
Bei ausgehenden Nachrichten lesen die SAPconnect-Sendeprozesse die Nachrichten aus der SAPconnect-Warteschlange. Anhand der Empfängeradressen wird dann ermittelt, an welche Knoten die Nachrichten übergeben werden. Bei mehreren Empfängern können dies auch mehrere Knoten sein. Jedem Knoten müssen deshalb die Adressen zugeordnet sein, die er bearbeiten kann. Im Normalfall werden einem Knoten nicht einzelne Adressen, sondern Adressbereiche zugeordnet. Der Knoten erhält vom Sendeprozess nur Nachrichten mit Empfängeradressen, die in einen der angegebenen Adressbereiche passen.
Die Knotenermittlung anhand der Empfängeradressen wird als Routing bezeichnet. Wenn eine Empfängeradresse zu Adressbereichen mehrerer Knoten passt, wird der am besten passende ausgewählt, d.h. der Adressbereich der die meisten Zeichen der Empfängeradresse enthält. Nicht generische Einträge besitzen bei der Auswahl demnach die höchste Priorität.
Das Routing-Konzept von SAPconnect basiert ausschließlich auf den Adressbereichen. Es ist nicht möglich andere Daten, wie z.B. die von den Knoten unterstützten Formate, als Grundlage für das Routing zu verwenden.
Die Adressbereiche weisen Sie einem Knoten während des Anlegevorganges zu. Sie können Adressbereiche in der Transaktion SCOT mit Hilfe der Knotenpflege ändern.
Adressbereiche gelten immer pro Adresstyp. Sie können generische Adressbereiche anlegen, welche mit dem Sonderzeichen * beendet oder im Falle von Internet-Adressen auch begonnen werden. Wenn Sie keinen Adressbereich zuweisen, werden alle Adressen des angegebenen Adresstyps bearbeitet.
Ein Knoten kann alle Internetadressen bearbeiten:
Adresstyp: INT
Adressbereich: *
Ein Knoten soll nur Ortsfaxe innerhalb Walldorfs bearbeiten:
Adresstyp: FAX
Adressbereich: DE06227*
Um zu überprüfen, wie das Routing der Nachrichten anhand der Adressbereiche funktioniert, können Sie Routing-Tests durchführen.