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Funktionsdokumentation Kontextobjekte  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Kontextobjekte sind nur dann relevant für Sie, wenn Sie eine Kommunikation über den Integration Server realisieren (A2A, B2B oder Web-Service-orientiert) Sie sind eine komfortable Alternative zu XPath-Ausdrücken, um während der Konfiguration im Integration Directory auf Inhalte einer Message zuzugreifen. Betrachten Sie beispielsweise folgende Message-Instanz:

<InvoiceOut>

  <customerData>
     <address>
        <name> ... </name>
        
<postalCode> ...</postalCode>
        ...
     </address>
     ...
  </customerData>
</InvoiceOut>

Um auf den Inhalt des Feldes <postalCode> zuzugreifen, würden Sie in XPath den folgenden Ausdruck verwenden:

/InvoiceOut/customerData/address/postalCode

Wenn Sie diesen Ausdruck in mehreren Bedingungen benötigen, müssten Sie ihn jedes mal neu hinschreiben oder kopieren. Statt dessen können Sie dem Feld <postalCode> ein Kontextobjekt zuweisen, beispielsweise mit dem Namen postalCode. In allen Bedingungen, in denen Sie den Wert des Feldes <postalCode> benötigen, reicht es dann aus das Kontextobjekt postalCode zu verwenden, so dass diese Bedingungen lesbarer werden:

Vergleich über XPath oder Kontextobjekt

XPath

Kontextobjekt

/InvoiceOut/customerData/address/postalCode = “69120”

postalCode = “69120”

Hinweis

Kontextobjekte kapseln also den XPath-Ausdruck, mit dem Sie sonst auf den Feldinhalt zugegriffen hätten.

Nachdem Sie ein Kontextobjekt im ES Repository angelegt und dem Feld einer Request-Message zugeordnet haben, können Sie es in folgenden Situationen verwenden:

·        Bei der Ermittlung des Empfängers einer Message abhängig von deren Inhalt

·        Bei der Verarbeitung von Prozess-Schritten in Integrationsprozessen abhängig vom Inhalt einer Message

Um auf Header-Informationen der Message zugreifen zu können, gibt es eine Reihe von vordefinierten technischen Kontextobjekten.

Funktionsumfang

Typisierung

Ein Kontextobjekt ist skalar und hat einen Referenztyp. Das bedeutet, dass Sie Kontextobjekte keinen Strukturfeldern zuordnen können. Mit dem Referenztyp legen Sie fest, mit welcher Art von Werten Sie später das Kontextobjekt vergleichen wollen:

Datentypen von Kontextobjekten

Referenztyp

Art des Vergeichs

xsd:string

Lexikographisch.

xsd:integer

Numerisch

xsd:date

Vergleich mit Datum

xsd:time

Vergleich mit Uhrzeit

Aktivitäten

...

       1.      Legen Sie ein Kontextobjekt im ES Builder an (siehe: Anlegen eines Objektes).

       2.      Wählen Sie über die Listbox Referenztyp einen eingebauten XSD-Datentyp für Ihr Kontextobjekt aus und speichern Sie.

       3.      Öffnen Sie das (Service-)Interface im ES Repository, dem Sie ein Kontextobjekt zuweisen wollen. Sie können Kontextobjekte nur der Request-Message von Interfaces der gleichen oder einer übergeordneten Software-Komponentenversion zuweisen.

       4.      Um Kontextobjekte zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen vor:

       Importierte RFCs oder IDocs:
Ordnen Sie das Kontextobjekt einem Feld der Request-Message zu, indem Sie es in der Spalte
Kontextobjekt über die Eingabehilfe eintragen. Wenn Sie die Zuordnung eines Kontextobjektes wieder rückgängig machen wollen, rufen Sie die Funktionslistbox der Eingabehilfe zum Eingabefeld auf (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt) und wählen Zurücksetzen (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt).

       Service-Interfaces:
Wählen Sie die entsprechende Operation für die Zuordnung aus. Bevor Sie ein Kontextobjekt zuordnen können, muss der Request-Message ein Message-Schema zugeordnet worden sein. Ist dies der Fall, markieren Sie den Namen der Message und wählen die Drucktaste
Kontextobjekte. Der ES Builder zeigt dann die Struktur der Request-Message an, so dass Sie einzelnen Feldern ein Kontextobjekt zuordnen können. Wenn Sie die Zuordnung eines Kontextobjektes wieder rückgängig machen wollen, rufen Sie die Funktionslistbox der Eingabehilfe zum Eingabefeld auf (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt) und wählen Löschen (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt).

Hinweis

Wenn Sie einer Operation eine neue Message zuweisen, wird unter Umständen eine vorher bestehende Kontextobjekt-Zuordnung ungültig (weil der zugehörige XPath-Ausdruck nicht mehr vorhanden ist). Wählen Sie Kontextobjekt-Zuordungen prüfen und korrigieren (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt), um ungültige Zuordnungen in allen Operationen des Service-Interface automatisch zu entfernen. Die Prüfung prüft nicht, ob eingetragenen Kontextobjekte auch tatsächlich existieren.

       5.      Aktivieren Sie ihre Änderungen.

Nach der Aktivierung können Sie das Kontextobjekt in einem Integrationsprozess oder bei der Konfiguration für das Feld verwenden, dem Sie das Kontextobjekt zugewiesen haben (siehe Ausdruckseditor). Sie können ein Kontextobjekt auch in mehreren (Service-)Interfaces beziehungsweise Operationen verwenden.

 

 

 

 

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