WS-BPEL: Integrationsprozess
importieren oder exportieren
Das Business Process Management unterstützt den Prozessdefinitionsteil von WS-BPEL 2.0 (Web Services Business Process Execution Language). Weitere Informationen zu WS-BPEL finden Sie unter der Internetadresse https://www.sdn.sap.com/irj/sdn/docs?rid=/webcontent/uuid/b4313088-0901-0010-3d97-9566d764c212.
Sie können das WS-BPEL-Format als Austauschformat verwenden, um einen Integrationsprozess in ein Nicht-SAP-System zu exportieren und dort auszuführen. Umgekehrt können Sie einen Integrationsprozess über das WS-BPEL-Format aus einem Nicht-SAP importieren und auf dem Integration Server ausführen. Einschränkungen zum Import bzw. Export beschreibt der Hinweis 709650. Die Version BPEL4WS 1.1 wird ebenfalls unterstützt.

Das
WS-BPEL-Format ist nicht für den Import bzw. Export von Integrationsprozessen
zwischen Enterprise Services Repositories vorgesehen. Dafür sollten Sie
stattdessen die Import-Funktion des Enterprise Services Repository verwenden
(siehe auch:
Transport von
XI-Objekten).
Der Export exportiert die Definition des Integrationsprozesses als WS-BPEL-Darstellung. Zusätzlich werden die in der Prozessdefinition referenzierten Datentypen, Message-Typen und Operationen als WSDL-Beschreibung exportiert.
Sie können die zu exportierende WS-BPEL-Darstellung der Prozessdefinition jederzeit im Bearbeitungsbereich des Prozess-Editors anzeigen (siehe auch: Prozess-Editor). Die zugehörigen Datentypdefinitionen können Sie in Form einer WSDL-Beschreibung im Ausgabebereich anzeigen.
Beim Export wird die in der Prozess-Editor angezeigten Prozessdefinition als Datei ausgegeben. Die Exportdatei ist eine .zip-Datei, die folgende Dateien enthält:
● <name>.bpel: Definition des Integrationsprozesses, wie im Prozess-Editor angezeigt
● <name>.wsdl: Referenzierte Datentypen, Message-Typen usw.
● <name>-extnTypes.wsdl: Referenzierte Erweiterungstypen, Operationen usw.
Den Namen der .zip-Datei können Sie frei wählen. Dieser Name wird auch für die .bpel und die .wsdl-Dateien verwendet. Die .zip-Datei enthält keine Pfadangaben oder Verzeichnisse.
Um beim Export eine gültige WS-BPEL-Beschreibung zu erzeugen, sind neben der Definition des Integrationsprozesses auch die Angaben für Partner-Link-Typ und Partner-Link erforderlich.
Ein Partner-Link-Typ beschreibt die Beziehung zwischen zwei Services und die Rolle, die beiden jeweils zukommt. Ein Partner-Link-Typ BuyerSellerLink kann z. B. die Rollen Buyer und Seller definieren. Ein Partner-Link definiert die Services, mit denen ein Integrationsprozess interagiert. Jeder Partner-Link hat einen Partner-Link-Typ. Mehrere Partner-Links können denselben PartnerLinkTyp haben, z. B. kann ein bestimmter Beschaffungsprozess mit mehreren Anbietern interagieren, aber denselben Partner-Link-Typ für alle Anbieter verwenden.
Da diese Informationen nicht in der Definition des Integrationsprozesses im Enterprise Services Repository enthalten sind, sondern im Integration Directory konfiguriert werden, können sie nicht automatisch exportiert werden. Ein Service-Interface kann zudem in unterschiedlichen Schritten unterschiedlich verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Integrationsprozess in einem Empfangsschritt über ein Service-Interface eine Bestellanforderung erhalten. In diesem Fall könnten Sie für das Service-Interface als Partner-Link-Typ Bestellanforderung festlegen. In einem Sendeschritt im weiteren Verlauf des Integrationsprozesses kann über dasselbe Service-Interface z. B. eine Bestellantwort gesendet werden. Sie könnten dann für dasselbe Service-Interface in dieser Verwendung als Partner-Link-Typ Bestellantwort festlegen.
Der Export erzeugt Vorschläge für die Angaben zu Partner-Link-Typ, Partner-Link und Rolle. Es empfiehlt sich, zumindest für den Partner-Link-Typ einen eigenen Namen zu vergeben, der im Rahmen dieses Integrationsprozesses aussagekräftig ist.
Der Import importiert nur die WS-BPEL-Definition eines Integrationsprozesses. Der Import erwartet, dass die in der Prozessdefinition referenzierten Datentypen, Message-Typen und Message-Interfaces (WSDL-Operationen) bereits im Integration Directory im entsprechenden Namensraum vorhanden sind, wie nachfolgendes Beispiel erläutert. Die Datentypen usw. werden nicht importiert, sondern dienen lediglich zur Unterstützung des Imports.

Die zu importierende Prozessdefinition referenziert eine Message Msg im Namensraum http://sap.com/xiexample. Die Prozessdefinition soll in die Software-Komponentenversion MySWCV importiert werden. Der Import erwartet, dass es in dieser Software-Komponentenversion einen Namensraum http://sap.com/xiexample gibt, der den XI-Message-Typ Msg enthält.
Der Import erwartet eine .zip-Datei (<name>.zip) mit folgenden Dateien:
● <name>.bpel(Definition des Prozesses)
● <name>.wsdl(Referenzierte Datentypen, Message-Typen usw)
● <name>-extnTypes.wsdl (Referenzierte Erweiterungstypen, Operationen usw.)
Die .zip-Datei darf keine Pfade oder Verzeichnisse enthalten.
Integrationsprozesse verwenden in den Eigenschaften bestimmter Schritte und in Korrelationen message-basierte Containerelemente. Diese entsprechen in WS-BPEL Variablen. Ein Containerelement referenziert ein Service-Interface, das wiederum einen Message-Typ referenziert. Eine WS-BPEL-Variable referenziert hingegen direkt einen Message-Typ. Daher fehlt beim Import einer WS-BPEL-Variable die Angabe des Service-Interfaces.
Es empfiehlt sich, die benötigten Service-Interfaces vor dem Import im Enterprise Services Repository anzulegen. Beim Import können Sie die Service-Interfaces dann über einen Assistenten zuordnen. Falls die benötigten Service-Interfaces nicht vorhanden sind, wird die Prozessdefinition zwar importiert, allerdings fehlen dann die Werte verschiedener Eigenschaften.
1.
Wählen Sie im Bearbeitungsbereich des
Prozess-Editors
mit Quick-Info Editor
wechseln → BPEL-Anzeige.
Der Bearbeitungsbereich zeigt die Definition des Integrationsprozesses als WS- BPEL-Darstellung. Sie können auch BPEL4WS-Darstellung auswählen.
Sie können zusätzlich die
referenzierten Datentypen, Message-Typen usw. als WSDL-Beschreibung anzeigen.
Dazu wählen Sie im Ausgabebereich
mit Quick-Info Ansicht
wechseln → WSDL-Anzeige.
2.
Wählen Sie im Bearbeitungsbereich
mit Quick-Info Exportieren.
Ein Assistent wird angezeigt.
3. Wählen Sie im Feld Version das gewünschte Exportformat.
4. Wählen Sie Durchsuchen und geben Sie einen Namen an, der für die Exportdateien (<name>.zip, <name>.bpel, <name>.wsdl) verwendet werden soll.
5. Markieren Sie Partner-Links exportieren und wählen Sie Weiter.
Der Assistent zeigt für alle Sende- und Empfangsschritte eine Zeile, die das abstrakte Message-Interface zeigt, sowie generierte Vorschläge für die Angaben in den Felder Partner Link, Partner Link Type und Role.
6. Konnte das in einem Schritt verwendete Service-Interface nicht automatisch erkannt werden, sollten Sie es über die Eingabehilfe auswählen.
7. Vergeben Sie zumindest für die Angaben zu Partner Link Typ jeweils aussagekräftige Namen.
Sie können zusätzlich aussagekräftige Namen für Partner-Link und Role eingeben.
8. Klicken Sie auf Fertigstellen.
Anhand der ausgegebenen Meldungen können Sie erkennen, ob der Export erfolgreich war oder Fehler aufgetreten sind.
...
1. Legen Sie einen Integrationsprozess an bzw. öffnen Sie den Integrationsprozess, in den Sie importieren möchten.

Beim Importieren in einen bereits bestehenden Integrationsprozess wird dieser überschrieben.
2.
Wählen Sie im Prozess-Editor
mit Quick-Info Editor
wechseln → BPEL-Anzeige.
Der Bearbeitungsbereich zeigt die Definition des Integrationsprozesses als WS-BPEL oder BPEL4WS-Darstellung.
3.
Wählen Sie mit
Quick-Info
Importieren.
Ein Assistent wird angezeigt.
4. Wählen Sie Durchsuchen und geben Sie die .zip-Datei (<name>.zip) an, die die Import-Dateien enthält (<name>.bpel, <name>.wsdl, <name>-extnTypes.wsdl).
<name> muss bei allen Dateien gleich sein. Die .zip-Datei darf keine Pfade oder Verzeichnisse enthalten.
5. Wählen Sie Weiter.
Der Assistent zeigt alle Containerelemente, die eine Message referenzieren.
6. Ordnen Sie die jeweiligen Service-Interfaces zu.
7. Wählen Sie Weiter.
Der Assistent zeigt alle Containerelemente, die in Korrelationen verwendet werden und Messages referenzieren.
8. Ordnen Sie die jeweiligen abstrakten Interfaces zu.
9. Wählen Sie Fertigstellen.
Anhand der ausgegebenen Meldungen können Sie erkennen, ob der Import erfolgreich war oder Fehler aufgetreten sind.