Modellierung von Ablaufvarianten eines
Process-Integration-Szenarios
Die Process-Integration-Szenario-Designumgebung im Enterprise Services Builder erlaubt keine qualifizierte Darstellung von Verzweigungen (AND, OR, XOR) oder anderer komplexer Prozessmodellierungskonstrukte.
● Bei der Darstellung verschiedener Ablaufvarianten muss ein guter Kompromiss zwischen der Verständlichkeit von Process-Integration-Szenarien einerseits und der Anzahl von getrennt definierten Process-Integration-Szenarien andererseits gefunden werden.
● Dazu gelten folgende Konventionen:
○ Gibt es optionale Actions (und Kommunikationsschritte), die durchlaufen werden können oder auch nicht, dann sollten diese in das Process-Integration-Szenario aufgenommen werden und in der Dokumentation als optional deklariert werden. Das Process-Integration-Szenario wird so verstanden, dass die optionalen Schritte nicht unbedingt zur Ausführung kommen müssen.
○ Gibt es verschiedene Branches in der Prozesslogik (OR, XOR), deren Zweige in verschiedenen Anwendungskomponenten liegen, dann sollten beide Zweige in das Process-Integration-Szenario aufgenommen und in der Dokumentation erklärt werden.
○ Gibt es verschiedene Branches in der Prozesslogik (OR, XOR), deren Zweige in derselben Anwendungskomponente liegen, dann sollte überlegt werden, ob die Branches unbedingt modelliert werden müssen.
● Die Process-Integration-Szenario-Designumgebung im Enterprise Services Builder erlaubt kein explizites Variantenmanagement. Daher wird empfohlen, verschiedene Varianten möglichst in ein Process-Integration-Szenario aufzunehmen. Sollte jedoch dadurch die Komplexität unverhältnismäßig zunehmen, oder sollte das Verständnis unverhältnismäßig erschwert werden, dann wird die Modellierung der Variante als separater Component View desselben Process-Integration-Szenarios empfohlen.