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 Rollen im Controlling

Die Einzelrollen im Controlling sind zum einen nach den CO-Komponenten konzipiert (Kostenstellenrechnung, Innenaufträge, Prozeßkostenrechnung, Produktionscontrolling, Produktkostenplanung, Bestandsbewertung), zum anderen für die Bereiche Kostenstellen und Werkscontrolling zusätzlich noch einmal nach dem potentiellen Adressatenkreis.

Zu den Bereichen des Controlling werden i.d.R. jeweils einfache Regelberichte und tiefergehende Analyseberichte ausgeliefert. Regelberichte sind einfacher aufgebaut als Analyseberichte und leicht zu bedienen. Sie zeigen meistens Daten für aktuelle Zeiträume an (aktuelles Jahr, aktuelle Periode). Der Verantwortliche kann für genau seine Objekte schnell sehen, wo es Auffälligkeiten gibt, die genauer analysiert werden sollten.

Wenn so ein Mitarbeiter (z.B. ein Kostenstellenverantwortlicher) in seinem Bericht Auffälligkeiten, Abweichungen, nicht zu erklärende Ergebnisse, etc. feststellt, dann kann er sich an den Spezialisten (Controller) wenden. Der Controller kann dann mit den anspruchsvolleren Analyseberichten den Auffälligkeiten auf den Grund gehen. In diesen Berichten können Objekte frei gewählt werden, Vorjahresvergleiche sind möglich, die Berichte sind hoch flexibel und drill-down-fähig, um tiefergehende Analysen zu ermöglichen.

Regel- und Analyseberichte können sich noch danach unterscheiden, für welche Menge von Objekten sie ausgegeben werden: Bereichsberichte zeigen i.d.R. Daten einer Objektgruppe oder eines Objektbereiches, Detailberichte, die oft Daten eines Objekts oder einer kleineren Gruppe von Objekten enthalten.

Gemeinkostencontrolling

Die beiden Einzelrollen Kostenstellenrechnung und Prozeßkostenrechnung liefern sowohl Regel- als auch Analyseberichte, die Einzelrolle Innenaufträge nur Regelberichte. In allen Einzelrollen gibt es Bereichsberichte und Detailberichte.

Kostenstellenrechnung

Die Berichte beantworten u.a. folgende betriebswirtschaftlichen Fragestellungen:

  • Welche Kostenstellen weisen eine Kostenüberdeckung oder –unterdeckung auf?

  • Welche Kosten entstehen auf den Kostenstellen? Welche Abweichungen sind aufgetreten?

Entsprechend ergeben sich folgende Aufgaben:

  • Regelberichte zu Kosten und Verrechnungen auf Kostenstellen

  • Regelberichte zu Leistungsmengen

  • Regelberichte zu Tarifen.

Weitere Aufgabenbereiche, insbesondere für den Controlling-Mitarbeiter sind:

  • Analyse der Kosten und Verrechnungen auf Kostenstellen

  • Analyse der Leistungsmengen

  • Analyse der Tarife.

Innenaufträge

Die Berichte beantworten u.a. folgende betriebswirtschaftlichen Fragestellungen:

  • Welche Kosten entstehen auf den Aufträgen?

  • Welche Abweichungen sind aufgetreten?

  • Ist das Auftragsbudget bereits überschritten?

  • Wie hoch ist das Obligo? Über welchen Betrag wurde bereits verfügt?

Entsprechend ergeben sich folgende Aufgaben:

  • Regelberichte zu Kosten, Budget und Obligo (Innenaufträge zur verantwortlichen Kostenstelle bzw. Innenaufträge (Gruppe): Gesamtplanung/Ist/Obligo, Plan/ist, Budget/Ist/Obligo)

  • Regelberichte zu Statistischen Kennzahlen auf Innenaufträgen

Prozeßkostenrechnung

Die Berichte beantworten u.a. folgende betriebswirtschaftlichen Fragenstellungen:

  • Welche Prozesse weisen eine Kostenüberdeckung oder –unterdeckung auf?

  • Welche Kosten entstehen auf den Prozessen? Welche Abweichungen sind aufgetreten?

  • Wie teuer ist eine Durchführung des Geschäftsprozesses?

Die Aufgaben im einzelnen:

  • Regelberichte zu Kosten und Verrechnungen auf Geschäftsprozessen

  • Analyse der Kosten und Verrechnungen auf Geschäftsprozessen

  • Regel- und Analyseberichte zu Geschäftsprozeßmengen

  • Regel- und Analyseberichte zu Geschäftsprozeßtarifen

  • Regel- und Analyseberichte zu auf Geschäftsprozessen gebuchte Statistische Kennzahlen.

Produktkostencontrolling

Produktionscontrolling

Die Berichte beantworten u.a. folgende betriebswirtschaftlichen Fragestellungen:

  • Wie hoch waren die Kosten im letzten Monat? Wie wichen diese von den geplanten Kosten ab?

  • Wie ist die Kostenentwicklung im laufenden Geschäftsjahr?

  • Welcher Ausschuß ist bei der Fertigung von Produkten angefallen?

In diesem Themengebiet finden Sie Berichte zu den Bereichen

  • Produktionsabweichungen

  • Plan-Ist- bzw. Soll-Ist-Vergleiche

  • Ressourcenverbräuche (Einsatzmaterialien, Kostenstellen, Leistungsarten)

  • Wertmäßige Bestandsübersicht Ware in Arbeit.

Produktkostenplanung

Dieses Themengebiet beinhaltet die Analyse der geplanten Kosten eines Produktes, auch eines neu entwickelten Produktes in der Designphase und eines kundenindividuell entwickelten Produktes. Insbesondere kann die Zusammensetzung der Kosten aus Kostenelementen und fixen und variablen Anteilen untersucht werden.

  • Übersichtsberichte (alle Kalkulationen zu einem Material), Detailberichte zu einer Kalkulation

  • Zeitreihen Standardkalulation, u.a. Kostenschichtung, Preis pro Bezugsmenge, Preis pro Einheit, Stufen und Vorstufenkosten, fixe und variable Kosten

  • Detailberichte zur Standardkalkulation.

Bestandsbewertung

Diese Rolle beinhaltet die Analyse der Bestands- und Preisentwicklung von Materialien. Darüber hinaus umfaßt die Rolle Bestandsbewertung die Analyse der Bewertung von beschafften Materialien bzw. des Endbestands einer Periode, auch als Istkostenschichtung.

Regel- und Analyseberichte

  • Regelberichte – Zugänge (Kumulierte Istkosten, Istkostenschichtung)

  • Analyseberichte – Zugänge (Istpreise – in allen Währungen, verschiedener Beschaffungsarten, zum kumulierten Bestand; geschichtete Istpreise)

  • Regelberichte – Periodische Endbestände (Bestandsbewertung Top 10 Bestandswerte, Top 10 Preisänderung letzte Periode, Bestand pro Bewertungsklasse im aktuellen Jahr, Endbestand: Größte Reichweite von Materialien (Vorperiode)

  • Analyseberichte – Periodische Endbestände (Zeitreihe Istpreise, Istpreise zum Material in allen Währungen, geschichtete Istpreise, Bewertungspreise und Bestandswerte im aktuellen Jahr).

Managementberichte

Diese Einzelrollen enthalten Regelberichte für Manager (z.B. Kostenstellenverantwortliche oder Betriebsleiter) in den Bereichen Kostenstellen und Produktionscontrolling.

Management: Kostenstellenberichte (Regelberichte)

Die Regelberichte bieten Informationen für den Kostenstellenverantwortlichen.

Diese Berichte dienen als Übersicht, auffällige Abweichungen werden hervorgehoben. Wenn der Kostenstellenverantwortliche Auffälligkeiten feststellt, dann kann er sich an den Spezialisten (Controller) wenden. Er kann dann mit Analyseberichten der Rolle „Kostenstellenrechnung" den Auffälligkeiten auf den Grund gehen.

Die Berichte beantworten u.a. folgende betriebswirtschaftlichen Fragestellungen:

  • Welche Kostenstellen weisen eine Kostenüberdeckung oder –unterdeckung auf?

  • Welche Kosten entstehen auf den Kostenstellen? Welche Abweichungen sind aufgetreten?

Die Aufgaben im einzelnen

  • Berichte über Maßnahmen, die den Kostenstellen zugeordnet sind (Kontierungsobjekte, Innenaufträge, PSP-Elemente)

  • Kostenstellenberichte (Statistische Kennzahlen; Plan-, Ist-, Sollkosten und –mengen; Tarife).

Management: Werkscontrolling (Regelberichte)

Die Regelberichte der Kostenträgerrechnung bieten periodische Informationen und Vergleiche zu Kosten, die für die Fertigung einer Gruppe von Produkten oder in einem Werk entstanden sind.

Die Berichte beantworten u.a. folgende betriebswirtschaftlichen Fragestellungen:

  • We hoch waren die Kosten im letzten Monat? Wie wichen diese von den geplanten Kosten ab?

  • Wie ist die Kostenentwicklung im laufenden Geschäftsjahr?

  • Welcher Ausschuß ist bei der Fertigung von Produkten angefallen?

Diese Berichte dienen als Übersicht, auffällige Abweichungen werden hervorgehoben, und es kann vom Bericht aus in eine detaillierte Analyse für das ausgewählte Objekt, wenn notwendig bis hinunter zu einem auffälligen Fertigungsauftrag, verzweigt werden.