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Konfiguration von B2B-Szenarien mit dem Modell-KonfiguratorLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Der Modell-Konfigurator unterstützt die Konfiguration von Business-to-Business(B2B)-Prozessen.

Achtung

In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass Sie für die Konfiguration Ihres Prozesses ein Process-Integration-Szenario zugrunde legen.

Weitere Informationen: Process-Integration-Szenarien definieren

B2B-Kommunikation

In einem B2B-Szenario kommunizieren mindestens zwei Partner miteinander. Die interne Systemlandschaft der Partner wird dabei nur teilweise oder gar nicht voreinander offen legen. Die Kommunikation erfolgt über Business-Komponenten .

Beim Design eines Process-Integration-Szenarios können Sie eine B2B-Kommunikation durch die Klassifizierung einer Anwendungskomponente als Externer Partner mit B2B-Kommunikation (kurz: B2B-Komponente) vordefinieren. Alle Verbindungen von oder zu einer B2B-Komponente werden als B2B-Verbindung bezeichnet.

In der folgenden Grafik ist die B2B-Kommunikation zwischen zwei Kommunikationspartnern schematisch dargestellt.

Abbildung 1: B2B-Kommunikation zwischen zwei Partnern

Für einen Integrationsexperten, der das Process-Integration-Szenario für Partner A konfiguriert, sind nur die Details der internen Systemlandschaft auf der Seite von Partner A bekannt. Entsprechend kann er nur für Business-Systeme und Integrationsprozesse aus diesem Teil der Systemlandschaft Kommunikationskomponenten definieren. Die interne Systemlandschaft von Partner B ist ihm nicht bekannt. Für einen Integrationsexperten, der das Process-Integration-Szenario bei Partner B konfiguriert, ist die Situation umgekehrt.

Konfiguration von B2B-Szenarien

Hinweis

Im Folgenden werden die Schritte betrachtet, die auf Seiten von Partner A für die Konfiguration des B2B-Szenarien durchgeführt werden müssen.

Voraussetzung ist, dass Sie beim Design des Process-Integration-Szenarios, das Sie als Konfigurationsvorlage verwenden, B2B-Kommunikation durch Ausprägung einer Anwendungskomponente als B2B-Komponente vordefiniert haben.

Die folgenden Schritte führen Sie im Modell-Konfigurator aus.

1. Kommunikationskomponenten zuordnen

Bei der Zuordnung der Kommunikationskomponenten für die Anwendungskomponente von Partner A

  1. Ordnen Sie zuerst die Kommunikationskomponenten für die internen Systeme (Business-Systeme und Integrationsprozesse) zu, die für die Verarbeitung der Messages verantwortlich sind (Registerkarte Business-System-Komponenten für A2A ).

  2. Bestimmen Sie die für die B2B-Kommunikation mit dem externen Partner B zu verwendenden Business-Komponenten (Registerkarte Business-Komponenten für B2B ).

    Diese Business-Komponenten sind für Partner B "sichtbar".

  3. Ordnen Sie der Business-Komponente (bei Partner A) die Kommunikationskomponenten zu, die für die internen Systeme (Business-Systeme oder Integrationsprozesse) System 1 ... n definiert wurden (Registerkarte Business-Komponenten für B2B ).

Sollten Business-Komponenten fehlen können diese direkt bei der Komponenten-Zuordnung angelegt werden.

2. Konfiguration der B2B-Verbindungen

Für die Verbindung von Sendern und Empfängern werden bei der Konfiguration einer B2B-Verbindung die Business-Komponenten eines Senders mit den Business-Komponenten der Empfänger verknüpft.

Für die technischen Details des Message-Austausches müssen die zu verwendenden Kommunikationskanäle sender- und empfängerseitig definiert werden. Wenn in dem Process-Integration-Szenario, das als Vorlage für die Konfiguration verwendet wird, einer Verbindung Kommunikationskanalvorlagen zugeordnet wurden, können diese für das Anlegen von neuen Kommunikationskanälen genutzt werden. Vorhandene Kommunikationskanäle können wiederverwenden oder kopieren.

3. Generierung der Konfigurationsobjekte

Bei der Generierung der Konfigurationsobjekte werden folgenden B2B-spezifischen Einstellungen vorkonfiguriert:

  • Die Empfängerermittlung mit Sender-Partner B enthält im Schlüssel zusätzlich die Business-Komponente von Partner A als virtuellen Empfänger . Zusätzlich sind als zugeordnete Empfänger die Kommunikationskomponenten eingetragen, die für die internen Systeme (Systeme 1 ...n) definiert wurden. Durch empfängerabhängiges Routing werden zur Laufzeit die von Partner B an die Business-Komponente von Partner A gesendeten Messages an die internen Systeme 1 ... n weitergeleitet.

    Hinweis

    Routing-Bedingungen für die zugeordneten Empfänger müssen Sie im Anschluss an die Generierung manuell erfassen.

  • In der Empfängervereinbarung, die die Ausgangsverarbeitung der Message für Partner B als Empfänger festlegt, ist ein Header-Mapping vordefiniert. Das Header-Mapping bildet die Kommunikationskomponenten der internen Systeme 1...n auf die Business-Komponente von Partner A ab. Im Header der Messages, die von den internen Systemen 1 ... n an Partner B gesendet werden, steht somit als Sender die Business-Komponente (von Partner A).

    Hinweis

    Der Modell-Konfigurator unterstützt gleichzeitig die Konfiguration von Partner-Integrationen (B2B-Verbindungen) wie auch die Konfiguration von Verbindungen zwischen internen Systemen.

Weitere Informationen: Konfiguration des Process-Integration-Szenarios