
Die Eingangsverteilung bietet die Möglichkeit, von extern (z.B. über Internet oder Fax) eingehende Dokumente nach bestimmten Regeln zu verteilen. Nach folgenden Kriterien in Transaktion SO28 können Sie diese Verteilung festlegen:
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Kriterium |
Funktion |
Beispiel |
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Empfänger |
Alle Dokumente, die an einen bestimmten Empfänger adressiert sind, werden einem anderen Empfänger zugestellt. |
Ein Sachbearbeiter erhält alle Internet-Nachrichten, die an die Adresse mailto:Info@Company.de gerichtet sind. |
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Absender |
Alle Dokumente, die von einem bestimmten Absender eingehen, werden unabhängig vom angegebenen Empfänger einem festgelegten Empfänger zugestellt. |
Ein Einkäufer erhält alle Dokumente, die von seinen Lieferanten eingehen. |
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Empfänger und Absender |
Alle Dokumente, die von einem bestimmten Absender an einen bestimmten Empfänger eingehen, werden einem festgelegten Empfänger zugesandt. |
Eine Sachbearbeiterin übernimmt die Bearbeitung von Aufträgen eines Kunden von ihrem Kollegen. Sie erhält nun alle Dokumente, die von diesem Kunden an den Kollegen adressiert sind. |
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Kommunikationsart |
Alle Dokumente, die mit einer bestimmten Kommunikationsart in das SAP-System eingehen, und dessen Empfänger nicht gefunden wird, werden einem festgelegten Empfänger zugestellt. |
Ein Administrator erhält alle Faxe, deren Empfänger nicht gefunden wurde. |
Bei eingehenden Dokumenten wird der angegebene Empfänger zunächst über die Eingangsverteilung und dann in der Adressverwaltung gesucht. Wird kein entsprechender Eintrag gefunden, wird das Dokument an eine Empfängeradresse weitergeleitet, die als Alternativeintrag deklariert worden ist. Damit wird sichergestellt, dass ein Dokument auch dann zugestellt wird, wenn der angegebene Empfänger weder über die Eingangsverteilung noch über die Adressverwaltung ermittelt werden konnte. (Der als Empfänger angegebene Mitarbeiter ist beispielsweise in der Zwischenzeit aus dem Unternehmen ausgeschieden.)
Als Empfänger können neben Benutzern auch Business-Objekte und die EDI-Eingangsverteilung angegeben werden. Die Eingangsverteilung bietet z.B. die Möglichkeit, über eine eingehende Internetnachricht einen Workflow zu starten.
Seit SAP-Web-Application-Server-Release 6.10 gibt es zusätzlich die Möglichkeit, eingehende Nachrichten in Abhängigkeit von Kommunikationsart, Empfänger und Dokumenttyp zu verarbeiten. Die Verarbeitung geschieht über Methodenaufrufe. Weitere Informationen finden Sie in Exits für die Eingangsverteilung .
Die Eingangsverteilung wird nur bei der Zustellung von Dokumenten, die von extern in das SAP-System hereinkommen, berücksichtigt. Für die interne Kommunikation kann für einen Empfänger ein automatisches Weiterleiten der an ihn gesendeten Dokumente festgelegt werden. Das automatische Weiterleiten ist unabhängig vom Absender und der Kommunikationsart.
Eingehende Nachrichten können über die Eingangsverteilung folgenden Empfängertypen zugestellt werden:
SAP-Benutzern
Das Business-Objekt muss die Methode RECEIVE des Interfaces IFRECEIVE implementiert haben. Die Methode kann z.B. ein Ereignis auslösen oder direkt einen Workflow starten.
Sie können entscheiden, dass die Dokumente zusätzlich zu dem in der Eingangsverteilung angegebenen Empfänger auch den Empfängern zugestellt werden, an die sie ursprünglich adressiert waren.
Um Regeln anzulegen oder zu ändern, gehen Sie vor, wie in Eingangsverteilung pflegen beschrieben.