
Wählen Sie die Drucktaste Entfernen im Menü Daten.
Achtung
Eine Prognose, die bereits in einem Dispositionslauf verwendet wurde, kann nicht gelöscht werden.