Funktionsbibliotheken
Mapping-Entwickler können in Message-Mappings neben Standardfunktionen auch eigene benutzerdefinierte Funktionen verwenden. Diese Funktionen speichert der ES Builder in einer lokalen Funktionsbibliothek des Message-Mappings. Sie sind nur in diesem Message-Mapping sichtbar (im Datenfluss-Editor zur Definition von Zielfeld-Mappings). Generell können Sie mit benutzerdefinierten Funktionen die Funktionen des Message-Mappings um eigene einfache oder komplexe Java-Funktionen erweitern.
Eine Funktionsbibliothek ist ein eigener Objekttyp im Enterprise Services Repository (ES Repository), mit dem Mapping-Entwickler benutzerdefinierte Funktionen Message-Mapping-übergreifend verwenden können. Benutzerdefinierte Funktionen einer Funktionsbibliothek lassen sich sowohl in Message-Mappings als auch in Mapping-Vorlagen verwenden.

Wenn im folgenden nicht explizit darauf hingewiesen wird, gelten die folgenden Aussagen ebenso für Message-Mappings wie für Mapping-Vorlagen, auch wenn zur besseren Lesbarkeit nur von Message-Mappings gesprochen wird.
Der Editor auf der Registerkarte Funktionen zur Definition von benutzerdefinierten Funktionen in Message-Mappings ist die gleiche wie die zur Definition von Funktionsbibliotheken. Lediglich der Paketname und der Klassenname ist bei Message-Mappings gegen Änderungen gesperrt.

Beachten Sie unbedingt die Einführungshinweise unter Java-Mapping, die auch für Funktionen von (lokalen) Funktionsbibliotheken gültig sind (mit „(lokale) Funktionsbibliothek“ ist zusammenfassend die lokale als auch die unabhängige Funktionsbibliothek gemeint).
Ein Message-Mapping kann nur Funktionsbibliotheken nutzen, die in der gleichen oder einer unterliegenden Software-Komponentenversion wie das Message-Mapping definiert sind.
Der Editor für eine Funktionsbibliothek ist folgendermaßen aufgebaut:

Jede Funktionsbibliothek entspricht einer Java-Klasse, die über einen Klassennamen und einen Paketnamen identifiziert wird. Nach dem Anlegen einer Funktionsbibliothek weist der ES Builder dem Klassennamen automatisch den Namen der Funktionsbibliothek zu und bildet den Paketnamen automatisch über den Repository-Namensraum.
Innerhalb einer Software-Komponentenversion müssen alle Paket- und Klassennamen von (lokalen) Funktionsbibliotheken und importierten Archiven eindeutig sein. Wenn es in einem importierten Archiv bereits ein gleichnamiges Paket und gegebenenfalls eine gleichnamige Klasse in diesem Paket gibt, kommt es zu einem Namenskonflikt. Sie lösen solche Konflikte, indem Sie den voreingestellten Klassennamen beziehungsweise Paketnamen Ihrer Funktionsbibliothek ändern.
Im ES Builder ist ein Editor integriert, um Java-Quelltext für die in einer Funktionsbiliothek enthaltenen Funktionen zu erfassen. Sie können den Quelltext einer Funktionsbibliothek auch über ein externes Werkzeug bearbeiten. Dazu exportieren Sie den Quelltext und importieren ihn wieder, nachdem Sie ihn mit dem externen Werkzeug bearbeitet haben.
In dem exportierten Quelltext sind Markierungen für den Beginn und das Ende der einzelnen Funktionen und Bereiche eingefügt. Bei einem späteren Import importiert der ES Builder nur den Quelltext zwischen diesen Markierungen. Die Methoden müssen bereits in der Funktionsbibliothek enthalten sein, in die Sie den Quelltext importieren. Neue Methoden werden nicht automatisch angelegt.
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1. Legen Sie eine Funktionsbibliothek an (siehe: Anlegen eines Objektes). Lokale Funktionsbibliotheken ändern Sie über die Registerkarte Funktionen eines Message-Mappings.
2. Implementieren Sie Ihre Java-Funktionen (siehe: Implementierung von Java-Funktionen).
Sie können auch Funktionen einer lokalen Funktionsbibliothek in eine unabhängige Funktionsbibliothek kopieren (siehe auch: Funktionen einer lokalen Funktionsbibliothek kopieren).