
Im Integration Directory können Sie Business-Systeme konfigurieren, die über die Web-Service-Laufzeit basierend auf dem Standard Web Services Reliable Messaging (WS-RM) miteinander kommunizieren. Die Kommunikation kann hierbei entweder von System zu System direkt oder über den Integration Server erfolgen.
Mit diesem Kommunikationsmechanismus verteilen Sie auch die Konfiguration des Komponentenbasierten Message Alerting auf Business Systeme.
Wenn die miteinander kommunizierenden Systeme auf dem AS-ABAP (ab AS 7.10) basieren, können Sie die vollständigen Konfigurationseinstellungen im Integration Directory angeben. Die Konfigurationseinstellungen werden dann über Cache-Benachrichtigungen an die beteiligten Backend-Systeme verteilt, so dass keine lokalen Konfigurationseinstellungen dort mehr notwendig sind.
Erfüllen die beteiligten Backend-Systeme jedoch nicht die oben genannte Bedingung und sind zusätzliche Sicherheitseinstellungen für die Kommunikation zu konfigurieren, sind weitere Werkzeuge und Vorgehensweisen zur vollständigen Konfiguration notwendig.
Wenn Sie Business-Systeme für die Verwendung in solchen Web-Services-Szenarien konfigurieren möchten, müssen Sie die in diesem Abschnitt beschriebenen Konfigurationsschritte durchführen.
1. Destination im Backend-System einrichten
Erzeugen Sie einen Benutzer mit der Rolle SAP_XI_ID_SERV_USER_MAIN. Diesen benötigen Sie später für die Cache-Verteilung.
RFC-Destination: INTEGRATION_DIRECTORY_HMI
Sichern Sie Ihren Eingaben, bevor Sie die nächste Registerkarte wählen. Andenfalls speichert das System Ihre Änderungen nicht.
Technische Einstellungen
Zielmaschine: Host Name von AS Java
Es gelten fogende Namenskonventionen: 5<AS_Java_instance_number>00 50000, wenn Ihre AS Java Instanz 00 ist)
Wählen Sie Basic Authentication
Timeout: 30000
Sichern Sie Ihre Eingaben
)Dadurch erzeugen Sie eine neue Destination SXICACHE <Mandant> und einen neuer Benutzer PICACHEUSER.
Virtueller Host: Default_HOST
Wählen Sie die Transaction sldcheck. Es dürfen keine Fehler auftreten.
Für das komponenten-basierte Message Alerting muss das Business System im SLD mindestens SAP Basis 7.31 installiert haben.
Die an der Kommunikation beteiligten Backendsysteme müssen als Business-System im System Landscape Directory (SLD) definiert sein. Hierzu können Sie ein neues Business-System anlegen oder ein existierendes Business-System verwenden.
Damit die Konfigurationseinstellungen vom Integration Directory an die Backendsysteme übermittelt werden können, muss für jedes Business-System die URL des Backendsystems im SLD spezifiziert sein.
Wenn Sie ein Business-Systems neu anlegen, gehen Sie folgendermaßen vor.
Rufen Sie die Startseite der Prozessintegration auf.
Rufen Sie das SLD auf.
Auf der Startseite des SLD wählen Sie Business Systems .
Wählen Sie New Business System .
Wählen Sie den Typ des Business-Systems und wählen Sie Next .
Geben Sie die URL im nächsten Schritt Technical System an.
Führen Sie die Definition des Business-Systems zu Ende.
Wenn Sie ein existierendes Business-System verwenden, gehen Sie folgendermaßen vor.
Auf der Startseite des SLD wählen Sie Business Systems .
Wählen Sie das gewünschte Business-System aus der Liste aus.
In der Registerkarte Integration geben Sie die URL im Feld Configuration URL an.
Sichern Sie das Business-System.
3. Business-Systeme als Kommunikationskomponente im Integration Directory definieren
Damit die im SLD definierten Business-Systeme als Sender und Empfänger von Messages adressiert werden können, müssen Sie diese im Integration Directory als Kommunikationskomponenten definieren.Rufen Sie die Startseite der Process Integration auf.
Rufen Sie den Integration Builder (Integration Directory) auf.
Definieren Sie die im SLD definierten Business-Systeme als Kommunikationskomponente.
Weitere Informationen: Business-Systems als Kommunikationskomponente definieren
4. Verteilung der Konfigurationsdaten in Backendsysteme ermöglichen
Damit die Konfigurationseinstellungen, die Sie im Integration Directory vornehmen (siehe weiter unten), an die Backendsysteme übermittelt werden können, müssen für jedes Business-System einen Service-Benutzer (mit Kennwort) angeben, über den die Cache-Benachrichtigung am jeweiligen Backend-System angestoßen wird. Beachten Sie, dass dieser Benutzer im Backend-System bekannt sein muss.
Die URL der Business-Systeme ist bei der Business-System-Beschreibung im System Landscape Directory (SLD) angegeben und muss im Integration Directory nicht erneut angegeben werden (Beschreibung des Business-Systems im SLD, Registerkarte ).
Führen Sie daher für die zuvor als Kommunikationskomponenten definierten Business-Systeme folgende zusätzlichen Schritte durch.
Öffnen Sie die Kommunikationskomponente im Integration Directory.
Wählen Sie die Registerkarte Anmeldedaten .
Markieren Sie das Ankreuzfeld Business-System kommuniziert über die Web-Service-Laufzeit .
Nur wenn Sie dieses Ankreuzfeld markieren, können die im Integration Directory erfassten Konfigurationseinstellungen über Cache-Benachrichtigungen an das Backend gesendet werden.
Geben Sie den Service-Benutzer (mit Kennwort) an, über den die Cache-Benachrichtigung am Backend angestoßen werden soll. (Dies ist der Benutzer, den Sie, wie unter 1.1 beschrieben, mit der Rolle SAP_XI_ID_SERV_USER_MAIN angelegt haben.)
Dem Service-Benutzer muss die Sammelrolle SAP_XI_ID_SERV_USER_MAIN zugeordnet sein. Andernfalls kann die Konfiguration auf Grund fehlender Berechtigungen nicht fehlerfrei durchgeführt werden.
Sichern und aktivieren Sie die Business-System-Komponente.