
Sie können ein Integrationsentwicklungsprojekt mithilfe von Integrations-Content starten, der von SAP vordefiniert wurde. Es steht bereits eine Menge an vordefiniertem Content zur Verfügung, der wiederverwendet werden kann und Ihnen dabei hilft bei ihren Integtrationsentwicklungsprojekten Zeit und Aufwand zu sparen. Normalerweise wird der vordefinierte Content von Ihnen nicht 1:1 ohne Anpassung an Ihre Bedürfnisse verwendet. Ein typischer Fall ist, dass Sie die von SAP ausgelieferten Datentypen, Service-Interfaces und Mappings verwenden und auf Basis dieser Entitäten ihr eigenes Prozessmodell erstellen, das durch selbst entwickelte Interfaces und Mappings ergänzt wird. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines vordefinierten Prozessmodells (und aller zugrunde liegenden Entitäten), wobei lediglich eine Seite der Kommunikation angegeben wird und man die andere Seite der Kommunikation auf der Kundenseite angibt.
Der zentrale Ort für die Suche nach vordefiniertem Integrations-Content ist der Enterprise Services Workplace (ES Workplace). Sie können auf den ES Workplace im SAP Community Network unter https://www.sdn.sap.com/irj/sdn/soa-modeling zugreifen.
Mit dem Begriff Enterprise Service soll die Tatsache betont werden, dass das ES Repository Services enthält, die gemäß den SOA-Design-Prinzipien entwickelt wurden. Aus technischer Sicht sind unter diesem Begriff Interface-Objekte zusammengefasst. Wir werden diese Objekte in diesem Dokument konkret benennen, also als Service-Interface, Message-Typ oder Datentyp. Auf dem ES Workplace veröffentlichter Integrations-Content wurde auf Basis von Integrationsszenario-Modellen und Prozesskomponenten-Interaktionsmodellen entwickelt. Zusätzlich zu diesem Content bietet SAP auch Integrations-Content, der auf der Grundlage "klassischer" Process-Integration-Szenarien entwickelt wurde.
Bevor Sie vordefinierten Content verwenden und erweitern können, müssen Sie ihn vom SAP Service Marketplace herunterladen und in das in ihrer Landschaft installierte ES Repository importieren. Die entsprechende Seite auf dem SAP Service Marketplace ist das SAP Software Distribution Center unter http://service.sap.com/swdc .
Kundenänderungen an vordefiniertem Integrations-Content dürfen nicht in einer importierten SAP-Software-Komponente ausgeführt werden, sondern müssen in einer gesonderten Softwarekomponente erfolgen.
Dadurch werden Konflikte mit späteren SAP-Software-Updates vermieden, da Änderungen an einer SAP-Software-Komponente beim Import von SAP-Software-Updates sofort überschrieben werden.
Daher müssen Sie, um von SAP ausgelieferten, vordefinierten Integrations-Content verwenden zu können, eine eigene Version der Software-Komponente für Ihre Entwicklungen anlegen. Die neue Softwarekomponentenversion muss die SAP-Softwarekomponente (die den vordefinierten Content enthält) als zugrunde liegende Softwarekomponentenversion umfassen. Definieren Sie hierzu eine „Basiert auf“ -Beziehung zwischen der neuen Softwarekomponente und der SAP-Softwarekomponente.
Weitere Informationen: Unterliegende Software-Komponentenversion
Achten Sie, wenn Sie Process Integration Content für SAP-Anwendungen verwenden, darauf, dass zwischen der Softwarekomponentenversion im ES Repository und der entsprechenden Softwarekomponentenversion im SAP-System eine eindeutige (1:1) Beziehung besteht. Gleiches gilt für das Support Package. Das heißt, dass beide Versionen, also Softwarekomponentenversion und Support-Package-Nummer, im ES Repository und im SAP-System auf dem gleichen Stand gehalten werden müssen. Sie müssen synchron installiert und gepflegt werden.
Weitere Informationen: Von SAP gelieferte Enterprise Services verwalten